Moringa: Superfood mit Geschmack von Meerrettich und viel gesunder Wirkung

Must Read

Wenn die Finger schmerzen – Ursachen frühzeitig abklären

Wenn die Finger schmerzen, sollte ihr Arzt rasch den Grund dafür herausfinden. Denn die effektive, frühzeitige Behandlung ist sehr...

Osteoporose beeinträchtigt die Lebenserwartung erheblich

Osteoporose-Patientinnen haben eine geringere Lebenserwartung. Nur jede zehnte erhält eine wirksame Therapie, was ebenfalls das Risiko erhöht, frühzeitig zu sterben. Im Grunde...

Telomere spielen im Alterungsprozess eine zentrale Rolle

Menschen, bei denen die Telomere kürzer sind, haben ein erhöhtes Risiko im Alterungsprozess, Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs zu entwickeln. Telomere...

Die Superfood Moringa schmeckt nach Meerrettich und überzeugt mit seiner gesunden Wirkung. Seine Senfölglykoside wirken vor allem auch gegen Bakterien.

Der Moringa-Baum stammt ursprünglich aus Nordindien. Inzwischen hat sich der Wunderbaum jedoch in fast allen tropischen Gebieten in Asien, Afrika und Lateinamerika verbreitet. Alle Bestandteile des Baumes werden seit Jahrtausenden in der Ayurveda-Heilkunst verwendet. Die antibakterielle Wirkung von Moringa kommt von den enthaltenen Senfölglykoside. Die stecken vor allem in den Moringa-Wurzeln und rufen den leicht scharfen Geschmack und den typischen Meerrettichduft hervor. Dies ist auch verantwortlich für den Namen „Meerrettichbaum“. Tatsächlich wurden die Wurzeln von den Engländern in der Kolonialzeit wie Meerrettich verwendet.



 

Hohe Nährstoffdichte überzeugt

In den Tropen zählt der Moringa-Baum zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Als Gemüse werden die Wurzeln, aber auch die faserigen Schotenfrüchte verwendet. Vorrangig jedoch werden die Blätter verzehrt und unterschiedlich zubereitet.

Das Vitamin E ist in beachtlicher Menge vorhanden. Aber auch Vitamin B2 und Kalzium für gesunde Zähne und Knochen kommt reichlich vor. Insgesamt machen sehr viele Inhaltsstoffe Moringa zum „Wunderbaum“. Dazu zählen etwa 90 Substanzen wie Vitamine und Mineralstoffe sowie alle wichtigen Aminosäuren. Außerdem unterstreichen auch die enthaltenen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie sekundäre Pflanzenstoffe die gesundheitliche Wirkung von Moringa. Schließlich werden dem Baum auch starke antioxidative Fähigkeiten nachgesagt.

 

Botanisch gesehen

Der Moringa Baum gehört in die Pflanzenfamilie der Benussgewächse (Moringaceae). Er ist schnellwüchsig und erreicht bereits im ersten Lebensjahr eine Höhe von 5 bis 8 Metern. Wenn der Baum nicht gestutzt wird, dann wächst er pro Jahr bis zu 8 Meter!

Der relativ kurze Stamm erreicht einen Durchmesser von bis zu  40 Zentimetern und kann sich unter bestimmten Kulturbedingungen flaschenartig verdicken. Die Äste sind weit herausragend, dünn und etwas hängend. Der Stamm liefert ein traganthähnliches Gummi. Die Blätter sind an den Spitzen der Zweige gehäuft, sind 20 bis 60 Zentimeter lang und gefiedert. Zwittrige Blüten sind als vielblütige Rispen angeordnet, sind wohlriechend und von cremig- weißer Farbe. Die reifen Früchte sind braune, vielsamige Kapseln, die bis zu 90 Zentimeter lang werden können.

 

Die vitalisierende Wirkung von Moringa Tee ist sehr beliebt.

Wenn man regelmäßig Moringa Tee genießt, so hilft das bei der Versorgung mit Vitalstoffen. Weiter verstärkt Moringa mit seiner Wirkung die Selbstheilungskräfte unseres Körpers. Moringa Tee-Anwender berichten auch davon, dass sie sich selbst einfach fitter fühlen.

Durch die Bitterstoffe und die natürliche Schärfe bringt der Moringa Tee zudem eine verdauungsfördernde Wirkung. Außerdem soll er der Appetit hemmen. Hierzulande ist es schwierig an frische Blätter zu gelangen. Hingegen kann man Moringa eben als Tee, aber auch als Pulver, Öl oder Kapseln kaufen.

 

Das Moringapulver eignet sich auch zur Reinigung von Wasser.

Moringapulver wird aus Samen hergestellt und kann auch zur Reinigung von Wasser verwendet werden. Bakterien und Schwebstoffe binden sich und setzten sich am Boden ab. Eine weitere wichtige Funktion neben der Bereitstellung nährstoffreicher Nahrung, die der Wunderbaum in den tropischen Gebieten übernimmt. Das Blattpulver wird auch gern als Nahrungsergänzungsmittel Smoothies beigemischt. Oder man kann es durchaus einfach in Wasser auflösen und trinken. Damit sollte auch das allgemeinen Wohlbefinden gestärkt werden.

