Hustenzucker als bewährtes altes Hausmittel gegen Husten aus den Alpen

Verschiedene Heilpflanzen lassen sich sehr gut mit Zucker vermischen und einsetzen. Als Hausmittel gegen Husten ist der Hustenzucker seit vielen Jahre im Einsatz. © Malivan Iuliia / shutterstock.com

Selbst gemachter Hustenzucker ist ein bewährtes altes Hausmittel gegen Husten aus der Alpenregion – mit vielen Heilkräutern und völlig naturbelassen.

Verschiedene, auch schon sehr alte Hausmittel gegen Husten wie Hustensäfte, Honig und Hustenzuckerl helfen uns gegen die Beschwerden. Wobei Husten keine Krankheit sondern ein wichtiges Symptom ist. Es hilft uns ja auch dabei, rasch wieder vollständig gesund zu werden. Denn mit dem Husten befördern wir auch verschiedene Krankheitserreger raus aus dem Körper. Viele Hausmittel gegen Husten haben als gemeinsamen Bestandteil Zuckersirup. Damit sollen sie die im Rachen befindlichen, gereizten Hustenrezeptoren beruhigen. Die geben dem Körper das Signal zum Auslösen eines Hustenstoßes. Solange der Zucker im Rachen verbleibt – etwa 20 bis 30 Minuten –, bleibt er auch wirksam. Der Hustenzucker ist ebenfalls ein altbekanntes und bewährtes Hausmittel gegen Husten aus der Alpenregion.

 

Als selbst gemachtes Hausmittel gegen Husten ist der Hustenzucker nicht nur als Süßungsmittel beliebt

Der selbst hergestellte Hustenzucker ist ein seit nahezu 2 Jahrhunderten ein leider etwas weniger bekanntes Hausmittel gegen Husten. Er kann verschiedene Heilkräuter enthalten. Beispielsweise enthält der selbst gemachte Hustenzucker keine Farb- und Konservierungsstoffe. Und zwar erglichen mit den fertigen Hustenbonbons oder Hustenzuckerln, die man kaufen kann.


Ein altes Basisrezept für 1 Kilogramm Hustenzucker beinhaltet:


Zuerst zerkleinert man Malvenblüten, Thymiankraut, Salbeiblätter, Eibischwurzel, Anissamen, Engelwurz, Fenchelsamen und das Ysopkraut. Dann vermischt man alle Kräuter und macht gemeinsam mit dem Zucker eine feine Mischung. Der fertige Hustenzucker sollte in einem geschlossenen Gefäß aufbewahrt werden.

Man kann dieses leckere Hausmittel gegen Husten dann mit einem Teelöffel ohne Flüssigkeit verzehren. Zudem kann man den Hustenzucker aber auch auch als Süßungsmittel für Früchtetee oder auch bei passenden Kräutertee verwenden. Außerdem bereichert er sehr gut einer schöne heiße Zitronenlimonade.

 

Tut dem Hals gut

Der Hustenzucker beinhaltet Malvenblüten und Eibischwurzel. Diese beiden Heilpflanzen haben einen Pflanzenschleim, der filmartig den entzündeten Hals bedeckt. Das kann dann den Hustenreiz stillen.

Die Anis- und die Fenchelsamen sollen gemeinsam mit der Engelwurz das Abhusten des Schleims erleichtern. Der Thymian gehört zu den am häufigsten verwendeten pflanzlichen Expektorantien (Hustenlöser). Und deswegen ist er Bestandteil vieler pflanzlicher Wirkstoffkombinationen gegen Husten und Bronchitis.

Seit Jahrtausenden setzen die Menschen den Salbei bei Erkrankungen der Atemwege ein. Denn er wirkt gegen alle möglichen Krankheitserreger wie Bakterien und Viren. Salbei ist bekannt dafür, dass er Hustenattacken abschwächen kann.

Zudem soll auch das Ysopkraut dabei helfen, dass sich die Viren nicht vermehren.

Schließlich schafft der enthaltene Zucker ein für die Krankheitserreger ungünstiges Milieu. Und sein süßer, genussvoller Geschmack steigert weiter die Sekretproduktion in den Bronchien.


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