Ibuprofen – bewährtes Schmerzmittel gegen Schmerzen und Fieber

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Im Grunde genommen ist das bekannte Ibuprofen ein wirksames Schmerzmittel, dass vor allem akute Schmerzen rasch und effektiv bekämpft und gut verträglich ist.

Bekanntlich ist Ibuprofen ein sogenanntes nicht-steroidales Antirheumatikum (NSAR). Wobei NSAR zu den am öftesten verordneten Medikamenten zählen. Die dazugehörigen Substanzen hemmen Entzündungen, lindern die Schmerzen. Außerdem senken sie das Fieber und hemmen die Blutgerinnung.

 

Bei Schmerzen und Fieber

Das bekannte Schmerzmittel Ibuprofen zeigt einerseits schmerzstillende und entzündungshemmende sowie auch fiebersenkende Wirkungen. Das Schmerzmittel gilt als optimaler Allrounder und wird gerne auch als idealer Bestandteil der Reiseapotheke empfohlen. Die Wirkung tritt rasch ein und hält lange an. Wobei Kopfschmerzen und Migräne, Zahnschmerzen, Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen sowie Menstruationsbeschwerden klassische Anwendungsgebiete sind. Außerdem ist die Substanz auch bei Schmerzen mit Fieber bei Erkältungskrankheiten beliebt.

 

Wie und wie lange Ibuprofen wirkt

Alle NSAR hemmen die sogenannte Cyclo­oxygenaseaktivität sowie die Synthese von Prostaglandinen. Weiters kommt es auch zu einer Hemmung der Plättchenaggregation, was die Blutungszeit verlängert. Dadurch können alle klassischen NSAR aber auch die Schleibhaut des oberen Magen-Darm-Trakts schädigen. Wobei diese Nebenwirkung bei Ibuprofen am geringsten ausgeprägt ist.

Unter dem Strich hat das Ibuprofen ein kurze Halbwertszeit von 15 Minuten bis 4,5 Stunden. Da eine ­lange Halbwertszeit der NSAR-Schmerzmittel mit einem schlechteren Nebenwirkungsprofil einhergeht, ist Ibuprofen hinsichtlich der Nebenwirkungen relativ günstig. Wichtigste Nebenwirkungen in diesem Zusammenhang sind eben gastro­intestinale Blutungen. Weiters sollten Patienten mit Blutungsneigung sowie bestehenden Geschwüren in Magen- oder Zwölffingerdarm das Schmerzmittel nicht anwenden. Außerdem sollten werdende Mütter im letzten Drittel der Schwangerschaft Ibuprofen nicht einsetzen.

Beachten sind mögliche Wechselwirkungen mit Substanzen wie Herzglykosiden, Blutgerinnungshemmer, Glukokortikoiden, anderen NSAR, Blutdrucksenker wie ACE-Hemmern und Diuretika sowie Alkohol.

Jedenfalls gelten als Anzeichen einer Überdosierung Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, sogar Bewusstlosigkeit. Außerdem können Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall, Atemdepression sowie ein Blauwerden der Haut auftreten. Bei solchen Symptomen müssen Betroffene sofort einen Arzt kontaktieren.

 

Anwendung und Dosierung

Die Anwendungsgebiete für Ibuprofen sind wie eingangs erwähnt vor allem akute Schmerzen. Dazu gehören beispielsweise ziehende, stechende und reißende Gelenk-, Muskel- und Rückenschmerzen. Weiter hilft der Wirkstoff bei Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen sowie Schmerzen bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.

Allerdings sollten Rheuma-Patienten unbedingt mit dem Arzt das Schmerzmittel besprechen und keine Selbstbehandlung durchführen.

Schließlich sollten Kinder unter 14 Jahren das Ibu­profen in der beliebten Stärke von 400 mg nur nach Verordnung eines Arztes einnehmen.

Als wirksame Einzeldosis von Ibu­profen gelten 400 Milligramm, wobei man pro Tag die Gesamtdosis von 1.200 mg Ibuprofen nicht überschreiten sollte. Hierzu haben verschiedene Studien eine schmerzlindernde und entzündungshemmende sowie fiebersenkende Wirkung ausreichend belegt.

Literatur:

Rainsford KD. Ibuprofen: pharmacology, efficacy and safety. Inflammopharmacology. 2009 Dec;17(6):275-342. doi: 10.1007/s10787-009-0016-x. Epub 2009 Nov 21.

de Martino et al. Working Towards an Appropriate Use of Ibuprofen in Children: An Evidence-Based Appraisal. Drugs. 2017 Aug;77(12):1295-1311. doi: 10.1007/s40265-017-0751-z.

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Axel Rhindt

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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