Tipps zur Auswahl und Pflege von Kontaktlinsen

Kontaktlinsen sind sehr beliebt. © life literacy / shutterstock.com

Personen mit Sehschwächen schätzen häufig die Vorteile von Kontaktlinsen. Dazu gibt Stiftung Auge Tipps zur Auswahl und Pflege – worauf Kontaktlinsenträger achten sollten.

Im Grunde genommen schätzen sehr viele Menschen mit Sehschwächen die Vorteile von Kontaktlinsen. Damit der Tragekomfort allerdings lange andauert, sollten Nutzer sich vor dem Kauf vom Augenarzt untersuchen und über geeignete Modelle beraten lassen. Kontaktlinsenträger müssen bestimmte Hygieneregeln beachten, um schmerzhafte Entzündungen zu vermeiden. Die Stiftung Auge gibt Tipps im Umgang mit der praktischen Sehhilfe.

 

Kontaktlinsen haben etliche Vorteile gegenüber Brillen

Beispielsweise beschlagen Kontaktlinsen im Grunde genommen nicht und rutschen nicht von der Nase. Außerdem sind sie sporttauglich und können neben Kurz- oder Weitsichtigkeit sogar Hornhautverkrümmungen korrigieren. Um die Linsen lange und ohne Beschwerden tragen zu können, müssen Kontaktlinsenträger jedoch auch einige Regeln beachten.

 

Die Auswahl ist groß

Flexible (weiche) Kontaktlinsen passen sich der Form der Hornhaut an, sodass sich das Auge schneller daran gewöhnt. Durch ihren größeren Durchmesser liegen die Ränder der Linse komplett unter dem Lid, was das Tragen angenehm macht. Formstabile (harte) Kontaktlinsen haben einen kleineren Durchmesser. Das schützt das Auge besonders vor dem Austrocknen.

Harte Linsen können auch gut Hornhautverkrümmungen ausgleichen. Allerdings haben sie eine geringere Auflagefläche auf der Augenoberfläche, wodurch die Linsen leichter verrutschen können. In den ersten Tagen können sie sich für den Träger auch etwas unangenehm anfühlen.

Jedenfalls sollte der Augenarzt In jedem Fall bei einer Untersuchung abklären, ob die Grundvoraussetzungen für das Kontaktlinsentragen erfüllt sind. Wenn keine krankhaften Veränderungen der Augen, wie Entzündungen, vorliegen, kann man die Linsen individuell anpassen. Ob und welche Linsen geeignet sind, hängt schließlich auch davon ab, ob sie nur ein- bis zweimal pro Woche beim Sport oder täglich von morgens bis abends zum Einsatz kommen.

 

Auch die Haltbarkeit von Kontaktlinsen ist unterschiedlich

Unter dem Strich sollte man Tageslinsen nach einmaligem Tragen entsorgen. Zudem entsorgt man Monatslinsen nach etwa vier Wochen. Harte Kontaktlinsen können bis zu zwei Jahre getragen werden. Wobei es wichtig ist, die Angaben des Herstellers zu beachten. Denn wenn man die Linse länger als verordnet verwendet, dann kann sie die Hornhaut verletzen. Das kann wiederum zu dauerhaften Augenschäden führen.

Kontaktlinsenträger sollten jedenfalls unbedingt einige Hygieneregeln und Vorgaben zur Tragedauer beachten, um die Augengesundheit nicht zu beeinträchtigen. Denn eine zu lange tägliche Tragedauer birgt Gesundheitsrisiken. Deswegen sollte man Linsen nicht länger als empfohlen tragen. Wobei sich nur spezielle Linsen zum Tragen über Nacht eignen.

Denn Kontaktlinsen behindern den Stoffwechsel im Auge, da der Tränenfilm schwerer Nährstoffe und Abfallprodukte über das Auge hinweg transportieren kann. Unter der Linse können sich Säuren, Schmutz und Keime sammeln. Schließlich sollte man Kontaktlinsen regelmäßig herausnehmen und reinigen. Und zwar damit sich das Auge nicht infiziert.


Quelle: Kontaktlinsen, DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft und Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), 2017

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