Kaffeesatz ist gesund

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Kaffeesatz kann als Radikalfänger die Zellen vor freien Radikalen schützen – sein Antioxidantien-Gehalt ist häufig höher als im Kaffee selbst.

Auch wenn er früher einmal als ungesund galt, weiß man längst, dass Kaffee sich durchaus positiv auf unsere Gesundheit auswirkt. Besonders die Erkenntnis, dass Kaffee äußerst reich an Antioxidantien ist, ist dabei ausschlaggebend. Anlässlich der Veröffentlichung einer unlängst durchgeführten Studie rückt heute auch der Kaffeesatz – der in der Regel im Mülleimer landet – ins Rampenlicht. Denn auch dieser sei reich an Antioxidantien, die sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirken. Im wissenschaftlichen Fachjournal Journal of Agricultural and Food Chemistry beschrieben Wissenschafter, wie diese aus dem Kaffeesatz gewonnenen antioxidativen Substanzen extrahiert werden und wie hoch die Konzentration der Antioxidantien tatsächlich sind.

Folglich könnte Kaffeesatz als potenzieller Zusatzstoff dienen, um die gesundheitsfördernde Wirkung diverser anderer Lebensmittel zu verstärken, so die Wissenschafter.

Antioxidantien sind aufgrund ihrer Eigenschaft als Radikalfänger von großer physiologischer Bedeutung. Sie inaktivieren im Organismus vorhandene reaktive Sauerstoffspezies, deren Vorkommen zu oxidativem Stress führt. Letzterer ist mitverantwortlich für das Voranschreiten des Alterungsprozess sowie für die Entstehung diverser Krankheiten wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Neben den im Körper gebildeten Antioxidantien, wirken im Abwehrsystem auch solche, die mit der Nahrung zugeführt werden – beispielweise durch den Konsum von Kaffee.

Kaffeesatz mehr Beachtung schenken

Laut María-Paz de Peña und Kollegen ist gerade Kaffee besonders reich an Polyphenolen. Aber auch dem Kaffeesatz gilt es Beachtung zu schenken, denn der aktuellen Forschungsarbeit zufolge enthält auch dieser große Mengen an Antioxidantien. Ziel der Studie war es festzustellen, wieviel der phenolischen Substanzen tatsächlich enthalten sind bzw. extrahiert werden können.

Dazu nutzten die Wissenschafter drei verschiedene Extraktionsmethoden um anschließend den Antioxidantien-Gehalt zu ermitteln. Der Studie zufolge sei der Anteil dieser Substanzen in Kaffeesatz häufig höher als im Kaffee selbst. Folglich könnte Kaffeesatz als potenzieller Zusatzstoff dienen, um die gesundheitsfördernde Wirkung diverser anderer Lebensmittel zu verstärken, so die Wissenschafter.

Quellen: http://www.acs.org/content/acs/en/pressroom/presspacs/2015/acs-presspac-may-13-2015/how-used-coffee-grounds-could-make-some-food-more-healthful.html
Chandra S, Khan S, Avula B, et al. Assessment of Total Phenolic and Flavonoid Content, Antioxidant Properties, and Yield of Aeroponically and Conventionally Grown Leafy Vegetables and Fruit Crops: A Comparative Study. Evidence-based Complementary and Alternative Medicine : eCAM. 2014;2014:253875. doi:10.1155/2014/253875.

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About Author

Dipl.-Ing. Alexandra Springler

Seit 2011 ist Dipl.-Ing. Alexandra Springler MEDMIX- und AFCOM-Mitarbeiterin. Nach Abschluss ihres Biotechnoligiestudiums ist sie nun in der Forschung tätig und absolviert zur Zeit ihr Doktorat.

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