Influenza Impfung 2019 als Schutz vor der nächsten Grippe-Saison

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MEDMIX Online-Redaktion
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Als Schutz vor der nächsten Grippeepidemie sollte man jetzt die Influenza Impfung 2019 planen. Die neuen Impfstoffe sind in den nächsten Tagen verfügbar.

Unter dem Strich kann man nicht wissen, wie die heurige Grippe-Saison 2019/20 verlaufen wird. In den letzten Jahren waren der Beginn und das Ende völlig unterschiedlich. Zudem gab es auch Unterschiede beim vorherrschenden Subtyp der Inluenza-Viren. In den nächsten Tagen sollten die diesjährigen 4-fach-Impfstoffe in den Apotheken erhältlich sein. Der Impfstoff zur Influenza Impfung 2019 wird auch heuer für die Personen ab 65 Jahren als 3-fach-Impfstoff verfügbar sein. Aufgrund der verspäteten Empfehlung des vierten Stammes durch die WHO kann es zu Verzögerungen in der Auslieferung kommen. Sicher ist jedenfalls, dass auch heuer wieder mit einer Influenza-Epidemie und vielen Erkrankungen zu rechnen ist. Wer sich regelmäßig gegen Influenza impfen lässt, ist auch vor den Spätfolgen deutlich besser geschützt als Ungeimpfte.

 

Zur Influenza Impfung 2019: Die A-Stämme dominieren

Erst vor einem halben Jahr hat man die letzte Grippe-Saison in Österreich für beendet erklärt. Begonnen hat sie Ende Jänner. Gedauert hat sie bis Anfang April. Im Unterschied zur Grippe-Saison davor waren diesmal zwei verschiedene A-Stämme dominant. In 68 Prozent der untersuchten Fälle handelte es sich um den Stamm A(H1N1). Der war im Impfstoff enthalten und hat dementsprechend gut geschützt. Zu 32 Prozent wurde der A(H3N2)-Stamm gefunden. Und der veränderte sich dann im Verlauf der Saison. Deswegen hat er nur noch teilweise mit dem Impfstoff zusammengepasst. Schließlich gab es aber nur wenige Erkrankungen, denen die Influenza-B-Viren zugrunde lagen.

Derzeit entdeckt man weltweit gewisse Influenza-A- und Influenza-B-Viren. Der jetzt verfügbare Impfstoff für die Influenza Impfung 2019 deckt diese Stämme gut ab weden. Experten erwarten die Grippewelle mit Ende Dezember mit ihrem Höhepunkt im Februar. Der Zeitpunkt für eine Grippeimpfung ist jetzt jedenfalls sehr gut.

 

Die Durchimpfungsraten sind immer noch zu niedrig

Glücklicherweise war die vergangene Grippe-Saison vergleichsweise mild. Dennoch hat es 140.000 bis 150.000 Erkrankungen gegeben. 2017/18 waren es über 400.000. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Todesfällen. Letzte Saison 2017/18 gab es 600 Influenza-bedingte Todesfälle. 2017/18 waren es hingegen 2.800.

„In den meisten Saisonen gibt es über 1.000 Influenza-bedingte Todesfälle“, erklärt Univ. Prof.in Dr.in Ursula Kunze vom Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien. „Hauptgrund ist die im internationalen Vergleich extrem niedrige Durchimpfungsrate. Erfreulicherweise ist sie zwar letztes Jahr aufgrund intensiver Aufklärungsmaßnahmen leicht gestiegen. Dennoch ist sie Lichtjahre von jenen Werten entfernt, die notwendig wären, um Epidemien zu verhindern“, so die Expertin.

Die Experten der WHO und der EU empfehlen eine Durchimpfungsrate von 75 Prozent bei Risikogruppen. Dazu gehören die Senioren, die Schwangeren, Kindern sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen. „Das Gesundheitspersonal sollte überhaupt vollständig durchgeimpft sein“, betont Kunze. „Nicht nur aus Selbstschutz, sondern auch, um die eigenen Patienten vor Ansteckung zu schützen. Das gilt übrigens auch ganz besonders für Personen, die chronisch kranke Menschen, Schwangere oder Neugeborene im engeren Umfeld haben. Die Impfung ist generell für alle Menschen sinnvoll, die sich oder Andere schützen wollen. “

 

Blick auf die südliche Hemisphäre kaum aufschlussreich

Jeden Herbst richten sich die Blicke der Experten in Europa und den USA auf die südliche Hemisphäre. Damit will man aus deren Saisonverlauf Hinweise für die nördliche Hemisphäre generieren. Dort zeigte sich in diesem Jahr ein recht früher Beginn der Influenza-Saison. Allerdings nach einem schnellen Peak ein eher milder Verlauf. Dominant waren dort die Influenza-A-Viren. Und zwar vor allem des Typs A(H3N2).

„Wirklich ableiten kann man daraus aber nichts“, warnt Expertin Kunze. „Es wäre unseriös anzunehmen, dass wir nun auch mit einer milden Influenza-Saison rechnen können. Wir wissen es einfach nicht und sollten uns lieber auf alle Eventualitäten vorbereiten.“

Wichtig sei auch, sich rechtzeitig – also im Oktober oder November – impfen zu lassen, da es bis zu zwei Wochen dauert, bis ausreichend Schutz aufgebaut ist und vereinzelte Influenza-Fälle oft schon vor Weihnachten auftreten.

 

Die Zusammensetzung des Impfstoffs folgt bei allen Herstellern immer der Empfehlung der WHO

Wie jedes Jahr hat auch heuer die WHO die Zusammensetzung des Impfstoffes vorgegeben. Die 4-fach-Impfstoffe für die Influenza Impfung 2019 enthalten somit zwei A- und zwei B-Stämme jener Influenza-Viren, die laut WHO am wahrscheinlichsten auftreten werden.

Um eine genauere Vorhersage machen zu können, hat die WHO die Beobachtungsperiode dieses Jahr um einen Monat verlängert. Dadurch kam die Empfehlung für die wirksame Zusammensetzung etwas später. Das verkürzte aber den Produktionszeitraum. Insgesamt sind die Impfstoffe daher heuer etwas später verfügbar als in früheren Saisonen.

 

Die Preise der Influenza Impfung 2019 in Österreich

Die Listenpreise der Impfstoffe für die Influenza Impfung 2019 betragen in der Apotheke zwischen 21,60 und 24,80 Euro. Für BVA-Versicherte gibt es einen Kostenzuschuss von 17 Euro, der in der Apotheke vom Kaufpreis abgezogen wird. Für VAEB-Versicherte sind es 10 Euro. Des Weiteren gibt es verschiedene Impfaktionen mit unterschiedlichen Modellen und Preisen.

Viele Gesundheitsämter, Bezirkshauptmannschaften oder Gemeinden bieten regionale Impfangebote an. Häufig gibt es auch regionale Zuschüsse und anderen Vergünstigungen für Impfwillige. Dennoch nutzen die Menschen das vielfältige Angebot zu wenig.


Quellen:

https://www.who.int/influenza/surveillance_monitoring/updates/en/

Österreichischer Verband der Impfstoffhersteller

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