Kastanien für Patienten mit hohem Cholesterin geeignet

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Unsere beliebten Kastanien können mit ihrem hohen Vitamin C-Gehalt sowohl das Gesamt-Cholesterin als auch das schlechte LDL-Cholesterin senken.

Die Kastanien und auch Maroni gehören zur Herbst- und Winterzeit einfach dazu! Dabei schmecken sie nicht nur gut, sondern sind dank ihrer Inhaltsstoffe auch gut für unsere Gesundheit. Beispielsweise empfiehlt man Kastanien für Patienten mit hohem Cholesterin oder bei Diabetes.

Maroni sind streng genommen eine Weiterzüchtung der Esskastanie. Sie sind größer, lassen sich leichter schälen und haben einen intensiveren Geschmack.

Die Kultivierung der Kastanie als Obstbaum liegt lange zurück, bereits zwischen dem 9. und 7. Jahrhundert v. Chr. erfolgte eine Ausbreitung vom Gebiet zwischen Kaspischem und Schwarzem Meer nach Kleinasien, Griechenland und auf den Balkan. Die Römer verbreiteten die Edelkastanie im ganzen Römischen Reich bis nach Britannien. Neben Kastanien und Holz wurden auch der Honig und als Medizin Rinde, Blätter und Blüten verwendet.

Im Mittelalter war die Edelkastanie eine wichtige Nahrungspflanze im südlichen Europa. Kastanien waren zu dieser Zeit jedoch nur ein Grundnahrungsmittel von vielen. Sie wurden frisch und getrocknet, roh oder gekocht, geröstet oder als Mehl verspeist. Kastanien wurden immer mehr das Brot der Armen. Gegen Ende des Mittelalters wurden die Früchte dann mit schlechter Verdauung, Kopfschmerzen, Blähungen und verstärkten Sexualtrieb assoziiert. Ein Rückgang der Kastanienkultur setzte im 19. Jahrhundert mit der Industrialisierung und der beginnenden Landflucht ein.

 

Steckbrief Kastanien

Kastanien (Castanea sativa) zählen zur Familie der Buchengewächse  (Fagaceae), ist ein sommergrüner Baum und wurde 2018 zum Baum des Jahres gewählt. Die durchschnittliche Wuchshöhe liegt bei 25 Metern. Die elliptischen Blätter sind gezähnt bis gekerbt. Erst mit 20 bis 30 Jahren beginnen die Kastanien zu blühen, die Blüten erscheinen im Juni/Juli. Diese sind getrenntgeschlechtlich, d.h. männliche und weibliche Organe befinden sich in getrennten Blüten aber auf einer Pflanze. Kätzchenähnliche Blütenstände sind 20 bis 25 Zentimeter lang. Früchte sind glänzende, dunkelbraune Nüsse, diese sind von einem stacheligen Fruchtbecher (Cupula) umgeben. Bei Vollreife öffnet sich der Fruchtbecher mit vier Klappen und entlässt ein bis drei Früchte.

 

Hinter den Schalen: Warum Kastanien bei hohem Cholesterin empfehlenswert sind

Die Nüssen haben einen hohen Gehalt an Kohlehydraten, Stärke und Saccharose. Der hohe Zuckergehalt zusammen mit dem hohen Wassergehalt frischer Früchte macht sie leicht verderblich. Besonders reich sind Kastanien auch an Kalium. Außerdem können Esskastanien nicht nur beim Vitamin B punkten, sondern auch beim Vitamin C Gehalt. B-Vitamine stärken die Nerven und fördern die Bildung des Glückshormons Serotonin im Gehirn. Auch die Leber wird bei der Entgiftung unterstützt. Das Vitamin C hat eine cholesterinspiegelsenkende Wirkung. Und zudem haben die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in den Edelkastanien haben eine positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel. Weitere Mineralstoffe wie Phosphor, Magnesium, Schwefel und Calcium sind ebenso enthalten.

 

Entzündungshemmer Kastanie

Die sekundären Pflanzenstoffe in den Esskastanien haben ein hohes antioxidatives Potenzial und wirken Entzündungen im Körper entgegen. Diese pflanzlichen Stars sollen außerdem das Krebsrisiko senken und unser Herz schützen. Auch durch vorhandene komplexe Kohlehydrate sind Kastanien schnelle Sattmacher. Und weiter steigt der Blutzucker steigt nur langsam und sukzessive in die Höhe. Daher bleibt er auch nach dem Verzehr stabil. Man bleibt lange zudem satt.

 

Heilende Anwendungen

Volksmedizinisch wurden Kastanien seit jeher bei Durchfall, Leberleiden, zur Nervenstärkung sowie bei geistiger und körperlicher Erschöpfung gegessen. Weiters helfen sie bei Säureüberschuss, da sie stark basisch sind, sie lindern Sodbrennen und Völlegefühl. Auch die Blätter können heilkundlich verwendet werden. Und sie wirken antibiotisch und antioxidativ. Im Grunde genommen können alle Teile der Esskastanie verwendet werden: Blätter, Rinde und Früchte.

Literatur:

Calliste CA Trouillas P, Allais DP, Duroux JL. Castanea sativa Mill. leaves as new sources of natural antioxidant. An electronic spin resonance study. J Agric Food Chem. 2005 Jan 26;53(2):282-8.

Maria C B M De Vasconcelos, Maria C B M De Vasconcelos, Eduardo A S Rosa, Jorge Ventura Ferreira-Car. Composition of European chestnut (Castanea sativa Mill.) and association with health effects. Fresh and processed products, Journal of the Science of Food and Agriculture 90(10):1578-89 · August 2010

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Mag. Barbara Novak

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