Mittels Modell Psychosen früh erkennen

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Dipl.-Ing. Alexandra Springler
Dipl.-Ing. Alexandra Springler
Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

Ein Prognose-Modell, um Psychosen früh erkennen zu können, soll den Verlauf einer psychiatrischen Erkrankung bereits in den ersten Monaten vorhergesagen können.

Forschern der Abteilung für Psychiatrie der Universität Adelaide ist es gelungen, ein Modell zu entwickeln, um Psychosen früh erkennen zu können oder den Verlauf bzw. die Chance einer positiven Prognose infolge einer psychiatrischen Behandlung vorherzusagen – und zwar ab der ersten psychotischen Episode. Das Modell basiert auf einer Reihe von Faktoren – unter anderem klinische Symptome, kognitive Fähigkeiten, MRI-Scans der Gehirnstruktur sowie bestimmte Biomarkern aus dem Blut des Patienten.

Laut Professor Bernhard Baune, Leiter der Abteilung für Psychiatrie an der Universität Adelaide, gilt das Modell als revolutionäre Entwicklung im Kontext psychiatrischer Versorgung. Es verfolgt das Ziel, die Behandlung der Psychosen – wie beispielsweise Schizophrenie – zu verbessern. Das Modell sei zudem bei sämtlichen Psychosen anwendbar.

 

Verlauf von Psychosen früh erkennen

„Die Entwicklung bzw. den Verlauf von Psychosen vorhersagen zu können, ist sehr wertvoll im Sinne der Behandlung,“ so Professor Baune, der seine Ergebnisse im Zuge des European Congress of Neuropsychopharmacology in Berlin präsentiert hat.

„Zweifellos wird das von uns entwickelte Modell für viele Experten eine Herausforderung darstellen. Jedoch sind wir davon überzeugt, dass es das Verständnis über den Verlauf einer Erkrankung deutlich verbessern kann und eine individuellere, auf den einzelnen Patienten zugeschnittene, Behandlung ermöglicht.“

 

Individuelle Faktoren von Psychosen

Laut Professor Baune baut das Modell auf jahrzehntelanger Forschung sowie einer Analyse aller bisher durchgeführten relevanten Studien auf. “Individuelle Krankheitsprognosen hängen von verschiedenen Faktoren ab, da unter soziodemographische, klinische, psychologische und biologische. Das sind komplexe Aspekte. Daten über alle diese Faktoren sind notwendig, um Psychosen früh erkennen zu können und den Verlauf einer Erkrankung vorherzusagen. Unser Modell zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit langfristige Prognosen zu erzielen, stark davon abhängt, welche Informationen über den Beginn der Erkrankung in den ersten sechs Monaten, zur Verfügung stehen.“

 

Was tun, wenn die Behandlung der Psychosen laut Modell nicht geeignet ist?

Professor Baune zufolge, spielen hier auch Fragen der Ethik eine wichtige Rolle. „Sollte ein Patient bereits zu Beginn einer Psychose eine rigorose Behandlung erfahren, die laut den Behandlungsleitlinien erst zu einem weitaus späteren Zeitpunkt indiziert wäre?“ „Sollten bestimmte Behandlungen verweigert werden, wenn der vorhergesagte Verlauf der psychiatrischen Erkrankung weniger dramatisch ist als ursprünglich gedacht oder wenn laut dem Modell die Behandlung der Psychosen nicht geeignet ist?“ Das sind nur einige wenige jener Fragen, die im Zuge dieser Thematik diskutiert werden.

„Die Anwendung unseres Modells, um Psychosen früh erkennen zu können, bedarf in der Praxis rigoroser Überprüfungen und wir sind die ersten, die davor warnen, dass ein Hilfsmittel dieser Art die gute Qualität einer Beziehung zwischen Therapeut und Patienten von Psychosen ersetzen kann“, erklärt Professor Baune.

Quelle: http://www.healthcanal.com/mental-health-behavior/55737-predicting-the-future-course-of-psychotic-illness.html

Bild: Zukünftig soll man Psychosen früh erkennen und so besser behandeln können. © Sineyes CC2.0 flickr.com.

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