Lärchenextrakt Taxifolin – ein natürliches Antibiotikum und mehr

Der Lärchenextrakt Taxifolin aus der Europäischen Lärche wird auch als natürliches Antibiotikum eingesetzt. © Ioana Rut / shutterstock.com

Der Lärchenextrakt Taxifolin aus der Europäischen Lärche wird auch als natürliches Antibiotikum eingesetzt. © Ioana Rut / shutterstock.com

Der Lärchenextrakt Taxifolin wirkt wie ein natürliches Antibiotikum. Außerdem ist er selbst in hohen Dosen ungiftig schädigt nicht das Mikrobiom im Darm.

Weltweit gibt es zwölf Lärchenarten. Die europäische Lärche ist eine davon. Seit der letzten Eiszeit kommt die Lärche bei uns vor. Wobei sie in verschiedenen Gebirgen Europas und das bis auf über 2.000 Meter wächst. Natürlich wird sie auch außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes angepflanzt. Lange Zeit fristete dieser Baum ein Schattendasein. Und wurde fast ausschließlich von der Holzindustrie wegen der Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit des Lärchenholzes genutzt. Verantwortlich für diese positiven Eigenschaften sind eine Reihe von Pflanzeninhaltsstoffen. Das sind Flavonoide, phenolische Verbindungen, der Lärchenextrakt Taxifolin, ätherische Öle sowie andere. Ihre Konzentration ist abhängig vom Standort und den Unweltbedingungen der Bäume.

Unter dem Strich zeigte Taxifolin in einer rezenten Studie vielversprechende pharmakologische Aktivitäten bei der Behandlung von Entzündungen, Krebs, mikrobiellen Infektionen, oxidativem Stress, Herz-Kreislauf- sowie Lebererkrankungen.

 

Die Europäische Lärche – Steckbrief

Die Europäische Lärche (Larix decidua) ist ein Vertreter der Kieferngewächse. Bereits 2002 war sie in Österreich Baum des Jahres, 2012 schließlich in Deutschland. Als sommergrüner Laubbaum erreicht sie ein Alter von 600 Jahren und eine Wuchshöhe von 54 Metern. Der Stamm erreicht einen Durchmesser von bis zu 2 Metern.

Die Nadeln sind zwischen 10 und 30mm lang und sind sehr biegsam und färben sich im Herbst goldgelb und fallen ab. Der Abwurf der Nadeln im Winter verringert die Verdunstung und verhindert so ein Vertrocknen des Baumes. Der Baum ist einhäusig getrennt geschlechtlich. Es kommen also männliche und weibliche Blüten auf einem Individuum vor.

 

Inhaltsstoffe und traditionelle Anwendung der Lärche

Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, wie beispielsweise der Lärchenextrakt Taxifolin, haben ein erstaunlich breites Wirkungsspektrum. Auch ätherische Öle, Harzsäuren, Bernsteinsäuren und Bitterstoffe sind enthalten. Dabei zeigen die positive Eigenschaften wie antiseptisch, wundheilend, durchblutungsfördernd sowie schleimlösend.

Im Frühjahr und im Herbst sammelt man das Lärchen-Harz, das sich in den Furchen der Rinde gebildet hat. Das aus dem Stamm fließende Pech enthält bis zu 25% Terpentin. Der Balsam daraus ist als „Venezianisches Terpentin“ bekannt. Das deshalb, weil Venedig früher der wichtigste Umschlagplatz für das kostbare Harz aus den Südtiroler Bergen war. Auch an den Blättern sieht man häufig Kristalle hängen. Das sind zuckerhaltige Ausscheidungen des Baumes.

In einer Salbe wirkt das Lärchenterpentin desinfizierend und keimtötend. Weiter sind Husten und Bronchitis wichtige Anwendungsgebiete. Auch in Zugsalben wird das Pech verwendet. Durch Destillation des Lärchenharzes und Auszug des Harzes in Alkohol wird Lärchengeist in einer aufwendigen Prozedur gewonnen. Damit kann man eine herannahende Erkältung oder Grippe im Keim ersticken.

 

Welche gesundheitlichen Vorteile speziell der Lärchenextrakt Taxifolin bringen kann

In Studien konnte nachgewiesen, dass der Lärchenextrakt Taxifolin als natürliches Antibiotikum wirkt. Dabei ist er selbst in hohen Dosen ungiftig. Auch schädigt er nicht das Mikrobiom im Darm. Durch die Taxifolin als natürliches Antibiotikum bleiben außerdem gefährliche Resistenzen aus. Vermutlich aufgrund seiner speziellen chemischen Struktur. Weiter weist das Taxifolin eine organschützende Funktion auf, die sich in einer Studie bezüglich der Pankreatitis bestätigte.

Der Lärchenextrakt Taxifolin kann auch gegen das metabolische Syndrom schützen. Das Metabolische Syndrom (MTX) fasst verschiedene stoffwechslbedingte Krankheiten und Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen zusammen.

Dazu gehören Bluthochdruck, starkes Übergewicht beziehungsweise Adipositas, erhöhte Blutzuckerwerte bzw. Insulinresistenz, ein gestörter Fettstoffwechsel beziehungsweise hoher Gesamt-Cholesterinspiegel.

Auch für äußerliche Anwendung bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, einschließlich des Zahnfleisches, eignet sich der Lärchenextrakt Taxifolin. Ebenso bei unreiner Haut und Kopfhautproblemen.

 

Hohe Qualität

Schließlich sollte der Lärchenextrakt Taxifolin selbstverständlich frei von Zusätzen sein. Dabei ist die hohe Reinheit von 98 bis 99% ein entscheidendes Qualitätsmerkmal des Extraktes.


Literatur:

Dion C, Chappuis E, Ripoll C: Does larch arabinogalactan enhance immune function? A review of mechanistic and clinical trials. Nutr Metab (Lond). 2016 Apr 12;13:28.

Galochkina et al. Virus-inhibiting activity of dihydroquercetin, a flavonoid from Larix sibirica. Against coxsackievirus B4 in a model of viral pancreatitis. Arch Virol. 2016 Apr;161(4):929-38

Sunil C, Xu B. An insight into the health-promoting effects of taxifolin (dihydroquercetin). Phytochemistry. 2019;166:112066. doi:10.1016/j.phytochem.2019.112066

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