Dermatologische und Hautpflege-Anwendungen mit Honig

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Honig eignet sich besonders als Wundauflage für Wunden sowie Verbrennungen. Er zeigte aber auch bei anderen Hautbeschwerden sowie in der Hautpflege sehr gute Wirkungen.

Unter dem Strich besteht Bienenhonig besteht hauptsächlich aus Fruktose und Glukose. Weiters beinhaltet er Proteine ​​und Aminosäuren, Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe sowie andere Nebenbestandteile. Historische Aufzeichnungen über dessen Verwendung reichen bis in die frühesten menschlichen Zivilisationen zurück. Dies zeigt, dass Honig häufig als Bindemittel oder Träger verwendet wurde, aber auch wegen seiner therapeutischen Effekte.

Die antimikrobielle Eigenschaften entstehen aufgrund der enzymatischen Wasserstoffperoxid-(H2O2)-Freisetzung. Das Vorhandenseins aktiver Komponenten, wie Methylglyoxal in Manuka, sind in dermatologischen Anwendungen von entscheidender Bedeutung. Weiters ist auch medizinischer Honig verfügbar.

 

Honig als Wundauflage für Wunden

Unter dem Strich eignet sich Honig besonders als Wundauflage für Wunden sowie Verbrennungen. Dabei kann man ihn aber auch bei Behandlungen gegen Pityriasis, Tinea, Seborrhoe, Schuppen, Windeldermatitis, Psoriasis, Hämorrhoiden sowie Analfissuren effektiv einsetzen.

Auf jeden Fall spielt Honig seit Jahrhunderten bei der Wundheilung eine wichtige Rolle. Gerade in letzter Zeit ist dieses spezielle Thema in das Interesse der Forschung gerückt. Grund dafür könnte möglicherweise die häufiger werdende Antibiotikaresistenz gegenüber mikrobiellen Krankheitserregern sein.

Jedenfalls haben die heutigen technischen Errungenschaften eine Vielzahl an Informationen über die Wirkmechanismen von Honig bei der Wundheilung angesammelt. Außerdem vergleichen zahlreiche klinische Studien Dermatologische und Hautpflege-Anwendungen mit Honig mit den traditionellen Wundtherapien.

 

Kosmetische Darreichungsformen

In kosmetischen Formulierungen wirkt Honig als Weichmacher, unterstützt die Feuchtigkeit, beruhigt die Haut und unterstützt auch die Haarpflege. Außerdem hält Honig die Haut jugendlich und verlangsamt die Faltenbildung. Schließlich reguliert er auch den pH-Wert und beugt Infektionen durch Erreger vor.

Im Grunde genommen gibt es zahlreiche unterschiedlichste Honig-basierte kosmetische Produkte. Dazu zahlen beispielweise Lippensalben, Reinigungsmilch, Feuchtigkeitscremes, After-Sun-Produkte, Tonic-Lotionen, Shampoos sowie Conditioner.

Die verwendeten Mengen liegen zwischen 1 und 10%. Durch die Kombination mit Ölen, Gel sowie Emulgatoren oder Polymeren kann man aber Konzentrationen von bis zu 70% erreichen. Zum Einsatz kommt auch getrockneter und chemisch modifizierter Honig.

Die Wirkungsmechanismen auf die Hautzellen umfassen antioxidative Effekte, die Induktion von Cytokinen und die Expression von Matrix-Metalloproteinase sowie den Übergang von Epithel zu Mesenchym in der verletzten Epidermis. Die Dermatologen erwarten, dass weitere Erkenntnisse zu den pharmakolgischen Wirkungen von Honig sowie zukünftige Anwendungen neue therapeutische Ansätze bringen werden.

Literatur:

Burlando B, Cornara L. Honey in dermatology and skin care: a review. J Cosmet Dermatol. 2013 Dec;12(4):306-13. doi: 10.1111/jocd.12058.

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