Kardiovaskuläre Risikofaktoren der Alzheimer-Demenz

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Kardiovaskuläre Risikofaktoren der Alzheimer-Demenz – wie Alkoholkonsum, Rauchen, Übergewicht und Diabetes – haben kleinere regionale Hirn-Volumina.

Bestimmte kardiovaskuläre Risikofaktoren der Alzheimer-Demenz wie Alkoholkonsum, Rauchen, Übergewicht und Diabetes hängen mit kleineren regionalen Hirn-Volumina zusammen. Diese Erkenntnis könnte helfen, dass man auch früher das Risiko für Alzheimer- und Demenz-Erkrankungen erkennt. Bekannt war bereits, dass kardiovaskuläre Risikofaktoren das Gehirn schädigen und kognitive Leistungen beeinträchtigt. Neuere Untersuchungen geben eine konkretere Vorstellung von Wechselwirkungen bestimmter vaskulärer Risikofaktoren und der Hirngesundheit.

 

Verlust von grauer Masse in Hirnregionen und kardiovaskuläre Risikofaktoren der Alzheimer-Demenz

Vorangegangene Studien stellten einen Zusammenhang zwischen kardiovaskulären Risikofaktoren und dem Rückgang kognitiver Fähigkeiten her. Eine neue Studie fokussierte unlängst auf spezifische Risikofaktoren und untersuchte dabei drei große Hirnregionen: Hippocampus, Precuneus und posteriorer cingulärer Cortex. Da jede dieser Regionen Bedeutung für die Gedächtnisleistung hat, könnte ein Verlust von grauer Masse in ihnen eine Vorhersage für Alzheimer- und Demenz-Erkrankungen ermöglichen.

In einer rezenten Studie analysierten Wissenschafter die Daten der Studienteilnehmer nach einer klinischen Untersuchung sowie der Laborwerte. Danach folgte eine Untersuchung nach sieben Jahren mit MRT sowie der Überprüfung der kognitiven Fähigkeiten. Dabei erkannten sie geringe kognitive Beeinträchtigungen und erste Anzeichen von Alzheimer-Erkrankungen.

 

Kardiovaskuläre Risikofaktoren der Alzheimer-Demenz durch MRT und kognitive Punktezahlen bestätigt

Schließlich bestätigten die Forscher mittels Datenanalyse kardiovaskuläre Risikofaktoren der Alzheimer-Demenz durch das MRT und die kognitiven Punktezahlen. So konnten sie auch die Risikofaktoren Alkoholkonsum, Rauchen und Übergewicht und deren Einfluss auf das Gehirnvolumen besser unterscheiden. Die Resultate bestätigten, dass schlechtere kognitive Testergebnisse mit geringeren Hirnvolumina in den jeweiligen Hirnregionen korrelierten.

Die Forscher fanden heraus, dass die Risikofaktoren Alkoholkonsum und Diabetes mit einem kleineren Volumen des gesamten Hirns einhergehen, Rauchen und Übergewicht jedoch ein geringeres Volumen des posterioren cingulären Cortex bedingen, also der Region, die große Bedeutung für Gedächtnisleistung und emotionales bzw. soziales Verhalten hat. Weiters konnte ein Zusammenhang zwischen verringerter Volumina des Hippocampus und sowohl Alkoholkonsum als auch Rauchen hergestellt werden, während aber Alkoholkonsum, Übergewicht und Glukosestoffwechselstörungen mit einer reduzierten Größe des Precuneus einhergehen.

Die Untersuchung legt nahe, dass bei Patienten über 50 verringerte Volumina von Hippocampus und Precuneus ein früher Indikator für das Risiko einer kognitiven Beeinträchtigung sind, während bei Patienten unter 50 verkleinerte Volumen des posterioren cingulären Cortex besser als Indikator geeignet sind.

Quelle: Radiological Society of North America

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Rainer Muller

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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