Medikamente gegen Allergien als Ausweg

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Im Vordergrund aller Bemühungen gegen Allergien steht die Vermeidung des Kontaktes mit dem Allergieauslöser. Doch oft sind Medikamente gegen Allergie der rettende Ausweg.

Nicht ganz zufällig suchen sich Allergien ihre Opfer, vor allem kindliche Immunsysteme können die Fremdstoffe in ihrer Umgebung nicht abwehren. Gelingt es nicht, dass Betroffene ihre Allergieauslöser identifizieren können oder den Kontakt mit den Allergenen zu vermeiden, so sind meistens Medikamente gegen Allergien der rettende Ausweg.

Zahlreiche Medikamente gegen Allergien helfen bei der symptomatischen Bekämpfung der Beschwerden. © Oleg Golovnev / shutterstock.comQuelle: Oleg Golovnev / shutterstock.com

Zahlreiche Medikamente gegen Allergien helfen bei der symptomatischen Bekämpfung der Beschwerden. © Oleg Golovnev / shutterstock.com

Je nach dem, welche Allgerie besteht, kommen unterschiedliche Medikamente gegen Allergien in Form von Tropfen, Sprays, Trockenpulver, Kapseln oder Tabletten zum Einsatz.

 

Rezeptpflichtige und OTC Medikamente gegen Allergien

Zahlreiche Medikamente gegen Allergien sind rezeptpflichtig und werden vom Arzt verschrieben. Über einen möglichst langen Zeitraum sollte man der Anwendung von topischen Lokaltherapeutika den Vorzug geben: beispielsweise kommen bei Heuschnupfen Nasenspray oder reizlindernde Augentropfen zum Einsatz, oder bei Asthma wird ein inhalierbarer Spray oder Trockenpulver verwendet. Reicht dies nicht aus, so kommen oral anzuwendende Medikamente gegen Allergien in Tabletten- oder Kapselform zum Einsatz.

Eigenschaften und Besonderheiten der Medikamente gegen Allergien sind in der Übersicht festgehalten:

Abschwellende Nasentropfen, Nasensprays, Nasengele und Nasensalben
Vorteile: Abschwellende Nasentropfen wirken bei verstopfter Nase in Minuten.
Nachteile: Gewöhnungsgefahr, Risiko der Schädigung der Nasenschleimhaut, daher dürfen sie nicht länger als  1bis 2 Wochen durchgehend eingesetzt werden.

Antihistaminika-hältige Nasentropfen
Vorteile: Antihistaminika-hältige Nasentropfen bringen eine rasche Juckreizstillung.
Nachteile: Die Besserung hält kürzer als bei Tabletten an. Es besteht ein Risiko der Sensibilisierung durch Hilfsstoffe in der Tropflösung.

Schnupfenmittel zum Schlucken
Vorteile: Schnupfenmittel zum Schlucken sind keine Gefahr für die Nasenschleimhaut.
Nachteile: Bei verstopfter Nase wirken Schnupfenmittel zum Schlucken schlechter, weiters werden Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen öfter beobachtet

Antihistaminika in Form von Tabletten, Kapseln, Tropfen
Vorteile: Antihistaminika bekämpfen Heuschnupfenbeschwerden gleichzeitig in Nase und Auge.
Nachteile: Antihistaminika machen müde und üben weiters keinen direkten Einfluss auf die verstopfte Nase aus. Bei der Langzeitanwendung kann es zur Wirkungsabschwächung kommen.

Mastzellenstabilisatoren als Nasentropfen und Nasensprays
Vorteile: überwiegend gut verträglich.
Nachteile: Wirken nicht sofort, sondern erst innerhalb von 1 bis 2 Wochen, eine bestehende Nasenverstopfung wird nicht gebessert.

Kortikoide als Nasentropfen und Nasensprays
Vorteile: Kortikoide sind auch in schweren Fällen stark wirksam. In richtiger Dosierung verursachen Kortikoide keine Schäden für die inneren Organe.
Nachteile: Kortikoide wirken erst nach 2 bis 3 Tagen, bei falscher Anwendung besteht ein Risiko einer Schädigung der Nasenschleimhaut.

Jedenfalls sollten Patienten rezept­freie Medikamente zur Selbstbehandlung gegen Allergien grundsätzlich nur beim typischen Heuschnupfen einsetzen. Dies geschieht dann bei zeitlich begrenzten Beschwerden – der sogenannten intermittierender allergischen Rhinits.

Spätestens nach vier Wochen andauernden Beschwerden besteht die Gefahr, dass die Entzündung der Schleimhaut in den Atemwegen auch ohne Allergen fortschreitet, und es sollte ein Arzt konsultiert werden.

 

Kortikoide als Medikamente gegen Allergien

In puncto Kortikoide sind heutzutage Bedenken nicht zeitgerecht. Denn moderne inhalierbare Kortison-hältige Wirkstoffe sind gut verträglich. Jedenfalls gelangen sie nun bei Ein­atmung in Nase sowie Lunge nur in vernachlässigbaren Mengen in die Blutbahn.

Grundsätzlich gibt es keine besseren Entzündungs­hemmer als Kortikoide, durch sie werden ­dauerhafte Schädigungen und Zerstörungen der Schleimhaut vermieden. Schließlich können bei bestehender Pollenallergie die betroffenen Allergiker auch Kortikoide anwenden. Jedoch das muss vier, spätestens zwei Wochen vor dem voraussichtlichen Pollenflug geschehen. Um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, gehört aber etwas Glück dazu.

Weitere Informationen: https://www.nlm.nih.gov/medlineplus/allergy.html

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About Author

Dr. Darko Stamenov

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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