Heilpilze: Reishi zeigt Wirkung für das Immunsystem und gegen Krebs

Reishi-Heilpilze werden in verschiedenen Darreichungsformen aber vor allem als Tonikum eingesetzt. © phototy / shutterstock.com

Heilpilze wie Reishi sind heute umfassend im Blickpunkt der Forschung, man vermutet, dass ihre Wirkung das Immunsystem fördert und gegen Krebs hilft.

Vital- und Heilpilze kommen ursprünglich vor allem aus der Traditionellen Chinesische Medizin und werden dort seit je her eingesetzt. Mittlerweile werden aber auch in unseren Breiten Vital- und Heilpilze immer populärer. Reishi, Cordyceps sinensis und Shiitake sind Untersuchungsgegenstand zahlreicher Studien, da man vielen dieser Vital- und Heilpilze neben immunstimulierenden Effekten auch Wirkungen gegen Krebs zuschreibt.

 

Reishi-Heilpilze – Glänzender Lackporling

Reishi – Ganoderma lucidum – gehört zur Familie der Lackporlingsverwandten (auch als Ganodermataceae bezeichnet) und wird in Asien seit Jahrtausenden eingesetzt, wenngleich Reishi Heilpilze auch in Europa – besser als Glänzender Lackporling bekannt – heimisch sind.

Diese auch als „Pilze der Unsterblichkeit“ titulierten Reishi-Heilpilze – die Könige der Pilze – werden in Asien vor allem zur Stärkung des Immunsystems, bei Bluthochdruck, Erschöpfung, für eine verbesserte Wundheilung und zur unterstützenden Therapie bei Krebserkrankungen angewendet.

In China werden sie allen voran für viele altersbedingte Krankheiten wie koronare Herzkrankheit, chronische Bronchitis, Hypertonie und Krebs eingesetzt.

In einer Untersuchung zu Eierstockkrebszellen zeigte sich auch, dass die Heilpilze den Behandlungsverlauf günstig beeinflussen können. Denn sie verringern den VEGF-Faktor. Dieser Faktor reguliert unter anderem die Gefäßneubildung und ist für das Wachstum eines Tumors unerlässlich.

Bei zahlreichen weiteren Indikationen wie Aids, Allergien, Asthma, Arthritis, Akne, grippalen Infekten, gastrointestinalen Beschwerden sowie Hautkrankheiten kommen Reishi-Heilpilze zur Anwendung.

Folgende Wirkungen der Heilpilze werden vermutet: analgetisch, antiallergisch, antientzündlich, antibakteriell, antioxidativ, Antikanzerogen, antiviral, antihypertonisch, antitussiv und schleimlösend, immunstärkend, leberschützend und entgiftend, leicht antiulzerös sowie zentral beruhigend.

 

Pharmakologie

Die in Reishi enthaltenen Polysaccharide zeigen antitumoröse und immunstimulierende Aktivitäten. Unter anderem wurden in den proteingebundenen Polysaccharide Glucose, Gelactose, Mannose und Spuren von Xylose und Fucose gefunden. Den Inhaltsstoffen Triterpenen werden adaptogene, antihypertonische und antiallergische Eigenschaften nachgesagt.

Die ebenfalls enthaltene einfach ungesättigte Fettsäure Oleinsäure und Cyclooctasulphur hemmen die Histaminausschüttung wirken so präventiv gegen Entzündungen und allergische Reaktionen.

Reishi-Heilpilze können aber auch selbst bei einigen Menschen allergische Reaktionen auslösen: auf den Fruchtkörper sowie auf die Sporen.


Literatur:

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