Kognitive Flexibilität durch Omega-3-Fettsäuren verbessert

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Die Einnahme der Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure verbessert die kognitive Flexibilität bei älteren Alzheimer-Risikopatienten.

Die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA) sind lebenswichtige essentielle mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die essentiell – lebensnotwendig – für unseren Körper sind. Verschiedene klinische Untersuchungen haben nachgewiesen, dass Omega-3-Fettsäuren kardiovaskuläre Erkrankungen reduzieren können. Weiters ollen Omega-3 Fettsäuren gegen verschiedene andere Beschwerden bzw. Erkrankungen helfen – wie Depression, Gedächtnisverlust, Konzentrationsstörungen und selbst gegen einige Formen von Krebs und bei Kinderwunsch. Umfassende wissenschaftliche Studien zu den verschiedenen Themen müssen aber noch gemacht werden.

Die Anwendung der Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure und Eicosapentaensäure in Form von Nahrungsergänzungen sollen auch die kognitiven Flexibilität bei älteren Alzheimer-Risikopatienten verbessern – so eine aktuelle US-Studie. Als kognitive Flexibilität bezeichnen Wissenschaftler die Fähigkeit, flexible und multiple Wissensrepräsentationen zu entwickeln, welche dann in unterschiedlichen Situationen anwendbar sind (vgl. Mandl et al., 2004, S. 22). Zu Beginn des E-Learning-Hypes wurde insbesondere Lernen mit Hypertext als Möglichkeit angesehen, kognitive Flexibilität zu erreichen.

Eine gesunde Ernährung mit hohen Anteil von Omega-3-Fettsäuren spielt in der Erhaltung kognitiver Gesundheit eine wichtige Rolle und kann dazu beitragen, dass das Fortschreiten des Alterns zu verlangsamt wird und bestimmte Erkrankungen seltener vorkommen.

Die Theorie zur Kognitiven Flexibilität (cognitive flexibility) wurde von einer Arbeitsgruppe um R.J. Spiro an der Columbia University (USA) entwickelt. Im Mittelpunkt stehen die Multiperspektivität des Erlernten und die multiplen Kontexte.

Eine Möglichkeit, die Multiperspektivität umzusetzen, besteht darin, Lernende mit möglichst vielen Anwendungssituationen zu konfrontieren, in denen neu entwickelte Kompetenzen zum Tragen kommen können. Lernumgebungen sollen Inhalte aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven und in unterschiedlichen Zusammenhängen beleuchten, damit später der Wissenstransfer in ungewohnte Situationen möglich ist. Es wird davon ausgegangen, dass sich diese Lernszenarios insbesondere für hochkomplexe Inhalte in wenig strukturierten Gebieten eignet (z. B. Medizin). Auf diese Weise ist es möglich, domänenspezifisches Wissen zu vernetzen, um flexibel einsetzbare Kompetenzen zu entwickeln.

In der oben erwähnten an älteren Alzheimer-Risikopatienten durchgeführten Studie erhöhte der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren die kognitive Flexibilität – also die Fähigkeit bewusst zwischen verschiedenen Aufgaben oder Tätigkeiten zu wechseln. Zudem verfügten die Patienten, die Omega-3-Fettsäuren substituierten, über einen stärker ausgeprägten anterioren cingulären Cortex, ein für die kognitive Flexibilität wichtiges Gehirnareal.

Die im veröffentliche Analyse lässt also vermuten, dass der Konsum der Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) – bedingt durch eine Vergrößerung des anterioren cingulären Cortex – eine Verbesserung der kognitiven Flexibilität zur Folge hat. Vorangegangene Studien stellten eine wichtige Verbindung zwischen Nährstoffdefiziten und kognitiven Störungen bzw. degenerativen neurologischen Erkrankungen her – darunter Alzheimer Demenz.

Die neuen Erkenntnisse deuten ebenfalls darauf hin, dass eine gesunde Ernährung – reich an Omega-3-Fettsäuren, allen voran EPA und DHA – in der Erhaltung kognitiver Gesundheit eine wichtige Rolle spielt, um das Fortschreiten des Alterns zu verlangsamen, bzw. die Häufigkeit bestimmter Erkrankungen zu reduzieren.

 

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MEDMIX Online-Redaktion

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