Masern bei Erwachsenen am Vormarsch

0

Viele Personen der über 20-Jährigen wissen nicht, dass auch die Impfung gegen Masern bei Erwachsenen von den Impfkommissionen empfohlen wird.

Wenn am ganzen Körper ein roter fleckiger Ausschlag nach Fieber, Schnupfen, Husten und Augenentzündung auftritt, so könnte der Patient an einer Masernerkrankung erkrankt sein. Dementsprechend muss unverzüglich ein Arzt die Symptome abklären. In unseren Breiten sind heute immer öfter Jugendliche und Erwachsenen zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr betroffen. Schließlich betreffen mittlerweile über 30 Prozent der Masernfälle diese Altersgruppen. Sehr oft sind Impflücken dafür verantwortlich, dass Masern bei Erwachsenen am Vormarsch sind.

 

Masern-Viren hoch infektiös

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionen, fast jeder, der mit Masern-Viren in Kontakt kommt, erkrankt ohne effektive Immunisierung beziehungsweise einem wirksamen Masernimpfung-Schutz. Man kann sich sogar mit Masern-Viren an geschlossenen Räumen anstecken, wenn sich dort etwa zwei Stunden zuvor ein Infizierter aufgehalten hatte. Betroffene Patienten sind bereits vier Tage vor Auftreten des Ausschlags ansteckend.

Grundsätzlich ist eine Masern-Viren-Erkrankung keine harmlose Kinderkrankheit, sondern eine schwere Systemerkrankung. Denn sie schwächt das Immunsystem und erhöht in Folge die Anfälligkeit für weitere Krankheiten und Komplikationen. Dazu zählen etwa Mittelohr-, Lungen- sowie Gehirnhautentzündungen.

 

Masern-Schutzimpfung seit Jahrzehnten eine Erfolgstory

Alle europäischen Länder haben sich dazu verpflichtet, Masern wie auch Röteln zu eliminieren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Masern-Eliminationsziel für Europa zuerst für 1998, dann für 2007, in der Folge für 2010 und später für 2015 festgelelgt. Doch auch 2017 gibt es noch tausende Masernfälle in der Europäischen Union.

Die verfügbare Masern-Schutzimpfung gilt seit über 40 Jahren als wirksam und sicher. Kleinkinder bis zum 24. Lebensmonat erhalten zwei Maserimpfungen. Die zweite Impfung, die leider nicht mehr alle Kleinen erhalten, erfolgt im Alter von zwei Jahren.

Aufgrund fehlender Immunität sind zunehmend heute Masern bei Erwachsenen zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr immer häufiger. Wobei die Vor-1970-Geborenen zu etwa 95 Prozent die Masern mit dem sogenannten Wildvirus durchgemacht hatten. Schließlich wurden sie dadurch immun, weswegen Masern bei Erwachsenen vor allem bei Nach-1970-Geborenen aufgrund von Impflücken auftreten.

Impfung auch gegen Masern bei Erwachsenen wirksam

Auch Masern bei Erwachsenen können durch die Schutzimpfung vermieden werden. Vor allem Nach-1970-Geborene mit nur einer Impfung in der Kindheit sollten an eine mögliche fehlende Immunität denken und mit dem Arzt besprechen. Das gilt auch für Urlauber, die vor Antritt ihrer Reise den Impfschutz vom Arzt prüfen lassen sollten, um gegebenenfalls die Masernimpfung nachholen zu können.

Share.

About Author

Rainer Muller

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

Comments are closed.