Harninkontinenz – deutlich mehr Frauen leiden an Blasenschwäche

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Harninkontinenz ist kein Einzelschicksal, sondern eine Volkskrankheit. Deutlich mehr Frauen leiden an so einer Blasenschwäche mit unfreiwilligen Harnverlust.

Unter dem Strich kann man Harninkontinenz beziehungsweise Blasenschwäche als tröpfchenweisen Verlust an Lebensqualität überzeichnen. Wobei der ein derartiger unfreiwilliger Harnverlust zwischen den Toilettengängen vor allem bei Frauen weit verbreitet ist. Schließlich sollten Ärzte einer Harninkontinenz-Diagnose auf jeden Fall Priorität einräumen. Dabei sollten sie infolge auch veränderte Faktoren erkennen und behandeln. Wobei die Patienten in Beurteilung und Behandlung mitsprechen sollten, sobald der Arzt eine konservative und medikamentöse Therapie einleiten will. Außerdem sollten Spezialisten das Therapiemanagement übernehmen, wenn konservative Maßnahmen nicht mehr wirksam sind.

 

 Tabithema Harninkontinenz: viel mehr Frauen leiden an Blasenschwäche

Harninkontinenz bedeutet unfreiwilliger Verlust von Urin und ist eine weit verbreitete Erkrankung, die die Lebensqualität verringern kann. Bis zu zwanzig Prozent der Frauen und über 75 Prozent der Frauen, die in Pflegeheimen leben, leiden an Harninkontinenz. Jedoch suchen nur 25 Prozent der Patientinnen Hilfe oder erhalten eine Behandlung.

Inkontinenz ist eine Volkskrankheit, dementsprechend ist sie eine der häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Dennoch ist Harninkontinenz ein Tabuthema, das Betroffene nicht artikulieren und aus falschem Schamgefühl heimlich darunter leiden.

In Europa sind zirka 17% der Menschen davon betroffen, und bei den über 75-Jährigen steigt der Anteil sogar auf 30-40 %. Der Leidensdruck der betroffenen Menschen ist sehr groß, dennoch sprechen nur rund ein Drittel darüber. Die Tabuisierung führt zum sozialen Rückzug. So wird das Problem zum heimlichen Leiden, bei dem ein normales Leben kaum noch möglich ist. Allerdings gibt es für jede Form der Blasenschwäche adäquate Hilfe beziehungsweise Linderung der Beschwerden bis hin zur vollkommenen Heilung.

 

Konservativ behandeln

Unter dem Strich gilt das regelmäßige Beckenbodentraining gegen Harninkontinenz als eine empfohlene Behandlungsmethode. Weiters zeigen die medikamentöse Behandlung sowie pflanzliche Heilmittel wie Tees sowie entsprechende Nahrungsergänzungen und Heilpflanzen sehr gute Effekte.

Im Grunde genommen erwarten die Patienten von der Behandlung eine gute Wirksamkeit bei einfacher Anwendung mit einem eindeutigen Nachlassen der Beschwerden. Schließlich bevorzugen sie eine wirksame medikamentöse beziehungsweise phytotherapeutische Behandlung mit möglichst wenigen Nebenwirkungen.

Literatur:

Lukacz ES et al. Urinary Incontinence in Women: A Review. JAMA. 2017 24. Oktober; 318 (16): 1592-1604. Doi: 10.1001 / jama.2017.12137.

Milsom I et al. How widespread are the symptoms of an overactive bladder and how are they managed? A population-based prevalence study. BJU Int 2001;87(9)760-6

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Ann-Marie Nüsslein

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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