Meningokokken-Impfung für Kinder während der Corona-Pandemie

Meningokokken leben im Nasen-Rachenraum nd werden durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen, durch Trinken aus dem selben Glas und enge Kontakte wie Küssen übertragen.

Viele Eltern haben eine geplante Meningokokken-Impfung ihres Kindes während der COVID-19-Pandemie entweder abgesagt oder verschoben.

Neue Ergebnisse einer länderübergreifenden Umfrage zeigen, dass 50 Prozent der Eltern, deren Kind einen geplanten Termin zur Meningokokken-Impfung hatte, diesen Termin während der COVID-19-Pandemie verschoben oder abgesagt haben.

Die Ipsos-Umfrage im Auftrag von GSK bietet einen länderübergreifenden Einblick in die Auswirkungen der Pandemie auf die Meningokokken-Impfungen der letzten 12 Monate. Sie berücksichtigt die Ansichten von 4.962 Eltern von Kindern im Alter von 11-18 Jahren in den Vereinigten Staaten und 0-4 Jahren in Großbritannien, Italien, Frankreich, Deutschland, Argentinien, Brasilien und Australien. Alle befragten Eltern waren entweder alleinige oder gemeinsame Entscheidungsträger für die Gesundheitsversorgung ihres Kindes.

Die Ergebnisse der Online-Umfrage, die zwischen 19. Jänner und 16. Februar 2021 in allen acht Ländern durchgeführt wurde, zeigten, dass die „stay-at-home“- Regeln der Hauptgrund für verzögerte oder abgesagte Meningitis-Impftermine im bisherigen Verlauf der Pandemie war.


– Umfrage bei fast 5000 Eltern in acht Ländern weltweit
– 50% der Eltern haben Meningokokken-Impfung für die Kinder aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder verschoben
– Behörden empfehlen Routineimpfungen trotz Covid-19 Pandemie


Die meisten Eltern in den acht Ländern (95 Prozent) gaben außerdem an, dass ihr Kind mindestens eine der zehn in der Umfrage aufgelisteten Aktivitäten mit engem Kontakt zu anderen wieder aufnehmen wird, sobald die Einschränkungen aufgehoben sind. 76 Prozent gaben an, dass ihr Kind mit Gruppen von Freunden oder der Familie zusammenkommen wird.

Dr. Thomas Breuer, Senior Vice President und Chief Medical Officer, GSK Vaccines sagte: „Die Anzeichen und Symptome einer Meningokokken-Erkrankung zu kennen und sich über alle Schutzmöglichkeiten, einschließlich der Impfung, beraten zu lassen, kann helfen, Ausbrüche von Meningitis zusätzlich zur aktuellen Pandemie zu vermeiden. Es kann auch eine weitere Beruhigung sein, wenn die Einschränkungen aufgehoben werden und Kinder wieder engen Kontakt mit anderen in Innenräumen wie Kindergärten, Schulen oder Großfamilienzusammenkünften aufnehmen.“

Die Hauptgründe, die von den 50 Prozent der befragten Eltern in acht Ländern genannt wurden, die Termine verschoben oder abgesagt haben, waren Länder-Lock-downs und „stay-at-home“ Regeln (63 Prozent), die Sorge, sich an öffentlichen Orten mit COVID-19 anzustecken (33 Prozent), und die aktuelle Notwendigkeit, jemanden zu pflegen, der sich mit COVID-19 angesteckt hat – entweder ein Familienmitglied oder sich selbst (20 Prozent).

Die Umfrage ergab auch, dass mehr als drei Viertel der Eltern (77 Prozent) beabsichtigen, die Meningitis-Impfung ihres Kindes zu verschieben. Allerdings gaben 21 Prozent an, dass sie den Termin für die Meningokokken-Impfung ihres Kindes nicht verschieben würden, wobei die meisten dieser Eltern (11 Prozent) Bedenken wegen der anhaltenden Angst vor einer Ansteckung mit COVID-19 in öffentlichen Räumen anführten.

Dr. Simon Schultze, Medical Director GSK Österreich dazu: „Während die COVID-19-Pandemie weiterhin Auswirkungen auf unser gesellschaftliches Leben und das Gesundheitssystem hat, empfehlen die Behörden, einschließlich der WHO2, dass Routineimpfungen weiterhin verabreicht werden. Jetzt, wo geeignete Schutzmaßnahmen in den Ordinationen und Kliniken ergriffen werden, ist es für uns alle an der Zeit, über die relevanten und empfohlenen Impfungen nachzudenken, die Familienmitglieder in unserer Obhut möglicherweise verpasst haben oder jetzt benötigen.“

Über die Umfrage

Um eine repräsentative Stichprobe von Erwachsenen ab 18 Jahren zu ermitteln, wurde nach Geschlecht, Alter, geografischem Wohnort und Arbeitsstatus eingeteilt und die endgültigen Daten auf diese Zielgruppe gewichtet. Weitere Filterfragen wurden den Teilnehmern gestellt, um die Stichprobe für diese Umfrage zu identifizieren.

Neben den Einzelergebnissen für jedes der acht Länder, die an der Umfrage teilnahmen, erstellte Ipsos eine Gesamtsumme auf Basis von „Länderdurchschnitten“. Dabei haben die Ergebnisse aus jedem Land das gleiche Gewicht und nicht die wahren Bevölkerungsanteile über die acht Länder hinweg, mit den folgenden Stichprobengrößen:

• US (n=1500)
• UK (n=500)
• Frankreich (n=500)
• Deutschland (n=476)
• Italien (n=500)
• Brasilien (n=501)
• Argentinien (n=501)
• Australien (n=484)

Über invasive Meningokokken-Erkrankungen

Invasive Meningokokken-Erkrankungen (IMD) sind selten, mit länderspezifisch gemeldeten Fällen zwischen 0,1 und 2,4 Fällen pro 100.000 Einwohner im Jahr 2017. Diese potenziell schwerwiegende und unvorhersehbare Krankheit kann jedoch in nur 24 Stunden zum Tod führen5 und ist in den meisten Industrieländern die Hauptursache für lebensbedrohliche bakterielle Meningitis (Gehinhautentzündung). Etwa einer von zehn Erkrankten stirbt, selbst bei angemessener Behandlung. Zusätzlich erleiden etwa 20 Prozent derjenigen, die die Krankheit überleben, eine schwere körperliche oder neurologische Behinderung (Verlust von Gliedmaßen, Hörverlust oder Krampfanfälle). Die höchste Inzidenz tritt in der besonders gefährdeten Gruppe der Säuglinge und Kleinkinder auf, gefolgt von einem zweiten, niedrigeren Gipfel bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.


Quelle:

GSK: www.gsk.com

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