 

Behenöl für die Körperpflege innen und außen

Der Moringa Baum liefert uns auch das Behenöl. Wobei man wird kaltgepresst aus den Samen des Meerrettichbaums gewinnen kann. Im Grunde genommen ist das Behenöl jedenfalls ein sehr wertvolles, naturreines Öl. Damit eignet es sich auch ganz hervorragend sowohl als Pflege- als auch als Speiseöl.

Unter dem Strich gilt das Behenöl als sehr stabil. Wobei es leicht süßlich schmeckt und etwas nussig ist. Ebenfalls ist Behenöl auch fast geruchlos.

Durch den hohen Anteil an Antioxidantien wird es nicht ranzig. Ähnlich wie das Kokosöl verfestigt es das Behenöl bei kälteren Temperaturen. Jedoch verflüssigt es sich wieder im warmen Wasserbad. Schließlich ist das Behenöl auch als Massageöl sehr beliebt.



 

Die Wirkung von Moringa bei zahlreichen gesundheitlichen Beschwerden

Bislang kennt man jedenfalls etwa 300 Krankheiten, die wir recht erfolgreich mit den Zubereitungen aus Moringa behandeln können. Das ist damit auch vor allem in ärmeren Regionen der Welt sehr wichtig. Deswegen sieht man dort den Wunderbaum auch als einen Universal-Lebensretter an.

Die Anwendungsbereiche reichen von Erkrankungen der Atemwege bis hin zu Kopfschmerzen, Migräne sowie Hämorrhoiden. Wichtig ist die Wirkung des Moringa-Baums auch gegen Infektionen des Magen-Darm-Trakts. Weiter hilft sie bei Bluthochdruck sowie Vergiftungserscheinungen und Unterernährung. Schließlich sind auch Nieren- und Leberfunktionsstörungen wichtige Anwendungsgebiete.

Bei einer Überdosierung kann es übrigens manchmal zu leichten Durchfallerscheinungen kommen. Im Grunde genommen liegt die empfohlene Tagesdosis bei etwa 70 frischen Blättern pro Tag.

Literatur:

Romuald Willy Saa, Edith Nig Fombang, Elie Baudelaire Ndjantou, Nicolas Yanou Njintang. Treatments and uses of Moringa oleifera seeds in human nutrition. A review, Food Science & Nutrition, June 2019, Vol7, Issue6

Marcela Vergara-Jimenez, Manal Mused Almatrafi, Maria Luz Fernandez. Bioactive Components in Moringa Oleifera Leaves Protect against Chronic Disease. Antioxidants (Basel). 2017 Dec; 6(4): 91.

Kou X, Li B2, Olayanju JB, Drake JM, Chen N. Nutraceutical or Pharmacological Potential of Moringa oleifera Lam. Nutrients. 2018 Mar 12;10(3)

Alegbeleye OO. How Functional Is Moringa oleifera? A Review of Its Nutritive, Medicinal, and Socioeconomic Potential. Food Nutr Bull. 2018 Mar;39(1):149-170

Latest News

Wirkung von Eleutherococcus (Taigawurzel, Sibirischer Ginseng)

Eleutherococcus senticosus – auch als Sibirischer Ginseng oder  Taigawurzel bekannt – bringt mit seiner pflanzlichen Wirkung unser Immunsystem in Schwung. Unter den europäischen Arzneipflanzen, die als...

Topische Aktinische Keratosen Behandlung, um Hautkrebs zu verhindern

Ohne Behandlung können sich Aktinische Keratosen zu einem Plattenepithelkarzinom – invasiven – Hautkrebs –entwickeln. Allerdings gibt es einige wirksame Therapien. Aktinische Keratosen stellen eine frühe Form von...

Zumindest schon vor 14.000 Jahren: Geschichte der Zahnmedizin älter als gedacht

Die Untersuchung eines etwa vor 14.000 Jahren behandelten kariösen Backenzahn mit einem Loch im Zahn schreibt die Geschichte der Zahnmedizin neu. Der älteste Nachweis für einen zahnmedizinischen...

Zytomegalie durch das Cytomegalievirus

Die Zytomegalie – eine Infektion mit dem Cytomegalievirus – kann in der Schwangerschaft schwere Missbildungen vor allem bei den frühgeborenen Kindern verursachen. Herpesviren haben sich im Laufe...

Löwenzahn – eine Heilpflanze mit Potenzial gegen Krebs

Der Frühlingsbote Löwenzahn bereichert die Küche und dient seit Jahrtausenden als wertvolle Heilpflanze gegen diverse Erkrankungen wie auch jüngst gegen Krebs. Der Löwenzahn als Heilpflanze ist...

More Articles Like This