Nahrungsmittelallergien mit Allergenvermeidung begegnen

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Der effektivste Schutz bei Nahrungsmittelallergien ist die Allergenvermeidung. Dabei kann man mit einem gezielten Diätplan unerwartete Ausbrüche verhindern.

Weltweit leiden Millionen Menschen an Allergien. Davon haben viele Betroffene eine Birkenpollen-Allergie und damit verbundenen Nahrungsmittelallergien. Und zwar insbesondere gegen Apfel, Pfirsich, Haselnuss, Karotten sowie Sellerie. Außerdem leiden viele Kinder an primären Nahrungsmittelallergien.

Im Grunde genommen definiert man eine Nahrungsmittelallergie als eine Immunreaktion auf Proteine ​​in der Nahrung. Durch Kreuzreaktionen wie Hausstaubmilbe und Shrimps oder Ragweed und Melone leiden noch mehr Menschen an einer Nahrungsmittelallergie.

Für alle Patienten ist die Allergenvermeidung am wirksamsten. Nach einer exakten und auf den Patienten zugeschnittene Diagnose sollte der behandelnde Arzt Danach ein effektiven Diätplan erstellen. Denn damit kann man unerwartete Ausbrüche verhindern. Übrigens ist die Behandlung der Patienten mit schweren, lebensgefährlichen, anaphylaktischen Beschwerden eine große Herausforderung. Patienten, bei denen das Risiko einer Anaphylaxie besteht, müssen geschult werden, damit sie die ersten Symptome schnell erkennen können. Selbst injizierbares Adrenalin gehört zu einem schriftlichen Notfallplan.

 

Zusammenhang Nahrungsmittelallergien und Zucker sowie der Darmmikrobiota

Derzeit untersuchen Experten intensiv, inwiefern Zucker und Lipide als Nahrungsbestandteile bei Nahrungsmittelallergien die Wirkung der Allergene verstärken. Wobei die Erkenntnisse die Entwicklung effektiverer Therapien ermöglichen sollen.

Immer deutlicher zeigt sich ein Zusammenhang zwischen Stoffwechselaktivität der Darmmikrobiota und die Entstehung von Allergien. Die Darmmikrobiota kann durch unverdauliche Mehrfach-Zucker, durch eine ballaststoffreiche Diät sowie durch Probiotika verändert werden. Die Wirkung von Prä-, Pro- und Synbiotika auf Allergien – insbesondere bei Ekzemen sowie Neurodermitis bei Kindern – ist Gegenstand zahlreicher Studien. Jedenfalls scheint die Darmmikrobiota auch bei Nahrungsmittelallergien eine wichtige Rolle zu spielen.

Unter dem Strich müssen Eltern und Kinder, die an einer Nahrungsmittelallergie leiden, umfassend geschult werden. Dazu gehören auch spezifische Anweisungen zum Verständnis von Lebensmitteletiketten, Mahlzeiten im Restaurant sowie riskanten Verhaltensweisen.

 

Allergien durch Einatmen

Jedenfalls entstehen am häufigsten die Allergien, bei denen die betroffene Person die Allergene über die Atemluft aufnimmt. Und zwar mittels Pflanzenpollen, Schimmelpilzen, Hausstaubmilben sowie über Tierhaare. Im Grunde genommen leiden Millionen in unseren Breiten vor allem unter Pollenallergie, davon jeder Dritte an einer Gräserallergie. Allgemein leidet nahezu jeder Dritte an ein irgendeiner Allergie.

 

Welche Symptome eine Nahrungsmittelallergie verursachen kann

Die Nahrungsmittelallergene können die Allergie-typische Entzündungen verursachen. Das sind beispielsweise Beschwerden an der Mundschleimhaut, Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle. Sehr oft verursachen Nahrungsmittelallergien auch Hautsymptome wie Nesselausschlag (Urtikaria) sowie Ekzeme. Außerdem die Verschlechterung eines bestehenden atopischen Ekzems. Häufig sind auch Angioödeme sowie Asthma.

Literatur:

Claudia M. Lopez. Magda D. Mendez. Food Allergies. StatPearls [Internet]. Last Update: February 28, 2019.

David Yue, Amanda Ciccolini, Ernie Avilla, and Susan Waserman. Food allergy and anaphylaxis. J Asthma Allergy. 2018; 11: 111–120. Published online 2018 Jun 20. doi: 10.2147/JAA.S162456

Onyinye I. Iweala, Shailesh K. Choudhary, Scott P. Commins. Food Allergy. Curr Gastroenterol Rep. 2018 Apr 5; 20(5): 17. Published online 2018 Apr 5. doi: 10.1007/s11894-018-0624-y.

R. J. J. van Neerven, Huub Savelkoul. Nutrition and Allergic Diseases. Nutrients. 2017 Jul; 9(7): 762.
Published online 2017 Jul 17. doi: 10.3390/nu9070762


Quelle: MedUni Wien https://www.meduniwien.ac.at/

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