Kamille unterstützt uns mit ihrer Wirkung sehr gut in der kalten Jahreszeit

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Die Kamille ist eine der beliebtesten Heilpflanzen, denn unter anderem hilft ihre krampflösende, antientzündliche sowie antibakterielle Wirkung bei vielen Beschwerden.

Die Wirkung der Kamille war schon in der Zeit der Antike gut bekannt. Deswegen setzten sie die alten Ägypter, Griechen sowie auch die Römer gegen die verschiedensten Beschwerden ein. Es gibt zwee Arten, die kommen bei ähnlichen gesundheitlichen Problemen zur Anwendung kommen. Und zwar die Echte Kamille (Matricaria recutita) sowie die in Mitteleuropa seltenere Römische Kamille (Chamaemelum nobile).

Einerseits ist die Kamille sehr beliebt. Andererseits gibt es noch relativ wenige wissenschaftliche Studien dazu. In Diese konnten vor allem zeigen, dass die Echte Kamille entzündungshemmend und krampflösend wirkt. Zudem beschleunigt die Heilpflanze die Wundheilung. Außerdem kann die Wirkung der Kamille auch bei Muskelkrämpfen die Beschwerden lindern. In anderen Untersuchungen entfaltete die Kamille eine abtötende Wirkung gegen Bakterien, Pilze sowie Viren. Weiter gilt Kamille als ein mildes Beruhigungsmittel. Ein Kamillentee kann für einen besseren Schlaf sorgen.

 

Kamille gehört zur Familie der Korbblütengewächse

Die wild wachsende Kamille blüht und gedeiht auch in eher unwirtlichen Gegenden. Ungefähr im Mai bildet sie weiß-gelbe Blüten, die sich aus vielen kleinen Einzelblüten zusammensetzen. Ihr typischer Duft ist ein markantes Erkennungsmerkmal. Die vielseitige, wirkungsvolle Heilpflanze aus der Familie der Korbblütengewächse unterscheidet sich von der Römischen Kamille sowie von anderen minderwertigeren Kamillensorten vor allem durch die Blütenköpfchen. Bei der echten Kamille sind diese kugelig und hohl, bei den verwandten Arten sind sie eher flach und voll. Die Echte Kamille ist bei Allergikern auf Korbblütlern kontraindiziert.

 

Allgemeine Wirkungen

Der Kamille gilt als entzündungshemmend, krampflösend sowie schmerzstillend. Sie schützt zudem die Schleimhäute und kann Wundheilung fördern. Ihre desodorierende hilft gegen schlechten Geruch. Gerade in er kalten Jahreszeit hilft die Kamille mit ihrer antibakteriellen und ihrer antiviralen Wirkung.

Ihre innerliche Anwendung richtet sich vornehmlich gegen Magen- und Darmbeschwerden. Sie hilft besonders bei Durchfall mit krampfartigen Bauchschmerzen. Der in der Kamillenblüte (Matricariae flos) enthaltene Wirkstoff Bisabolol schützt die Magenschleimhaut. Das heißt die Kamille wirkt ulkusprotektiv. Diese Wirkung konnte in klinischen Studien bei durch Indometacin und Alkohol induzierten Magenulzera dokumentiert werden.

Äußerlich kommt die Kamille bei Entzündungen der Schleimhäute, der Mundhöhle oder des Zahnfleisches, sowie bei Hauterkrankungen zum Einsatz. Einige Leute benutzen Kamille für Mund-Probleme wie Gingivitis. Bei Verwendung als Mundwasser verwendet werden, gibt es einige Hinweise, dass Kamille kann helfen zu verhindern Mundschleimhaut aus Bestrahlung und Chemotherapie, sondern ergibt sich aus Studien werden gemischt. Bei Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich – wie Hämorrhoiden – sind Sitzbäder mit Kamille-Extrakten empfehlenswert.

Positive Wirkung der Kamille bei folgenden Beschwerden:

  • Erkältungen nebst Halsschmerzen
  • Abszesse
  • Zahnfleischentzündungen (Gingivitis)
  • Angst und Schlaflosigkeit
  • Psoriasis, Akne und Ekzeme
  • Kleinere Verbrennungen ersten Grades
  • Entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa)
  • Magengeschwüre
  • Kinderkrankheiten wie Windpocken, Windeldermatitis, und Koliken

 

 

Die Kamille hat auch positive Wirkung bei Angst und Schlaflosigkeit

Viele Menschen verwenden die Kamille auch, um Angstzustände zu lindern oder um den Schlaf zu verbessern. indem Zusammenhang gab es bisher eine kontrollierte, randomisierte klinische Studie – um Angst mit Kamille zu behandeln. Dabei wurde festgestellt, dass die Kamille Symptome von Angst bei Menschen mit leichter bis mittelschwerer generalisierte Angststörung reduzieren kann. In einigen Studien konnte dazu interessanterweise festgestellt werden, dass Kamille niedrig dosiert gegen Angst, in höhere Dosen für bessere Schlafqualität helfen kann.

 

Kamille bei Hautreizungen und Ekzemen

Vor allem in Europa kommt die Heilpflanze als Creme oder Salbe zur Anwendung, um die gereizte Haut zu beruhigen, in zwei Studien zeigte sich, dass eine Kamille-Creme geholfen hat, Beschwerden bei Ekzemen zu lindern. Die Kamille zeigt sich auch topisch angewendet gegen Bakterien und Pilze wirkungsvoll. Die positive Wirkung wird vor allem durch das ätherische Öl und den darin enthaltenen Inhaltsstoffen Chamazulen und alpha-Bisabolol erzielt – beide wirken entzündungshemmend.

 

Echte Kamille bringt auch gegen Reizdarm-Syndrom und Koliken eine lindernde Wirkung

Durch das Flavonoid Apigenin wirken Kamillenblüten krampflösend (spasmolytisch). Dadurch eignet sich die Heilpflanze auch bei Reizdarm-Syndrom und bei krampfartigen Schmerzen in der Magen-Darm-Region. Eine besondere Wirkung von Bisabolol – auch als Levomenol oder alpha-Bisabolol bezeichnet – ist die Hemmung der Pepsinsekretion im Magen. Weiters fördert die Synthese magenprotektiver endogener Prostaglandine.

Literatur:

Sepide Miraj, Samira Alesaeidi. A systematic review study of therapeutic effects of Matricaria recuitta chamomile (chamomile). Electron Physician. 2016 Sep; 8(9): 3024–3031. Published online 2016 Sep 20. doi: 10.19082/3024


Quelle:

http://www.drugs.com/npc/chamomile.html

http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/druginfo/natural/752.html

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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