TOOKAD-Laserbehandlung bewährt als neue Therapieoption bei Prostatakrebs

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Die Laserbehandlung ist eine neue Therapieoption bei Prostatakrebs. Dabei ist das Interesse der Patienten an fokalen Therapien wie dem TOOKAD ®-Verfahren sehr groß.

Die fokale photodynamische Therapie des Niedrigrisiko-Prostatakarzinoms mit dem TOOKAD®-Verfahren gewinnt in Deutschland seit der europäischen Zulassung Ende 2017 an Bedeutung. Derzeit bieten bundesweit zehn urologische Zentren die minimalinvasive Behandlung an. Dabei wird mittels Laserbehandlung der Prostatakrebs beziehungsweise das Tumorgewebe in der Prostata gezielt zerstört. Insgesamt 15 Kliniken können die Kostenübernahme durch die Krankenkassen bereits mittels sogenannter NUB-Entgelte für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) sicherstellen.

 

Laserbehandlung bei Prostatakrebs in etwa 400 Fällen durchgeführt

International wurden bereits rund 400 Behandlungen mit der Laserlicht-Therapie durchgeführt. Das Interesse der Patienten an fokalen Therapien wie dem TOOKAD®-Verfahren. Denn die Laserbehandlung bei Prostatakrebs behandelt gezielt nur den turmotragenden Teil der Prostata behandeln, ist groß. „Bei der Behandlung des lokalisierten Niedrigrisiko-Prostatakarzinoms hatten wir bisher nur die Wahl zwischen einer möglichen Übertherapie durch Bestrahlung oder der operativen Entfernung der Prostata mit den bekannten Risiken von Inkontinenz, Impotenz, Blasenentleerungsstörungen sowie Entzündungen der Harnblase und des Enddarms und einer möglicherweise ungenügenden Tumorkontrolle bei der aktiven Überwachung.

Und tatsächlich benötigt die Hälfte der überwachten Patienten etwa nach fünf Jahren doch eine Operation oder Strahlentherapie. Wobei der Tumor dann häufig schon fortgeschritten ist“, sagt Prof. Manfred Wirth. Nach seinen Worten bedeutet die fokale photodynamische Therapie mit dem TOOKAD®-Verfahren einen Wendepunkt in der Urologie, da erstmals Patienten mit einem Niedrigrisiko-Prostatakarzinom in Deutschland aktiv, aber auch risikoarm behandelt werden können.

Die Therapie basiert auf dem Einsatz eines fotosensitiven Medikaments mit dem Wirkstoff Padeliporfin (TOOKAD®) und nicht-thermischem Laserlicht: Dabei werden zunächst kleinste Laserfasern software- und ultraschallgestützt in Vollnarkose über den Damm in das Krebsgewebe in der Prostata eingebracht. Nach der intravenösen TOOKAD®-Injektion, die Gewebe und Organe lichtempfindlich macht, wird das Laserlicht entlang der zuvor platzierten Laserfasern geleitet, wo es das Arzneimittel aktiviert. Die Reaktion des Wirkstoffs Padeliporfin mit dem Laserlicht zerstört schließlich die Blutgefäße des Tumors und führt zum Absterben der Krebszellen.

 

Zulassung des TOOKAD®-Verfahrens durch die Europäische Arzneimittelbehörde

Die Zulassung des TOOKAD®-Verfahrens durch die Europäische Arzneimittelbehörde beruht auf der multizentrischen, prospektiven, randomisierten Phase-III-Studie (PCM301), die Wirksamkeit und Sicherheit der fokalen Therapie des Prostatakarzinoms untersucht und mit der Aktiven Überwachung vergleicht. Zuletzt zeigte die Analyse der 4-Jahres-Nachbeobachtung der PCM301-Studie, dass durch die vaskulär zielgerichtete photodynamische Therapie mit TOOKAD® bei nachfolgenden Kontrollbiopsien höhergradige Krebserkrankungen wesentlich reduziert waren und somit deutlich weniger TOOKAD-Patienten einer radikalen Therapie zugeführt wurden als Patienten mit aktiver Überwachung.

Über Nutzen, Wirkweise und operative Erfahrungen mit dem TOOKAD®-Verfahren informiert Prof. Dr. med. Dr. h.c. Manfred Wirth in einem Expertengespräch im Rahmen des 71. Urologen-Kongresses in der Hamburg Messe am Donnerstag, 19. September 2019, ab 11 Uhr in Halle B4 am Stand 418. Der ehemalige Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hatte im Mai 2018 erstmals Patienten in Deutschland außerhalb klinischer Studien mit der innovativen Therapie behandelt. Inzwischen haben deutschlandweit rund 60 Patienten die nebenwirkungsarme Laserbehandlung bei Prostatakrebs genutzt. Wobei aktuelle Studiendaten die Wirksamkeit weiter untermauert. Diese Ergebnisse veröffentlicht das Biotechunternehmen Steba Biotech auf dem Hamburger DGU-Kongress.


Quelle: Steba Biotech

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