Health Trends – gesundes Leben in der Zukunft

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Die Studie Health Trends des Zukunftsinstituts zeigt, warum die Lebenserwartung der Menschen steigt – Umwelt- und Umgebungsgesundheit rücken in den Vordergrund.

Der Megatrend Gesundheit hat sich fest in der Gesellschaft etabliert. Global ist der Wunsch nach Gesundheit oft das oberste, jedenfalls ein erklärtes Ziel – politisch, ökonomisch wie privat. “Der Megatrend ist in sämtliche Lebensbereiche vorgedrungen. Er ist mittlerweile fest im Bewusstsein der Menschen und Organisationen verankert. Gesundheit ist zum Lebenssinn und Lebensziel geworden”, betont Harry Gatterer, Gesch.ftsführer des Zukunftsinstituts. Dies spiegelt sich in einer globalen Gesundheitstendenz wider: Die Lebenserwartung bei Geburt steigt in allen Ländern der Erde beständig an – die Menschen leben nicht nur länger, sondern sind den größeren und immer länger werdenden Teil ihres Lebens gesund. Global gesehen sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den letzten 15 Jahren die erwarteten gesunden Lebensjahre im Schnitt um 4,6 Jahre gestiegen. Die Zahl der nicht-gesunden Lebensjahre ist hingegen in etwa gleich geblieben.

 

Perspektivenwechsel kündigt sich an: vom individuellen zum ganzheitlichen Blick

Das Verständnis für Gesundheit, und die Definition davon, wer und was dafür verantwortlich ist, entwickeln sich weiter. “Im Zeitalter der Individualisierung und Selbstverantwortung hat man Gesundheit primär als Aufgabe jedes einzelnen Menschen gesehen. Die Tatsache, dass Gesundheit ein Produkt komplexer Wirkungsnetzwerke ist, wurde ausgeblendet. Hier kündigt sich ein Perspektivenwechsel an: Der neue Blick auf die Gesundheit des Menschen ist ganzheitlich. Das heißt, er endet nicht beim Menschen, sondern bezieht die großen Zusammenhänge mit ein”, so Gatterer. Künftig wird die Vielzahl der gesundheitswirksamen Faktoren in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Diese Faktoren liegen nicht in der Macht des Individuums, sondern werden von den Lebens- und Umgebungsbedingungen gesteuert.

 

Diskrepanz zwischen individuell gesundem Verhalten und tatsächlicher Gesundheit

Ein Beleg dafür ist, dass die Voraussetzungen für ein gesundes Leben in verschiedenen Ländern der Welt noch immer sehr unterschiedlich sind, egal ob ein Mensch einen gesunden oder ungesunden Lebensstil pflegt – sprich ein Gesundheitsperformer ist oder nicht. Dies zeigt sich beispielsweise beim Thema Zivilisationskrankheiten: Tatsächlich verhalten sich Menschen in den wirtschaftlich stärkeren Gebieten wie Amerika, Europa und Westpazifik ungesünder als Menschen in den wirtschaftlich schwächeren Ländern, wenn man Risikofaktoren wie hohen Body-Mass-Index (BMI) oder Tabakkonsum betrachtet. Die Wahrscheinlichkeit, an den entsprechenden Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes oder an chronischen Atemwegserkrankungen zu sterben, ist jedoch in den wirtschaftsschwächeren Regionen deutlich höher – obwohl sich die Menschen hier gesünder verhalten (siehe Grafik).

grafik-diskrepanz-gesundverhalten-und-lebenserwartung

“Das individuelle Gesundverhalten ist nicht der einzige Risikofaktor für diese Krankheiten. Sie sind typische Folgeerkrankungen einer unzureichenden Umwelt- und Umgebungsgesundheit. Damit lässt sich auch erklären, warum die Lebenserwartung innerhalb von Staaten variiert. Wer und was uns umgibt, hat Impact auf unsere Gesundheit”, unterstreicht Studienherausgeberin Verena Muntschik.

 

Vier Themenfelder – 20 Trendprognosen

In der neuen Studie Health Trends hat das Zukunftsinstitut den Status Quo und die wichtigsten Potenziale in vier Kapiteln und 20 Trendprognosen abgebildet. Die nachstehende Übersicht führt Sie zu den jeweiligen Prognosen.

  • Environmental Health: Wenn das Nebeneinander zum Miteinander wird!
  • Corporate Health: Work-Life-Balance war gestern!
  • Individual Health: Zeig mir deinen Sport und ich sag dir, wer Du bist!
  • Digital Health: Nächste Suchanfrage bitte!
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