Homöopathie bei Essstörungen bietet den Betroffenen Unterstützung

Homöopathie bei Essstörungen bietet wertvolle Hilfe (Frau vor Spiegel). © RioPatuca Images / Fotolia.com

Homöopathie bei Essstörungen bietet wertvolle Hilfe (Frau vor Spiegel). © RioPatuca Images / Fotolia.com

Die Homöopathie motiviert bei Essstörungen Betroffene zu anderen Hilfeleistungen wie die Gesprächstherapie oder die Ernährungscoaching.

Zahlreiche Frauen folgen der irrigen Annahme, schlank zu sein ist gleichbedeutend mit Attraktivität und Erfolg! Sie quälen sich daher durch eine Diät nach der anderen. Je manischer sie danach streben, desto häufiger kommt es zu Essstörungen wie Heißhungerattacken, Bulimie und Magersucht. Die Homöopathie kann jedenfalls bei Essstörungen Unterstützung bringen.

 

Homöopathie bei Essstörungen hilft

Besonders gefährdet für Essstörungen sind Jugendliche während der Pubertät. Ursachen dafür sind die familiäre Schwierigkeiten, fehlende Wärme und mangelnde Anerkennung innerhalb der Familie oder des Freundeskreises. Weiter schlagen körperlicher und sexueller Missbrauch, niedriger Selbstwert sowie eine perfektionistische Haltung im Leben zu Bucher. Schließlich gehören auch Störungen im Serotoninhaushalt zu den verursachenden Problemen. Demgemäß treten vor allem dann Essstörungen auf, wenn mehrere Risikofaktoren zusammentreffen.

Im Grunde genommen gehören Magersucht und Bulimie zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Wobei infolgedessen schwerwiegende Entwicklungsstörungen entstehen können. Allerdings sind auch Erwachsene – Frauen und Männer – von Essstörungen betroffen. Und zwar manchmal ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein. Die Symptome werden verdrängt oder vielfach nicht als solche erkannt:

 

Alarmsignale von Essstörungen wie Binge-Eating

Wenn das Thema Essen mit selbst auferlegten Regeln (Kalorienzahl, häufiges Abwiegen, Obst-, Reistage, etc.) den Alltag beherrscht und verschiedene Nahrungsmittel Überreaktionen auslösen (z.B. Fett sezieren), liegt eventuell eine allgemeine (subklinische) Essstörung vor.

Wer bei emotionaler Anspannung wie etwa Stress, Angst, Trauer oder Einsamkeit häufig versucht, sich mit ungesunden Nahrungsmittel zu trösten und alles in sich hineinstopft, Bewegung meidet und Gleichgültigkeit seinem eigenen Körper gegenüber empfindet, kämpft möglicherweise mit Adipositas.

Wenn jemand in der Öffentlichkeit sehr bedacht und maßvoll mit Nahrung umgeht, häufig Diäten macht, jedoch im Verborgenen starke Heißhungeranfälle bekommt ohne zu erbrechen, könnte am Binge-Eating-Disorder leiden.

Weithin bekannter als das Binge-Eating-Disorder-Syndrom ist die Ess-Brech-Sucht (Bulimia nervosa): Heißhungerattacken mit anschließend selbst herbeigeführtem Erbrechen, Missbrauch von Appetitzüglern und Abführmitteln sowie extreme körperliche Betätigung gehören zu den Warnsignalen.

Ein BMI (Body-Mass-Index) unter 17, rapider Gewichtsverlust gepaart mit verzerrter Körperwahrnehmung und übermäßigem Perfektionismus lässt auf eine Magersucht (Anorexia nervosa) schließen. Fast 30 Prozent der Erkrankten hungern sich buchstäblich zu Tode.

 

Homöopathie bei Essstörungen motiviert die Patienten

Eine Arznei, die besonders bei Ess-Brech-Sucht angezeigt sein kann, ist Acidum arsenicosum (Weißes Arsenik). Leicht reiz- und irritierbare Personen benötigen eventuell Pulsatilla pratensis (Wiesenküchenschelle). Hingegen ist Sepia officinalis (Tintenfisch) eine Arznei für sehr eigenständige Personen, die genau wissen, was sie wollen. Um sich besser zu fühlen, greifen sie zum Essen, vorzugsweise zu Schokolade. Acidum phosphoricum (Phosphorsäure) ist vor allem geeignet für junge Mädchen in der Pubertät mit auffallender Schwäche und Müdigkeit.

Alle erwähnten Arzneien zeigen im homöopathischen Sinn auch die für Essstörungen typischen Symptome wie Heißhungerattacken oder Erbrechen. Sie können jedoch – um mit gutem Erfolg verabreicht zu werden – nur nach einer sehr ausführlichen Anamnese ausgewählt werden.


Literatur:

Catalá-López F, Hutton B, Núñez-Beltrán A, Page MJ, Ridao M, Macías Saint-Gerons D, Catalá MA, Tabarés-Seisdedos R, Moher D. The pharmacological and non-pharmacological treatment of attention deficit hyperactivity disorder in children and adolescents: A systematic review with network meta-analyses of randomised trials. PLoS One. 2017 Jul 12;12(7):e0180355. doi: 10.1371/journal.pone.0180355. PMID: 28700715; PMCID: PMC5507500.

van Heerden HJ, Razlog R, Pellow J. Pilot Study on the Homeopathic Treatment of Binge Eating in Males. Altern Ther Health Med. 2016 Apr;22 Suppl 1:8-13. PMID: 27089525.


Quelle: Medmix 6/2008. WienerJahresbericht für Frauengesundheit

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