Jeder zweite Raucher will zum Rauchen aufhören

In Deutschland wollen laut einer aktuellen ABDA-Umfrage allen voran junge Frauen mit dem Rauchen aufhören. © mrkornflakes / shutterstock.com

In Deutschland wollen laut einer aktuellen ABDA-Umfrage allen voran junge Frauen mit dem Rauchen aufhören. © mrkornflakes / shutterstock.com

Sehr viele Raucher wollen zum Rauchen aufhören: in einer aktuellen Umfrage planen 44 Prozent der Raucher einen Rauchstopp.

Zum Rauchen aufhören plant in Deutschland fast jeder zweite Raucher: 44 Prozent der Raucher planen den Abschied vom Glimmstängel. Junge Frauen liegen dabei vorne: 53 Prozent der Frauen wollen mit dem Rauchen aufhören, aber nur 37 Prozent der Männer wollen es sich abgewöhnen.

Je jünger ein Raucher ist, desto eher sucht er den Ausstieg: 49 Prozent der Menschen bis 29 Jahren, aber nur 41 Prozent der Über-65-jährigen wollen aufhören.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Meinungsumfrage im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft hat dafür telefonisch 3415 Bundesbürger ab 16 Jahren befragt.

Laut ABDA-Präsident Friedemann Schmidt ist der Wille entscheidend, um mit dem Rauchen aufhören zu können. Aber gerade in der ersten Zeit brauchen Viele noch Unterstützung, um nicht wieder rückfällig zu werden. Die wohnortnahen Apotheken engagieren sich in der Prävention und helfen auch beim dauerhaften Rauchstopp. Bundesweit rauchen etwa 28 Prozent der Bundesbürger. Je älter, desto weniger wird gepafft: Nur 11 Prozent der Menschen über 65 Jahren rauchen. In der Altersgruppe von 16 bis 29 Jahren sind es hingegen 38 Prozent. Das gelegentliche Rauchen, etwa auf Partys, ist in dieser Altersgruppe aber häufiger als bei den Senioren.

 

Tipps zum Rauchen aufhören

Rauchen aufhören zahlt sich aus, doch viele haben Angst vor den Nebenwirkungen.Die am besten wissenschaftlich dokumentierte Hilfe gegen körperliche Erscheinungen durch den Nikotinentzug bietet die Nikotinersatztherapie mit Arzneimitteln – mit Nikotinpflastern und Nikotin-Applikationen wie Kaugummi und Spray. Rauchen aufhören mittels Nikotinersatztherapie geschieht so ohne die möglichen Nebenwirkungen eines Nikotinentzugs.

Doch bei der Mehrzahl gibt es keine körperliche, sondern nur eine psychische Abhängigkeit. Oft kommt es zu Schlafstörungen, übler Stimmung, Nervosität und Aggressivität sowie gesteigertem Appetit. Wer es die ersten zwei Wochen schafft, hat das Schlimmste überwunden.

Wirklich problematisch ist eine mögliche Gewichtszunahme: etwa 8 von 10 Menschen, die erfolgreich mit dem Rauchen aufhören, nehmen mehrere Kilo zu. Hier muss von Beginn an auf die Ernährung geachtet und im Idealfall mehr Sport gemacht werden. Denn durch den Nikotin- bzw. Rauchentzug schmeckt das Essen bessere, laut jüngsten Untersuchungen sollen auch im Darm die Nährstoffe effizienter verarbeitet werden.

Weitere Informationen unter www.abda.de

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