Mit Lasmiditan Migräne im akuten Stadium effektiv bekämpfen

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Mit Lasmiditan Migräne im akuten Stadium zu behandeln, bringt Vorteile verglichen mit den Triptanen. Denn das neue Migränemittel verursacht z.B. keine Gefäßverengung.

Die Migräne ist eine häufige neurologische Erkrankung, bei der die Kopfschmerzen anfallsartig auftreten. In Verbindung mit verschiedenen anderen Symptomen. Dazu gehören Reizbarkeit, Müdigkeit, Energielosigkeit und Abgeschlagenheit, Heißhunger oder Appetitlosigkeit, gehobene oder gedrückte Stimmung, Schwindel sowie Nackenschmerzen. Allgemein kommen die verschiedensten Schmerzmittel beziehungsweise die unterschiedlichsten Migränemittel zum Einsatz. Einerseits gegen akute Schmerzen und vorbeugend. Andererseits gegen die Begleitsymptome. Eine neuartige Möglichkeit ist nun, mit dem neuen Migränemittel Lasmiditan Migräne im Akutstadium zu behandeln.

 

Mit dem Serotoninrezeptor 5-HT1F Lasmiditan die Migräne ohne Gefäßverengung behandeln

Im Jahr 1959 erkannte der italienische Arzt Federigo Sicuteri einen Zusammenhang zwischen dem Neurotransmitter Serotonin – auch als 5-HT oder 5-Hydroxytryptamin bezeichnet – und der Kopfschmerzerkrankung Migräne. Denn er entdeckte bei Migräneanfällen eine erhöhte Ausscheidung von Serotonin im Urin. Seitdem hat sich das Interesse an 5-HT-Rezeptoren als Migränemittel weiter vertieft.

Dementsprechend erfolgte in den 1990er Jahren auch die Entwicklung der Triptane, die man auch als Serotonin(5-HT)-Rezeptoragonisten bezeichnet. Allerdings kann man die Triptane nur begrenzt einsetzen. Denn die Wirkung auf die Vasokonstriktion, die Gefäßverengung, macht den Einsatz bei Patienten mit Herz- und Gefäß-Erkrankungen riskant.

 

Lasmiditan gehört zu den Ditanen

Daher sind neuartige wirksame Migränemittel erforderlich, die Herz und Gefäße nicht beeinträchtigen. Hierzu gehören eben die selektiven 5-HT1F-Rezeptoragonisten, die man auch als Ditane bezeichnet. Das Lasmiditan aus der Gruppe der Ditane wurde dagegen speziell mit dem Ziel entwickelt, nicht auf die Blutgefäße zu wirken. Diese Entwicklung bedeutet einen wichtigen weiteren Schritt, um die Behandlung der Migräne zu verbessern.

Dementsprechend zeigte Lasmiditan in bisher durchgeführten vorklinischen Studien keine gefäßverengende Wirkung. Das Migränemittel war aber auch verschiedenen in klinischen Studien sicher.

Im Grunde genommen nimmt man das Migränemittel Lasmiditan als Tablette ein, wobei dies dann das serotonergen System beeinflusst. Die oben erwähnten Triptane können hingegen eben die Blutgefäße beeinträchtigen und so die Herz- und Kreislaufrisiken erhöhen.

Literatur:

Marta Vila-Pueyo. Targeted 5-HT1F Therapies for Migraine. Neurotherapeutics. 2018 Apr; 15(2): 291–303. doi: 10.1007/s13311-018-0615-6

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Axel Rhindt

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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