Hühnersuppe & Co gegen Erkältung

0

Der Klassiker Hühnersuppe gilt seit langem als heilsamer Klassiker bei Erkältung und Infektionen der oberen Atemwege. Scharf gewürzt und mit Gemüse veredelt wirkt sie um so besser.

Nicht nur in unseren Breiten gehört die Erkältung zu den häufigsten Krankheiten. Betroffene Patienten leiden rund um den Erdball an Symptomen wie Husten, Schnupfen, Rachenbeschwerden und Heiserkeit. Deswegen haben die Menschen auch trotz der großen Ähnlichkeit der Symptome diverse Strategien entwickelt, um grippale Infekt zu behandeln. Dabei wenden sie die unterschiedlichsten Hausmittel, volksmedizinische Pflanzen und Medikamente sowie auch Sitten und Gebräuche an. Vor allem eine selbst zubereitete Hühnersuppe gilt seit langem als Heilmittel bei symptomatischen Infektionen der oberen Atemwege.

 

Klassiker Selbstgekochte Hühnersuppe

Die heilsame Wirkung einer selbstgekochten Hühnersuppe ist rund um den Globus legendär. Denn in sehr vielen Ländern der Erde sind die Menschen davon überzeugt, dass die Hühnersuppe einer der effektivsten Möglichkeiten darstellt, einem grippalen Infekt den Garaus zu machen.

Außerdem fanden US-Wissenschaftler heraus, dass in einer Hühnersuppe beträchtliche Mengen des Eiweißbausteins Cystein vorhanden sind. Diese bringen beispielsweise entzündete Schleimhäute zum Abschwellen bringt. Im Jahr 2000 berichtete Forscher in Fachmagazin Chest, dass eine traditionelle Hühnersuppe Neutrophilenwanderung signifikant hemmte.

Allgemein betonten die Wissenschaftler, dass Hühnersuppe eine Reihe von Substanzen mit vorteilhafter medizinischer Wirkung enthalten kann. So könnte die entzündungshemmende Wirkung dafür verantwortlich sein, dass die Suppe die Symptome von Infektionen der oberen Atemwege abschwächen könnte.

 

Andere heiße Suppen und ein kolumbianische Orangentrunk

In Asien, vor allem Thailand, bereiten die Menschen bei Schnupfen zum Beispiel eine Suppe aus Chili, Ingwer, Knoblauch, Koriander und Zitronengras zu. Hingegen bevorzugt man in Indien gerne eine heiße Suppe aus Tamarinde beziehungsweise Früchten des Tamarindenbaums, gekocht mit etwas Ghee und schwarzem Pfeffer. Schließlich setzen die Kolumbianer auf einen Orangentrunk mit Butter, Honig und Eukalyptusblättern, um die Nase freizubekommen.

 

Scharfe Gewürze und Zwiebeln

So mancher Fachmann kritisiert, dass viele Menschen in unseren Breiten beim Kochen zu wenige Gewürze einsetzen. In Indien schwört man beispielsweise gegen grippale Infekte zudem auf den Rauch von verbranntem Kurkuma. Hingegen setzen Südamerikaner, allen voran die Mexikaner, auf die positiven Effekte von Chili-Pulver. Die Menschen in Japan wollen mit gegrillten Frühlingszwiebeln gegen eine verstopfte Nase ankämpfen.

Allgemein soll wie erwähnt intensives Würzen mit Senf, Meerrettich, Rettich, Zwiebeln sowie Knoblauch bei Erkältung die Beschwerden lindern. Verantwortlich dafür sind Inhaltsstoffe wie Senföle, Schwefelstoffe und ätherische Öle. In der asiatischen und afrikanischen Medizin findet die Ingwerwurzel vielfältige Verwendung. Auch bei uns erfreut sich die Wurzel immer größerer Beliebtheit. Ein frischer Ingweraufguss hat sich beispielsweise gegen Erkältungssymptome bewährt.

Schließlich spricht gar nichts dagegen, den erwähnten Klassiker Hühnersuppe mit verschiedenen Gewürzen sowie Gemüsesorten reichlich zu veredeln.

Literatur:

Rennard BO, Ertl RF, Gossman GL, Robbins RA, Rennard SI. Chicken soup inhibits neutrophil chemotaxis in vitro. Chest. 2000 Oct;118(4):1150-7.

Share.

About Author

Ann-Marie Nüsslein

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

Comments are closed.