Konservative Therapie in der Orthopädie aufwerten

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MEDMIX Online-Redaktion
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Die konservative Therapie in der Orthopädie – möglichst ohne operative Eingriffe wie manuelle Medizin, Schmerztherapie, etc. – benötigt eine Aufwertung.

Millionen Menschen leiden an Rückenschmerz, Arthrose oder Osteoporose. Diese Krankheiten am Muskel- und Skelettsystem gehören zu den Volkskrankheiten, wobei bei den allermeisten Patienten eine nicht-chirurgische, konservative Therapie angewendet wird. So verursachen beispielsweise in Deutschland laut Statistischem Bundesamt Beschwerden am Muskel- und Skelettsystem rund elf Prozent aller Krankheitskosten. Rund 85 Prozent der Deutschen haben mindestens einmal im Leben Rückenschmerzen. Jede zweite Frau und jeder dritte Mann im Alter von 70 bis 79 Jahren hat Arthrose; jede vierte Frau eine Osteoporose. Bei den meisten Betroffenen ist ein operativer Eingriff nicht angezeigt – stattdessen kommt eine konservative Therapie wie die Anwendung von Medikamenten, manuelle Medizin, Schmerz- oder Physiotherapie zum Einsatz. Durch die steigenden Erkrankungszahlen haben vor allem die niedergelassenen Orthopäden und Unfallchirurgen einen gewaltigen Versorgungsauftrag, der mit der alternden Gesellschaft in Zukunft noch weiter wachsen wird.

Konservative Therapie erfordert eine sehr gute Ausbildung

Mithilfe konservativer Behandlungsmethoden können Orthopäden erfolgreich und risikoarm Schmerzen lindern, Beweglichkeit und Lebensqualität verbessern oder das Fortschreiten von Erkrankungen bremsen. Darum sollte diesen Verfahren ein höherer Stellenwert zukommen.

Konservative Verfahren erfordern eine sehr gute Ausbildung des Orthopäden und Unfallchirurgen und intensive Zusammenarbeit mit dem Patienten. Wer seinen Patienten die bestmögliche Behandlung bieten will, darf nicht nur lernen, gut zu operieren, sondern muss das gesamte Spektrum der nicht-chirurgischen Möglichkeiten kennen und anwenden können, meinen Experten. Für den Erfolg der Therapie ist der stetige Austausch mit dem Patienten entscheidend. Seine Bedürfnisse sowie seine momentane Lebenssituation sind ausschlaggebend für die Wahl der besten Behandlung.

Anders als bei den meisten anderen Erkrankungen gibt es für Arthrose oder Rückenschmerz keine Laborbefunde, anhand derer sich eine bestimmte Behandlung verordnen lässt – auch Röntgenbilder sind nicht eindeutig. Schmerzen, Beweglichkeit und Einschränkung der Lebensqualität sind vom persönlichen Empfinden abhängig. Diese Kriterien entscheiden, welche individuellen Behandlungsmaßnahmen angezeigt sind und wann nach Ausschöpfen der konservativen Möglichkeiten doch eine Operation nötig wird.

Quelle:

Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU)

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