Influenza bei Kindern erkennen

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Influenza bei Kindern tritt zu Zeiten einer Influenza-Epidemie häufig auf. Wobei Kinder ­eine zentrale Rolle bi der Ausbreitung der Grippe in der Bevölkerung spielen.

Influenza bei Kindern verursacht nach der üblichen Inkubationszeit von ein bis zwei Tagen ein ähnliches Krankheitsbild wie bei Erwachsenen mit den folgenden Symptomen:

  • hohes Fieber (drei bis acht Tage), Schüttelfrost
  • Augen-, Hals-, Kopf-, Gliederschmerzen
  • Schnupfen und Husten ­(trocken, unproduktiv, schmerzhaft), ev. Nasenbluten
  • allgemeine Schwäche (oft über Wochen)
  • Appetitlosigkeit

Schließlich kommen als alterstypischen Symptome zur Influenza bei Kindern hinzu:

  • Schreien als Schmerzäußerung, weil sehr junge Kinder diese nicht anders angeben können.
  • Übelkeit und Erbrechen,
  • Otitis media,
  • Fieberkrämpfe, Fieberdelirien,
  • Laryngitis subglottica beziehungsweise Pseudokrupp.

 

Influenza bei Kindern spielen eine zentrale Rolle für die Ausbreitung der Erkrankung

Die Untersuchung der alters­spezifischen Infektionsrate bei Influenza zeigt, dass zu Zeiten einer Influenza-Epidemie im Durchschnitt jeweils 5 bis 10% der Erwachsenen, hingegen werden aber 20 bis 30% der Kinder infiziert. Daraus ergibt sich, dass Influenza bei Kindern wegen des hohen Erkrankungsrisikos eine zentrale Rolle für die Ausbreitung der Influenza in der Bevölkerung spielt.

Im Vergleich zu den besonders gefährdeten Senioren haben die an Influenza erkrankten Kinder zwar auch das Risiko der primären und sekundären Pneumonie. Schließlich haben sie aber glücklicherweise nur eine geringe Sterblichkeit.

Die Inzidenz der akuten Mittelohrentzündung bei Influenza ist stark altersabhängig. So lag die Anzahl der gleichzeitig auftretenden Erkrankungen in einer finnischen Untersuchung bei Kindern in den ersten drei Lebensjahren bei 36%, zwischen drei und sechs Jahren mit 17% sowie danach mit 3% gefunden.

 

Influenza bei Kindern und Fieberkrämpfe

Influenza bei Kindern verursacht wegen der Häufigkeit einer komplizierenden Mittelohrentzündung viele Arztkonsultationen und Verschreibungen von Antibiotika, wodurch eine eventuelle Resistenzentwicklung begünstigt wird.

Bei schwer erkrankten Kindern mit Influenza, die deswegen hospitalisiert worden sind, war in einer Studie bei 19% ein Fieberkrampf aufgetreten. Wenngleich solche Fieberkrämpfe zwar keine Spätfolgen hinter­lassen, so stellen sie dennoch eine extreme Belastungssituation für die Angehörigen dar. Insgesamt wird die Bedeutung der Influenza für Kinder grob unterschätzt.

Quellen:

Influenza bei Kindern – Maßnahmen und Influenza-­Impfung. MEDMIX 08/2007.

2018 Oct;142(4). pii: e20182367. doi: 10.1542/peds.2018-2367. Epub 2018 Sep 3.

Recommendations for Prevention and Control of Influenza in Children, 2018-2019.

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About Author

Dr. Darko Stamenov

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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