Krafttraining bei Hypertonie

Must Read

Wenn die Finger schmerzen – Ursachen frühzeitig abklären

Wenn die Finger schmerzen, sollte ihr Arzt rasch den Grund dafür herausfinden. Denn die effektive, frühzeitige Behandlung ist sehr...

Osteoporose beeinträchtigt die Lebenserwartung erheblich

Osteoporose-Patientinnen haben eine geringere Lebenserwartung. Nur jede zehnte erhält eine wirksame Therapie, was ebenfalls das Risiko erhöht, frühzeitig zu sterben. Im Grunde...

Telomere spielen im Alterungsprozess eine zentrale Rolle

Menschen, bei denen die Telomere kürzer sind, haben ein erhöhtes Risiko im Alterungsprozess, Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs zu entwickeln. Telomere...
Dr. Darko Stamenov
Dr. Darko Stamenov
MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

Sowohl bei systolischen als auch bei diastolischen Blutdruck kann ein Krafttraining bei Hypertonie die Blutdruckwerte um etwa 10 mmHg senken.

Erst unlängst berichtete MEDMIX, dass körperliches Training für eine halbe Stunde 6-mal in der Woche das Sterberisiko bei älteren Männern senken kann. Im diesem Zusammenhang ist auch zu betonen, dass ein regelmäßiges Krafttraining 3- bis 5-mal pro Woche für eine halbe Stunde regulierende Wirkung auf die Hypertonie hat. Besonders durch eine Intensität von höchstens 70% der Maximalkraft bei einer Herzfrequenz von 170 minus Lebensalter lässt sich die aerobe Leistungsfähigkeit verbessern und auch bereits in den ersten acht Wochen eine blutdruckregulierende Wirkung erzielen.

In Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass eine Trainingseinheit auf dem Ergometer den Blutdruck stärker erhöht als ein überwachtes Krafttraining. Empfehlungen zur körperlichen Aktivität bei älteren Hypertonikern sollten daher nicht unkritisch nur Ausdauerbelastungen favorisieren.

Zu einem deutlichen Blutdruckanstieg kommt es zwar während des Kräftigungstrainings. Die Langzeiteffekte auf den Blutdruck sind aber positiv. Vermutlich wird der Blutdruck dadurch gesenkt, da es durch das Krafttraining zu einer Neubildung von Blutgefäßen kommt. Aber nur eine korrekter Durchführung des Krafttrainings bei Hypertonie führt zu positiven Auswirkungen. Bei zu intensiven und/oder technisch unzureichendem Krafttraining kann es zu gefährlichen Komplikationen führen.

 

Lifestyle und Hypertonie

Unser lebensstil steht in dreifacher Weise in Beziehung zu unserem Blutdruck:
– »Schlechter« LifeStyle kann arterielle Hypertonie auslösen bzw. verstärken.
– Bluthochruck kann durch einen »guten« LifeStyle gebessert, sogar beseitigt werden.
– die Folgen der arteriellen Hyper tonie wie Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Niereninsuffizenz, pAVK, Retinopathie, Aortendissektion, Demenz, etc. können den Patienten letztlich praktisch dazu zwingen, den Lebensstil zu ändern.

Neben anderen Faktoren – wie Adipositas, Alkohol, zuviel an Kochsalz, Ernährung – spielt vor allem Bewegungsmangel eine große Rolle. Körperliche Aktivität – regelmäßig betrieben – trägt wie eingangs erwähnt ganz wesentlich zur Blutdruck-Senkung. Im Gegensatz dazu erhöht eine permanente körperliche Inaktivität die Gefahr des Auftretens einer arteriellen Hypertonie innerhalb von 10 Jahren um 50% erhöht. Krafttraining bei Hypertonie gehört somit zu den wichtigen nichtmedikamentösen Maßnahmen bei Bluthochdruck.

Quelle: http://www.hochdruckliga.de/krafttraining-fuer-patienten-mit-bluthochdruck.html

MEDMIX 04/2006: Univ.-Doz. Dr. Kurt Stoschitzky, Univ.-Prof. Dr. Robert Zweiker. Hypertonie und Lifestyle, S 17 bis 18.

Latest News

Arthrose und Übergewicht: So kann man die Gelenke entlasten

Um bei Arthrose die Gelenke fit und schmerzfrei zu halten, sollte man Übergewicht vermeiden. Wichtig sind auch Bewegung und...

Aphrodisiaka aus der Natur für Lust und Liebe

Aphrodisiaka aus der Natur kommen in vielen, alltäglichen Lebensmitteln vor. Sie lösen bei Menschen verschiedene Reaktionen aus, die das Liebesleben positiv beeinflussen. Abseits von Viagra und...

Homocystein – kardiovaskulärer Risikofaktor für Herz und Gefäße

Homocystein wirkt toxisch auf das Gefäßendothel und könnte als kardiovaskulärer Risikofaktor Thrombosen und Herz-Gefäß- Erkrankungen fördern. Eine sehr große US-Studie mit 80.000 Probanden konnte weiland zeigen, dass der...

EARLYSTIM-Studie: Hirnschrittmacher bei Parkinson wirksam

Die deutsch-französische EARLYSTIM-Studie zeigt, dass zur Impulskontrolle durch einen Hirnschrittmacher bei Parkinson-Patienten die Fluktuationen abnehmen. Die Therapie mit einem Hirnschrittmacher bei Parkinson führt nicht zu emotionalen...

Topiramat zur Migräneprophylaxe

Mit Topiramat – seit dem Jahr 2004 auch zur Migräneprophylaxe zugelassen – lassen sich die monatlichen Migränetage und die nötige Akutmedikation reduzieren. Ein Ziel der Migräneprophylaxe ist die Verhinderung...

More Articles Like This