Heller Hautkrebs als Berufskrankheit anerkannt

Heller oder weißer Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Haut in Deutschland und Österreich. © cc by 2.0 wikimedia

Heller oder weißer Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Haut in Deutschland und Österreich. © cc by 2.0 wikimedia

Heller Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung. Bei bestimmten Berufsgruppen wird die Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt.

Heller Hautkrebs ist als Berufskrankheit anerkannt.Besonders gefährdet, hellen Hautkrebs zu entwickeln, sind jene Menschen, die regelmäßig im Freien arbeiten – wie Landwirte, Gärtner und Bauarbeiter. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass sich das Hautkrebsrisiko für diejenigen verdoppelt, die berufsbedingt um bis zu 40 Prozent stärker der Sonne ausgesetzt sind als die übrige Bevölkerung.

Von 100.000 Einwohnern erkranken jährlich 20 bis 30 an einem Plattenepithelkarzinom der Haut, zehn Mal mehr erkranken an den Vorstufen, den aktinischen Keratosen. Modernen Behandlungsmöglichkeiten erlauben in den allermeisten Fällen eine Heilung.

 

Heller Hautkrebs kann wiederkommen

Bereits tief eingewachsener heller Hautkrebs – auch als weißer Hautkrebs bezeichnet – (beispielsweise an Auge, Nase oder Ohr) kann eine mögliche Operation oft unmöglich machen, da sonst das betroffene Organ geschädigt wird. Andere Gründe (wie die Allgemeinkonstitution) können vor allem auch bei älteren Patienten dafür sprechen, den chirurgischen Eingriff zu vermeiden. Hier ist dann eine Strahlentherapie Mittel der Wahl.

Nach der Entfernung sollten Patienten weitere drei Jahre lang einmal jährlich kontrolliert werden. Bei fast jedem dritten Patienten bildet sich an der betroffenen Stelle erneut heller Hautkrebs, meist eben innerhalb der ersten 36 Monaten. Bei nahezu 30 Prozent der Patienten bildet sich heller Hautkrebs an einer anderen Stelle.

Ärztliche Ganzkörperuntersuchung empfohlen

Bei der Ganzkörperuntersuchung wird die gesamte Haut und sichtbare Schleimhäute durch den Arzt nach auffälligen Stellen abgesucht. Eine gründliche Untersuchung umfasst auch Hautfalten und die Schleimhäute der Körperöffnungen, was allerdings manche Menschen unangenehm oder peinlich ist, denn der Patient muss sich vollständig ausziehen und auch intime Stellen genau anschauen lassen.

Dazu können auch Hilfsmittel verwendet werden, ein derartiges zusätzliches Hilfsmittel ist in Dermatoskop oder Auflichtmikroskop. Das ist eine Art Lupe, dessen Vergrößerungsglas sich gewöhnlich eine ölige oder alkoholische Lösung befindet. So können auch tiefere Hautschichten durchleuchtet werden können – unterstütz von einem eingebaute Lämpchen, das für gute Lichtverhältnisse sorgt. Mit dem Dermatoskop werden verdächtige Hautveränderungen vergrößert, wodurch zwischen gut- und bösartig unterschieden werden kann.

 

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