Koriander: Gesundheitliche Wirkung und Nährwertangaben

Koriander kann man als Suppengewürz verwenden und schmeckt besonders gut mit Karotten. © Nares Soumsomboon / shutterstock.com

Verschiedene Inhaltsstoffe von Koriander sind für die gesundheitlichen Wirkungen des beliebten asiatischen Gewürzes verantwortlich.

Koriander ist der getrocknete Samen der Koriander-Pflanze. Die Samenkörner sehen aus wie kleine Kugeln, die häufig zu Pulver gemahlen und zum Würzen von Speisen verwendet werden. Das Gewürz ist am häufigsten in der indischen Küche zu finden, passt aber auch zu vielen anderen Gerichten – vom Salat-Dressing bis zur Grillmarinade. Diese Ernährungsaufschlüsselung von Koriander zum möglichen Nutzen seiner gesundheitlichen Wirkung bietet Vorschläge, wie man mehr Koriander in die Ernährung integrieren kann und beleuchtet mögliche gesundheitlichen Risiken.

 

Ernährungsaufschlüsselung von Koriander und seiner

Nach Angaben des US Department of Agriculture (USDA) National Nutrient Database enthalten zwei Esslöffel gemahlener Koriandersamen 30 Kalorien, 1,2 Gramm Proteine, 1,8 Gramm Fett und 5,6 Gramm Kohlehydrate (davon 4 Gramm Ballaststoffe und 0 Gramm Zucker). Diese 2 Esslöffel liefern 68% der täglichen Vitamin-K-Anforderungen, 10% Eisen, 8% Kalzium, und 4% Vitamin C.

 

Gesundheitliche Wirkung von Koriander gegen Krebs

Eine Studie, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, wies nach, dass herkömmliche Gewürze – darunter auch Koriander – die Bildung von heterozyklischen Aminen (HCA) im Fleisch während des Kochens hemmen kann. Nach der Definition des National Cancer Institute, bilden sich diese Chemikalien (HCAs), wenn Fleisch bei hohen Temperaturen gekocht oder gebraten wird. Der vermehrte Konsum von Lebensmitteln, die HCAs enthalten, wird mit einem höheren Krebsrisiko assoziiert. Die gesundheitliche Wirkung von Koriander gegen Krebs wurde in einer anderen Studie (veröffentlicht im Journal of Food Science) nachgewiesen: fünf asiatische Gewürzen, darunter Koriander, wurden bei der Fleischzubereitung verwendet. Die Fleischspeisen, die mit diesen Gewürzen zubereitet wurden, hatten einen signifikant geringeren HCA-Level.

 

Karotinoide in Koriander

Karotinoide können als Radikalenfänger – Antioxidantien – das Risiko von zahlreichen Erkrankungen, darunter mehrere Krebsarten und Augenerkrankungen, mindern. Eine Studie (veröffentlicht im Plant Foods for Human Nutrition) zeigte auf, dass Basilikum und Koriander den höchsten Karotinoide-Anteil von beta-Karotin und beta-Cryptoxanthin sowie Lutein und Zeaxanthin enthalten. Alle diese Karotinoide sind für ihre antioxidative Wirkung bekannt.

 

Wie man mehr Koriander mit seiner gesundheitliche Wirkung in die Ernährung integrieren kann

Koriander kann man als Suppengewürz verwenden und schmeckt besonders gut mit Karotten. Das Gewürz hat ein vielschichtiges Geschmacksprofil und kann bei vielen Rezepten verwendet werden. Er passt zu vielen Gerichten – vom Salat-Dressing über Saucen bis zur Grillmarinade und sogar zu Süßspeisen.

Ganze Koriandersamen können in luftdichten Behältern für 1-2 Jahre und gemahlener Koriandersamen in luftdichten Behältern für 6 Monate gelagert werden.


Tipps zu Koriander

Oder versuchen Sie diese gesunden und leckeren Rezepte von registrierten Ernährungsberater entwickelt:

Sehr gut eignet sich Koriander für eine Mischkultur mit anderen Kräutern und Gemüsepflanzen, insbesondere mit Kohlgewächsen: denn der intensive Geruch vertreibt Schädlinge wie Läuse oder Kohlweißlinge und lockt nützliche Insekten wie Bienen an.


 

Potenzielle Gesundheitsrisiken von Koriander

Salmonellen sind ein potenzielles Gesundheitsrisiko beim Verzehr von Koriander. In einer Studie mit mehr als 20.000 Lebensmittellieferungen, hat die US Food and Drug Administration (FDA) festgestellt, dass 15% der Importe mit Salmonellen kontaminiert waren. Auf der Endkundenebene ist das Risiko grundsätzlich aber geringer. Das Erwärmen der Nahrungsmittel für mindestens 10 Minuten auf mehr als 70° C tötet die Bakterien wie Salmonellen ab.

Koriander kann ein Allergen sein. Da es oft in Kombination mit Gewürzen verwendet wird, ist es schwer zu erkennen. Laut Ernährungsberater gehört Koriander zu der Gewürzfamilie, die Gewürze wie Kümmel, Fenchel, Sellerie umfasst. Diese wurden alle in den letzten Jahren mit allergischen Reaktionen in Verbindung gebracht.

Der Name „Koriander“ hat übrigens im griechischen Wort „koris“ – Wanze – seinen Ursprung. Dies kommt vermutlich vom wanzenähnlichen, aufdringlichen Geruch von frischer Pflanzenteilen wie Blätter und unreifen Früchten. Auch die wenig schmeichelhaften deutschen Bezeichnungen Wanzendill, Wanzenkraut oder Wanzenkümmel nehmen darauf Bezug. Die optische Ähnlichkeit zu Petersilie führte überdies zu Bezeichnungen wie indische bzw. chinesische Petersilie. Hierzulande begegnet man mitunter auch dem spanischen Namen „cilantro“.

Die mobile Version verlassen