Lumacaftor und Ivacaftor bei Mukoviszidose

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Lumacaftor wird mit Ivacaftor zur Therapie der Mukoviszidose – zystische Fibrose – bei Patienten ab 12 Jahren eingesetzt, bei denen ein F508del-Defekt besteht.

Mit Lumacaftor wurde nach ­Ivacaftor der nächste Wirkstoff – in Kombination mit Ivacaftor – zur Behandlung der Mukoviszidose zugelassen. Der Wirkstoff hilft, dass ein defektes CFTR-Protein seine korrekte Faltung einnehmen und damit die Funktion als Chloridkanal ausüben kann. Lumacaftor wirkt beim F508del Defekt, was insofern vorteilhaft ist, da diese Mutation bei etwa zwei Drittel der Mukoviszidose-Patienten die Krankheitsursache darstellt. Lumacaftor ist dabei in der Lage, F508del-CFTR-Proteine vor dem Abbau zu bewahren und erhöht so die Dichte an CFTR-Kanalproteinen auf der Zelloberfläche.

Während es bei begleitenden Therapien für Mukoviszidose schon große Fortschritte gab, war die Entwicklung von kausalen Therapien, die die zugrunde liegende genetische Ursache ansprechen, eine Herausforderung. Erst vor wenigen Jahren wurde Ivacaftor als einziges Medikament gegen einen genetischen Defektes bei Mukoviszidose zugelassen. Die Substanz wirkt aber als Monotherapie nur bei einem kleinen Teil der Mukoviszidose-Patienten – denen, die die eher seltene G551D-Genmutation aufweisen.

Mit einer Häufigkeit von 1 zu 2.500 ist die Mukoviszidose eine der häufigsten vererbbaren Stoffwechselstörung. Da es sich um eine autosomal rezessiv vererbbare Erkrankung handelt, müssen beide Elternteile Träger eines defekten Gens sein, wobei die Erkrankung ausbrechen kann, wenn das Kind beide defekten Gene erben.

 

Kombination Lumacaftor und Ivacaftor

Lumacaftor wird in einer fixen Kombination mit Ivacaftor in Form von Filmtabletten zweimal täglich eingesetzt. Die Kombinationstherapie von Lumacaftor und Ivacaftor wurde in 2 aktuellen Phase-3-Studien in ihrer Wirksamkeit bestätigt. An diesen beiden aktuellen Phase-3-Studien (TRAFFIC und TRANSPORT) zu Sicherheit und Wirksamkeit nahmen 1.100 Patienten ab einem Alter von 12 Jahren teil.  Dabei konnte die Kombinationstherapie bei Patienten mit der häufigsten Form von Mukoviszidose signifikant die Lungenfunktion verbessern und die Zahl der Einweisungen ins Krankenhaus reduzieren.

Als Monotherapie nützte zuvor das dafür zugelassene Ivacaftor nur jenen Patienten, die die eher seltene G551D-Genmutation aufweisen – das sind etwa 4%. Die Kombination von Lumacaftor und Ivacaftor hilft hingegen etwa 50 Prozent aller betroffenen Personen. Die Kombinationstherapie wirkt bei jenen Patienten, die homozygot für die F508del Mutation sind.

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