Knochenmetastasen: wenn Krebszellen vom ursprünglichen Tumor in den Knochen landen

Röntgenaufnahme: Multiple osteoplastische Knochenmetastasen bei einem Patienten mit Prostatakarzinom. © Hellerhof / CC 3.0. / wikimedia

Knochenmetastasen entstehen, wenn Krebszellen vom ursprünglichen Tumor durch das Blut zu den Knochen gelangen und dort Metastasen verursachen.

Das Skelett ist das häufigste Organ für die Metastasierung von soliden Tumoren. Knochenmetastasen stellen erhebliche diagnostische und klinische Herausforderungen dar und stellen eine wichtige Ursache für krebsbedingte Morbidität dar. Ohne eine geeignete knochengesteuerte Therapie besteht für viele Patienten ein hohes Risiko für potenziell schwächende skelettbedingte Ereignisse (SREs) wie Schmerzen, Knochenbrüche, neurologische Defizite und Hyperkalzämie, die die Lebensqualität des Patienten erheblich beeinträchtigen.

Knochenmetastasen treten auf, wenn Krebszellen vom ursprünglichen Tumor durch das Blut zu den Knochen gelangen und dort weitere Tumore bilden. Die Folgen sind Schmerzen, Brüche und andere klinische Veränderungen. Mehr als zwei Drittel der Patienten mit solchen Metastasen haben starke Schmerzen. Diese stellen den Hauptgrund für das Aufsuchen eines Arztes dar.

Knochenmetastasen treten häufig bei Tumoren an Brust, Prostata, Lunge, Nieren und Schilddrüse auf. 70% dieser Metastasen bei Frauen haben ihren Ursprung in Brustkrebs, 60% bei Männern in Prostatakrebs.

Folgende Komplikationen können davon verursacht werden:

Zusätzlich zu Knochenschmerzen und anderen klinischen Komplikationen können Patienten mit Knochenmetastasen unter einer Senkung ihrer Lebensqualität und der Einschränkung ihrer Alltagsaktivitäten leiden. Am häufigsten werden die Rippen, der Schädelknochen, das Becken, die Wirbel und die Enden der langen Röhrenknochen von Metastasen befallen.

 

Welche Anzeichen und Symptome für Knochenmetastasen gibt es?

Das häufigste Symptom sind dumpfe und anhaltende Schmerzen. Untersuchungen ergeben dann oft sekundäre Tumore an den Knochen. Manchmal gelangt freiwerdendes Kalzium in die Blutbahn (Hyperkalzämie) und führt zu Müdigkeit, Verstopfung, Übelkeit und Verwirrung.
Folgende Untersuchungen sind nötig, um Knochenmetastasen nachzuweisen:

 

Wie werden Knochenmetastasen behandelt?

Das Ziel der Behandlung von Patienten mit Knochenmetastasen ist, die Symptome zu lindern, Komplikationen zu vermeiden und die Bewältigung des Alltags, Beweglichkeit und Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Folgende Therapien werden eingesetzt:


Literatur:

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