Koffein hilfreich bei Kokainmissbrauch

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Die Einnahme von Koffein wirkt den Effekten von Kokain auf den weiblichen Menstruationszyklus beziehungsweise dem monatlichen Sexualzyklus der Frau entgegen.

Alleine in Amerika leiden 1,8 Millionen Menschen an einer Kokainsucht. Besonders der rasante Anstieg betroffener Frauen ist höchst beunruhigend. Im Vergleich zu Männern, reagieren Frauen wesentlich heftiger auf die Einnahme von Kokain und sind zudem in Hinblick auf den Missbrauch der Droge bzw. einer potenziellen Abhängigkeit wesentlich stärker gefährdet. Kokain führt bei Frauen zu einer erheblichen Störung des Sexualzyklus, wodurch sich möglicherweise auch der Unterschied zwischen den Geschlechtern, in Hinblick auf eine Kokainsucht, erklären lässt.

Neuen Forschungsergebnissen zufolge, verfügt Koffein über bestimmte neuroprotektive Eigenschaften. So sei die Substanz in der Lage, die direkten Auswirkungen von Kokain auf den Sexualzyklus der Frau auszuschalten bzw. zu blockieren. Diese topaktuellen Erkenntnisse könnte neue Behandlungsmöglichkeiten in Hinblick auf Kokainmissbrauch bzw. –sucht aufdecken, so ein kürzlich im Journal of Caffeine Research veröffentlichter Fachartikel.

Kokain verändert weiblichen Östrogenspiegel

Der Studie zufolge, verfügt Kokain über einen direkten Einfluss auf den monatlichen Sexualzyklus der Frau, wodurch es zu nicht zu unterschätzenden Veränderungen des weiblichen Östrogenspiegels kommt. Im Zuge ihrer Studie zeigten die US-amerikanischen Forscher, dass Koffein in der Lage ist, diesem Phänomen auf direktem Weg entgegenzuwirken. So blieben, bei der Kombination von Kokain und Koffein, die ansonsten auftretenden Kokain-induzierten Änderungen des Monatszyklus, gänzlich aus. Diese Erkenntnisse sind ein wichtiger Hinweis darauf, dass Antagonisten des sogenannten Adenosin-Rezeptor-Systems, in der Behandlung der Kokainsucht eine wichtige Rolle spielen könnten.

Es handelt sich hierbei um bahnbrechende und vor allem neue Erkenntnisse, die aus keinen bisherigen Studien hervorgehen und in Bezug auf die weibliche Fortpflanzungsmedizin und die steigende Anzahl kokainabhängiger Frauen, von größter Relevanz sind,“ erklärt Dr. Patricia A. Broderrick.

Quelle: http://online.liebertpub.com/doi/full/10.1089/jcr.2014.0015

Bildtext: Koffein scheint die Auswirkungen des Kokainmissbrauchs auf den weiblichen Menstruationszyklus gänzlich auszuschalten. © Burkhard Piereck / shutterstock.com

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About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

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