Männer-Schönheit: Was Frauen an Männern schön finden

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Jeder sechste Patient, der eine Praxis für plastisch-ästhetische Chirurgie aufsucht, ist ein Mann – Männer-Schönheit ist salonfähig geworden.

Immer mehr Männer werfen einen kritischen Blick in den Spiegel und stellen sich eine Frage, die früher vor allem Frauen umtrieb: „Bin ich schön?“ Natürlich geht es dabei nicht nur um eigene Maßstäbe, sondern auch um das Urteil des anderen Geschlechts, das bei der Partnerwahl bekannterweise eine erhebliche Rolle spielt. Der Frage, was männliche Schönheit ist und was nicht, will dieser Artikel nachgehen.

Männer-Schönheit im Wandel der Zeit

Die meisten werden sich an den Marlboro-Mann erinnern, der schweißgebadet wild gewordene Pferde in der amerikanischen Prärie einfing. Dieses Männerbild wurde in den 90er Jahren durch zunehmend femininer wirkende Typen ersetzt: Glattrasierte Models mit schmalem Gesicht und großen Augen eroberten die Werbeplakate.

Gleichzeitig kamen immer mehr Pflegelinien für Männer auf den Markt und die Anzahl derjenigen, die sich für einen schönheitschirurgischen Eingriff entschieden, stieg. Mittlerweile ist jeder sechste Patient, der eine Praxis für plastisch-ästhetische Chirurgie aufsucht, ein Mann. Die Schönheit der Männer ist salonfähig geworden.

Aber was heißt das genau? Welches Schönheitsideal gilt für das männliche Geschlecht? Und wie denken Frauen über dieses Thema?

Was macht Männer schön?

Zunächst ist zu bemerken, dass Männer-Schönheit nach wie vor ein Zankapfel der Forschung ist. Für Frauen gibt es längst fixe Kriterien, aber bei Männern ist die Sache komplizierter. Viele Frauen finden beispielsweise ein markantes Kinn anziehend. Ist es jedoch zu ausgeprägt, fühlen sie sich eher abgeschreckt. Vor allem, wenn der Eisprung längst vorbei ist, denn Studien zufolge bevorzugen sie dann eher ein softeres Aussehen.

Körpergröße und volles Haar sind ebenfalls Punkte, die Frauen in Studien immer wieder nennen, wenn sie das Aussehen eines Mannes beurteilen sollen. In diesem Bereich gesteht die Natur den Menschen allerdings nicht viel Handlungsspielraum zu: Die Körpergröße lässt sich nicht verändern und volles Haar kann nur mit einer Haartransplantation erreicht oder mit einer geschickten Frisur kompensiert werden.

Jung & durchtrainiert

Studien zeigten aber auch, dass Gewicht und Körperbau ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. 12 Prozent Körperfettanteil gilt als ideal, denn diesen Wert assoziieren Frauen unbewusst mit einem guten Immunsystem. Sportliche, durchtrainierte Männer sind darüber hinaus auch in den Medien omnipräsent.

Sport hilft, Fett in Muskelmasse umzuwandeln. Welche Sportart man wählt, ist dabei weniger wichtig, als sich regelmäßig in Bewegung zu setzen. Aber es gibt Fettpolster, die selbst durch leidenschaftliches Training nicht weggehen. In diesem Fall könnte eine Fettabsaugung helfen.

In den Medien ebenfalls allgegenwärtig sind jugendliche Gesichtszüge – auch bei Männern. Zwar gelten Falten bei Männern nach wie vor als attraktiv, aber nur, solange sie nicht zu tief sind. Wann die Grenze erreicht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig ist, sich in seiner Haut wohlzufühlen. Und – falls eine Behandlung erwünscht ist – einen kompetenten Ansprechpartner zu wählen. Eine Kosmetikerin kann keine medizinische Hilfe bei möglichen Nebenwirkungen einer Faltenunterspritzung gewährleisten. Und nicht jeder Arzt, der sich „Schönheitschirurg“ nennt, hat auch eine Ausbildung zum plastisch-ästhetischen Chirurgen absolviert.

Schönheit, die von innen kommt

Zuletzt ist noch anzumerken, dass das äußere Erscheinungsbild längst nicht alles ist, wenn es um Schönheit geht. Ein Mann mit perfektem Körperfettanteil, glatter Haut und vollem Haar ist wohl kaum attraktiv, wenn er nur miesmutig dreinschaut. Ein positiver Gesichtsausdruck lässt auf ein freundliches Wesen und innere Zufriedenheit schließen, was wiederum anziehend wirkt.

Umso wichtiger also, mit sich selbst und seinem Äußeren im Reinen zu sein. Und seiner Ausstrahlung freien Lauf zu lassen.

Weitere Informationen: http://noahklinik-mann.de

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About Author

Prof. Dr. med. Ernst Magnus Noah

seit 1999 Facharzt für plastisch-ästhetische Chirurgie Spezialist für Brustoperationen, Hautstraffungen und Fettabsaugung Präsident der VDÄPC von 2014 bis 2016 Erweiterter Vorstand der DGPRÄC von 2014 bis 2016 Seit 2012 Vorstand der Easaps, European Association of societies of aesthetic plastic surgery Leiter der Noahklinik Mann in Kassel Prof. Noah ließ sich an nationalen und internationalen Kliniken zum Chirurgen ausbilden. Er ist nicht nur plastisch-ästhetischer Chirurg, sondern führt auch die Zusatzbezeichnung „Handchirurgie“. Seit 2008 ist er außerplanmäßiger Professor in Aachen und von 2014 bis 2016 Präsident der Vereinigung der Ästhetischen Chirurgen Deutschlands und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. Außerdem leitet er die Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie und Handchirurgie am Roten Kreuz Krankenhaus Kassel und die Noahklink Mann.

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