Die Wassermelone ist lecker und gesund mit reichhaltigen Nährwerten

Wassermelone © Elena Veselova / shutterstock.com

Wassermelone © Elena Veselova / shutterstock.com

Die Wassermelone ist nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund, dafür sorgen die reichhaltig enthaltenen, die Gesundheit fördernden Nährwerte.

Im Grunde genommen gewinnen immer mehr funktionelle Lebensmittel an Bedeutung bei der Vorbeugung verschiedener Krankheiten. Wobei dazu eigentlich auch die Wassermelone zählt, die allerdings seit Jahrtausenden dem Menschen gut tut. Unter dem Strich sollten dazu die Konsumenten auch nicht vergessen, dass in der Wassermelone auch viele Nährwerte enthalten sind, weswegen die Frucht als gesund und lecker gilt.

 

Pflanzenbild Wassermelone

Die Wassermelone (Citrullus lanatus) ist eine aus Afrika stammende Nutzpflanze und wird heute weltweit in warmen Gebieten angebaut. Die Wildform wir auch Tsamma- Melone genannt. Die Wassermelone, ein Vertreter der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae), ist eine niederliegende bis kletternde, einjährige Pflanze. Die Sprossachsen sind kantig, gefurcht und abstehend steif behaart und sie besitzen weite Ranken, die bis zu 10m lang werden können.

Gefiederte Blätter sind beidseitig behaart. Die hellgelben Blüten sind getrennt geschlechtlich und entwickeln sich zu einer sogenannten Panzerbeere. In der Botanik gilt eine Frucht als Beere, wenn die Frucht aus einem einzigen Fruchtknoten hervorgegangen ist und bei der sie komplette Fruchtwand bei der Reife noch fleischig ist. Von einer Panzerbeere spricht man außerdem, wenn die Außenschicht hart und ledrig ist. Meist ist diese Frucht vielsamig, sowie auch die Wassermelone.

Die Wildform der Wassermelonen wurde wegen der nahrhaften Samen gesammelt, ihr Fruchtfleisch schmeckt nämlich bitter. Die ersten kultivierten Früchte stammen aus der Zeit 2000 v. Chr. aus dem Alten Ägypten. Rasch verbreitete sie sich über Zentralasien und Indien, 1000 v. Chr. wurde sie dann auch in Südrussland und China angebaut. Relativ spät kam die Wassermelone nach Europa, vermutlich von den Arabern eingeführt.

 

Welche Nährwerte die Wassermelone so gesund machen

Ein wichtiges Antioxidans ist das Lycopin, das in Tomaten, rosa Guaven und auch in Wassermelonen vorkommt. Letztere sind eine der einzigartigen Quellen mit leicht verfügbaren cis-isomeren Lycopin. Für das unverwechselbare Aroma der Wassermelone sind mittel- und kurzkettige Fettsäuren sowie Geraniol, ß- Ionon und Neral verantwortlich.

Neben einem hohen Gehalt an Carotinoiden, vor allem eben dem Lycopin, enthalten Wassermelonen Vitamin C, Eisen, Natrium, Vitamin B1 und B6, Magnesium und Kalium. Sowie eine ganze Reihe weiterer Nährstoffe. Aufgrund der Inhaltsstoffe stärkt die Wassermelone das Immunsystem, schützt vor Augenkrankheiten und Krebs, und kann auch das Risiko für Asthma, Arteriosklerose und Arthritis verringern. Ihre entzündungshemmende Wirkung ist gut für Herz und Gefäße.

Im Grunde genommen fungiert die Wassermelone durch ihre Inhaltsstoffe wie Vitamin A, C und Lycopin auch als kleiner Sonnenschutz für die Haut. Der UV Schutz erfolgt, indem Antioxidantien in die Zellmembran eingebaut werden und dort als Radikalfänger wirken. Ein regelmäßiger Genuss an Wassermelone könnte die Haut so widerstandfähiger gegen UV- Strahlen machen, ist jedoch kein Ersatz für eine passende Sonnencreme.

 

Melone ist nicht gleich Melone

Es gibt etwa 150 verschiedene Sorten von Wassermelonen, die bekanntesten sind: Sugar Baby, Crimson Sweet, gelbe Kanarische Melone (Honigmelone), Cantaloupe-Melone (Zuckermelone). Möchte man etwas für die Gesundheit tun, wechselt man am besten ab, denn verschiedene Sorten, verschieden hohe Nähstoffgehalte.

 

Nutzung

Die Früchte werden als erfrischendes und durstlöschendes Obst gegessen. Die Wassermelone war in der Kalahari und anderen Trockengebieten jahrhundertelang eine wichtige Wasserquelle für die Menschen. In Südrussland wird der Saft zu einem alkoholischen Getränk vergoren oder zu einem Sirup gekocht. In Indien werden die Samen gemahlen und zu Brot gebacken. Im Nahen und Mittleren Osten röstet man die Samen und in China werden aus den Samen Kosmetikzusatz sowie Salatöl gewonnen.


Literatur:

Ambreen Naz, Masood Sadiq Butt, Muhammad Tauseef Sultan, Mir Muhammad Nasir Qayyum, and Rai Shahid Niaz. Watermelon lycopene and allied health claims. EXCLI J. 2014; 13: 650–660

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