Die Königskerze – die königliche Pflanze hilft bei Erkältung

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Die Heilpflanze Königskerze unterstützt uns bei Erkältung. Denn die enthaltenen Schleimstoffe überziehen die Atemwege und die gereizten Schleimhäute.

Die Blüten der Königskerze leuchten uns häufig in hellem Gelb von den Rändern der Straßen und Autobahnen entgegen. Wer sie im Garten oder beim Spaziergang auf dem Feld findet, kann ebenfalls gut die gelben Blüten sammeln. Und dann kocht man daraus einen Königskerzentee. Wobei schon wenige Blüten den Königskerzentee leuchtend gelb färben. So bringt der Königskerzentee das Leuchten der Sonne auf den Frühstückstisch. Zudem hilft er ganz nebenbei bei roten Augen und schützt die gereizten Schleimhäute. Außerdem ist der Tee mit Königskerze einer der besten heißen Getränke bei Erkältung.

 

Interessantes über die Königskerze

Neben ihrem beeindruckenden Aussehen ist die Königskerze schon lange als Heilpflanze bekannt. Denn schon Discurides bezeichnete die Königskerze im alten Griechenland als Flamme gegen den Husten (Phlogmos). Und das vor knapp 2000 Jahren. Auch Hildegard von Bingen pries die Königskerze in den Himmel. Der Name Kerze stammt vermutlich aus dem Mittelalter. Denn damals tauchte man die Pflanze in Pech und verwendete sie danach als Fackel.

Die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum) zählt zur Familie der Braunwurzgewächse. Sie überwintert als Blattrosette und bildet im zweiten Jahr leuchtend gelbe Blüten. Und zwar in einer Wuchshöhe von 50 bis 120cm und manchmal sogar über 200cm. Diese Pflanze blüht nur einmal. Die oberirdischen Pflanzenteile sind dicht wollig behaart. Dies bewirkt einen Einstrahlungs- und Verdunstungsschutz.

 

Die Königskerze bei Erkältung als Balsam für Atemwege und Schleimhäute

Die Königskerze enthält viele Flavonoide und Saponine. Dadurch sind die Anwendnungen Balsam für alle Schleimhäute im Körper. Durch die enthaltenen Schleimstoffe überziehen sie die gereizten Körperschleimhäute mit einer schützenden Schicht. Damit helfen sie bei Heiserkeit, Reizhusten sowie bei allen Bronchialerkrankungen. Außerdem nutzen sie auch bei Allergien und allergischem Asthma.

Weiter beruhigen sich auch die Schleimhäute von Ohren und Magen wieder. Im Grunde genommen ist es die einzigartige Wirkstoffkombination, die sowohl reizmildernd als auch Auswurf fördernd wirkt. Das vorhandene Aucubin verleiht der Königskerze zusätzlich keimhemmende Wirkung. Und sogar Bakterien wie Streptokokken können dadurch im Wachstum gehindert werden.

Dank der Schleimstoffe hilft das Heilkraut, unsere Atemwege vor dem Austrocknen zu schützen. Die Schleimstoffe legen sich wie ein schützender Film über die Schleimhäute und erschweren so den Krankheitserregern ihre Arbeit. Dem quälenden Schmerz bei Halsweh und wundem Hals wird so schnell ein Ende gemacht.

Statt in Wasser kann man die Blüten auch in Milch ausziehen. Dann kocht man sie kurz auf und lässt sie ziehen. Dies hilft bei Erkrankungen der Lungen. Aber auch gegen leichten Durchfall bei Kindern und alten Menschen.

 

Der Königskerzentee fördert das Schwitzen

Im Winter schützt der Königskerzentee vor Ansteckung. Außerdem treibt er den Schweiß aus den Poren fördert er das Schwitzen und aktiviert die Reinigung über die Lyphme. Durch die harntreibende Funktion ist die Pflanze auch interessant für Rheuma Patienten. Ebenso ist die Königskerze bei Bindehautentzündung als Kompresse ein zuverlässiges Helferlein.

 

Die ideale Heilpflanze für Kinder

Im Grunde genommen ist die Königskerze eine sehr milde und gut verträgliche Heilpflanze. Denn sie hat eine sanfte Wirkungsweise und auch einen guten Geschmack. Deswegen eignet sie sich auch besonders für Behandlungen von Kindern.

Literatur:

Klimek B, Olszewska MA, Tokar M. Simultaneous determination of flavonoids and phenylethanoids in the flowers of Verbascum densiflorum and V. phlomoides by high-performance liquid chromatography. Phytochem Anal. 2010 Mar-Apr;21(2):150-6

Török T, Varga E. : [Pharmacognosy study of Verbascum species]. Acta Pharm Hung. 2015;85(3):89-95

S.HIRSCH, F.GRÜNBERGER: Die Kräuter in meinem Garten (2012) Freya Verlag

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Mag. Barbara Novak

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