Samstag, Februar 21, 2026

Moderne Schlafmedizin im Wandel

Die Bedeutung einer modernen Schlafmedizin für wichtige gesellschaftliche Bereiche wie die IT- und die Automobilbranche ist mittlerweile evident.

In Zukunft ist in der Schlafmedizin mit einem Wandel zu rechnen. Die technischen Innovationen werden dafür sorgen, dass die Schlafmedizin immer weiter im außerklinischen Bereich durchgeführt wird. Beispiele dafür sind die Zunahme der Krankenversorgung im häuslichen Bereich, die rasante Entwicklung von technischen Systemen zum Stress- und Belastungsmonitoring.

Es müssen sich daher technische Innovationen zur besseren Nutzbarkeit im außerklinischen Bereich etablieren. Wenn die Medizintechnik in die Häuser, in die Autos geht, dann muss sie tragbarer und angenehmer sein sowie Spaß machen.

 

Qualifizierte Medizintechnik für die Schlafmedizin

Insbesondere für die Geriatrie ist ein Bedarf an qualifizierter Medizintechnik gegeben. Schlafstörungen sind neben Inkontinenz der Hauptgrund dafür, dass die familiäre Pflege von Patienten mit Demenz aufgegeben wird, weil sich die Angehörigen stark damit überfordert fühlen. Technische Innovationen könnten diesen Negativtrend möglicherweise stoppen. Überdies könnten auch im Bereich der schlafbezogenen Atmungsstörungen bei Frauen, wo sich bei betroffenen Patientinnen innerhalb von 3 bis 4 Jahren die Gefahr eine Hirnleistungsstörung zu entwickeln verdoppelt, medizintechnische Neuerungen eine Entlastung bringen. Jüngere Schlafmedizin-Studien deuten darauf hin, dass Schlafstörungen neurodegenerative Erkrankungen im Alter, wie z.B. die Alzheimer Demenz, fördern könnten. Daher ist die rechtzeitige Erkennung und erfolgreichen Behandlung von Schlafstörungen sehr bedeutend.

 

Interdisziplinäre Schlafmedizin und Kosten

Grundsätzlich müssen in die Problematik der Schlafstörungen nahezu alle medizinischen Fachdisziplinen einbezogen werden, wobei die Gesundheitssysteme nachwievor wenig auf Interdisziplinarität ausgerichtet sind. Dementsprechend werden Schlafmedizin-Leistungen in den Gebührenordnungen nicht hinreichend abgebildet, sodass qualitätsorientierte schlafmedizinische Leistungen nicht kostendeckend erbracht werden könnten. Das führt letztendlich dazu, dass solche Leistungen nicht mehr angeboten werden, seitens potenzieller Leistungserbringer das Interesse an der Thematik schwindet und die Patientenversorgung schlechter wird.

Dazu kommt die konkrete Patientenversorgung – beispielsweise bei Schlafapnoepatienten und deren Bedarf an atmungsunterstützenden Geräten. Hier bringt die apparative Versorgung der Patienten oft einen so hohen Kostenruck für den einzelnen, sodass die medizinisch gebotenen Minimalstandards der Versorgung in den Hintergrund geraten. Um die Patientenversorgung zu verbessern und auch die finanziellen Folgen von Schlafstörungen für die Gesellschaft zu reduzieren, sollte eine schlafmedizinische Thematik gleich beim ersten Arzt-Patient-Kontakt angesprochen werden, um auf Schlafstörungen adäquat reagieren zu können.

Quelle: http://www.dgsm.de

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