Wissenschaflter entdeckten, dass Multiple Sklerose Schlafstörungen auslöst

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Die häufigen Multiple Sklerose-Symptome Müdigkeit und Abgeschlagenheit treten vor allem auf, da Multiple Sklerose Schlafstörungen auslöst, betonen US-Spezialisten.

Es war die wohl die größte Studie zum Thema Multiple Sklerose Schlafstörungen, die Wissenschafter der UC Davis vor zwei Jahren zu einem interessanten Schluss kommen ließen: So scheinen nichtdiagnostizierte Schlafstörungen die Ursache einer der häufigsten Symptome der Multiplen Sklerose, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, zu sein. Experten sprechen dabei vom Fatigue-Syndrom (FS) oder Erschöpfungs-Syndrom beziehungsweise kurz Fatigue.

Multiple Sklerose gilt als häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems und zählt zu den am weitesten verbreiteten neurologischen Leiden, das bereits im jungen Erwachsenenalter beginnt. Schätzungen zufolge, sind weltweit etwa zwei bis 2,5 Millionen Menschen betroffen. Hauptmerkmale der Erkrankung sind eben Müdigkeit und Abgeschlagenheit und weiters Sehstörungen, Schwäche, Taubheit sowie psychologische Beeinträchtigungen.

 

Bei über 50% der Patienten mit Multiple Sklerose Schläfstörungen diagnostiziert

Von den rund 2,300 teilnehmenden Multiple Sklerose Patienten litten mehr als 70 Prozent an Schlafstörungen. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die Ursachen der, für die Krankheit typischen Müdigkeitserscheinungen, zu diagnostizieren. So können Schlafstörungen den Verlauf der Krankheit sowie das Gesamtwohlbefinden der Patienten massiv beeinflussen.

Multiple Sklerose Schlafstörungen: Massive Probleme beim Einschlafen. “Eine wichtige Erkenntnis der Studie war, dass die teilnehmenden Multiple Sklerose Patienten über Schlafentzug klagten und zudem unter diversen Schlafstörungen litten“, betonte Steven Brass vom UC Davis Sleep Medicine Laboratory bei der Präsentation seiner Untersuchunh. Ein Großteil der Patienten – beinahe 52 Prozent – klagte über massive Probleme beim Einschlafen. Elf Prozent der Multiple Sklerose Patienten benötigten entsprechende Medikamente, um abends Probleme beim Einschlafen zu verhindern.

Zudem litten knapp 38 Prozent an der so genannten obstruktiven Schlafapnoe – ein Beschwerdebild, das durch Atemstillstände (Apnoen) während des Schlafs verursacht wird. Darüber hinaus litten 32 Prozent an mittelschweren oder schweren Schlafstörungen, 37 Prozent hatten das Restless Legs Syndrom. Trotz alledem wurden diese Krankheitsbilder bei den meisten Teilnehmern vorher nicht diagnostiziert.

„Die Mehrheit der Schlafstörungen bei Multiple Sklerose Patienten bleiben unentdeckt bzw. unbehandelt. Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass die Betroffenen ausgesprochen häufig an Schlafstörungen leiden, die einer unabhängigen Diagnose bzw. Behandlung bedürfen, “ so Brass.

Quelle zu Multiple Sklerose Schlafstörungen: The Underdiagnosis of Sleep Disorders in Patients with Multiple Sclerosis; http://dx.doi.org/10.5664/jcsm.4044; Steven D. Brass, M.D., M.P.H., M.B.A.1; Chin-Shang Li, Ph.D.2; Sanford Auerbach, M.D., F.A.A.S.M.3; http://www.aasmnet.org/jcsm/ViewAbstract.aspx?pid=29625


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About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

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