Vielversprechende Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie

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Wirksamkeit der Homöopathie bei Fibromyalgie, Mittelohrentzündung, postoperativem Darmverschluss, Atemwegsinfektionen und Nebenwirkungen von Krebstherapien.

Ein älterer, erst jetzt veröffentlichter Forschungsbericht zur Homöopathie zeigt eine vielversprechende Evidenz für die Wirksamkeit der Homöopathie. Und zwar bei zumindest fünf medizinischen Indikationen. Erst auf internationalen öffentlichen Druck hin hat Australiens führendes Wissenschaftsinstitut, das National Health and Medical Research Council (NHMRC), die Erstversion eines Forschungsberichts zur Homöopathie aus dem Jahr 2012 veröffentlicht. Darin schneidet die Homöopathie in punkto Wirksamkeit deutlich besser ab als in der offiziell publizierten Folgeversion aus dem Jahr 2015. Letztere hat dann den Ruf der Homöopathie weltweit beträchtlich ramponiert.

 

Späte Richtigstellung nach öffentlichem Druck

Ein internationales Konsortium von Wissenschaftlern, Patientenverbänden, Ärzte-, Tierärzte- und Pharmazeutenvereinigungen forderte das NHMRC auf, die Erstversion des Homöopathie-Berichts herauszugeben. Die Gesundheitsbehörde weigerte sich zunächst. Und dies, obwohl die aus Steuermitteln finanzierte Forschungsarbeit der Öffentlichkeit nach australischem Recht zugänglich gemacht werden muss. Daraufhin wurde ein Verfahren der Commonwealth-Ombudsstelle eingeleitet. Der Vorwurf lautet auf Verzerrung, Falschberichterstattung, Interessenskonflikte und Verfahrensverletzungen. (Das Urteil wird in Kürze erwartet.)



Erst vor kurzem veröffentlichte das NHMRC dann die Version 1 des Homöopathie-Berichts aus dem Jahr 2012. Mit dem Eingeständnis von NHMRC-Geschäftsführerin Prof. Anne Kelso hinsichtlich des Homöopathie-Berichts aus dem Jahr 2015: „Entgegen einigen Behauptungen kam die Überprüfung aus 2015 nicht zu dem Schluss, dass die Homöopathie unwirksam ist.“ (Zitat A. Kelso vom 26. August 2019.)

 

Der NHMRC-Bericht 2012 bestätigt vielversprechende Studienergebnisse zur Wirksamkeit der Homöopathie bei fünf Krankheitsbildern

Prof. Karen Grimmer von der University of South Australia (UniSA) hat ihre erste Arbeit im Jahr 2012 für den NHMRC erstellt. Die Expertin beschrieb darin vielversprechende Belege für die Wirksamkeit der Homöopathie. Und zwar bei Fibromyalgie, Mittelohrentzündung, postoperativem Darmverschluss, Atemwegsinfektionen sowie gegen die Nebenwirkungen von Krebstherapien.

Allerdings veröffentlichte das NHMRC den Entwurf des ersten Berichts mit sehr kritischen Anmerkungen. Die stellten wiederholt die Gültigkeit und Richtigkeit der Arbeit von Prof. Grimmer in Frage. Die Autorin bekam aber kein Recht auf einen Diskurs. Wobei Prof. Grimmer sehr wohl die von NHMRC empfohlene Methode zur Überprüfung der Evidenz verwendete.

 

Der zweite NHMRC-Bericht aus dem Jahr 2015 hatte veränderte Kriterien

In der Folge beauftragte das NHMRC andere Wissenschaftler damit, dieselbe Überprüfung erneut durchzuführen. Allerdings hat dieser dann neue Kriterien verwendet. Beispielsweise erklärte man 171 von insgesamt 176 Studien – entgegen der ursprünglichen Qualitätskriterien – für unzuverlässig. Alle Studien, die weniger als 150 Teilnehmer oder einen Qualitätsscore von weniger als 5/5 hatten, galten nun als unzureichend.

In den fünf verbliebenen Arbeiten zu fünf Krankheitsbildern ergab sich dann keine zuverlässige Evidenz für die Wirksamkeit der Homöopathie. Sie schnitt dann nicht besser ab als Placebo. Daraus schlossen die NHMRC-Experten, dass keine qualitativ hochwertigen Studien mit ausreichend vielen Patienten die Wirksamkeit der Homöopathie bestätigen. Und zwar in keinem Anwendungsgebiet. Die Veröffentlichung der Ergebnisse im Jahr 2015 schlug dann weltweit hohe Wellen zuungunsten des ganzen Homöopathie-Bereichs.

 

Statements von Experten

Rachel Roberts vom Homeopathy Research Institute (HRI) schlussfolgert: „Der erste Bericht fand einige gute Beweise dafür, dass die Homöopathie bei bestimmten Krankheiten funktioniert. Es sind weitere Studien erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen und darauf aufzubauen. Aber ‚einige Beweise‘ sind etwas völlig anderes als ‚keine Beweise‘.“

Dazu erklärt Dr. Volker Neubauer, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für homöopathische Medizin: (ÖGHM): „Die Vorgehensweise der Nationalen Gesundheitsbehörde (NHMRC) der Causa „Australischer Report“ zeigt einmal wieder mit welch unlauteren Methoden versucht wird, die Wirksamkeit der Homöopathie in Abrede zu stellen.“

Dr. Bernhard Zauner, Vizepräsident ÄKH (Ärztliche Gesellschaft für Klassische Homöopathie) und National Vice President Liga Medicorum Homoeopathica Internationalis (LMHI) betont: „PatientInnen wünschen sich die Homöopathie. Mit falschen Daten wurden sie verunsichert. Die Wahrheit kommt schlussendlich doch ans Tageslicht!“

Und Dr. Petra Weiermayer, Präsidentin der ÖGVH (Österreichische Gesellschaft für Veterinärmedizinische Homöopathie) mahnt: „Angesichts der globalen Bedrohung durch die Antibiotikaresistenzproblematik besonders erwähnenswert ist, dass u.a. auch für Erkrankungen wie Infektionen des oberen Atmungstrakts sowie Otitis media vielversprechende Evidenz für die Wirksamkeit der Homöopathie vorliegt. Die Homöopathie kann beitragen, den Einsatz von Antibiotika zu reduzieren – es liegt in unserer Verantwortung gegenüber unseren Patienten alle effektiven Therapieoptionen zu beforschen und zu nützen!“



Quelle: Homeopathy Research Institute

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