Hans-Reimer Rodewald erhält Immunologie-Preis

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Professor Hans-Reimer Rodewald erhält den Deutschen Immunologie‐Preis der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI).

Mit seinen herausragenden wissenschaftlichen Spitzenleistungen zählt Hans-Reimer Rodewald schon seit vielen Jahren zu den führenden Immunologen weltweit. Im Fokus seiner Forschung steht die Frage, wie sich verschiedene Immunzellen im Körper aus Stammzellen entwickeln, um ein funktionsfähiges Immunsystem zu bilden und zu erhalten. Die Herkunft der vielen unterschiedlichen Immun-Zelltypen bestimmt letztlich Ihre Funktion. „Es fällt schwer, aus der Fülle der kontinuierlichen Pionierarbeiten von Professor Rodewald einzelne Meilensteine hervorzuheben“, so Prof. Dr. Jürgen Wienands, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Immunologie.

v.l.: Simone Grätz (Celgene GmbH), Prof. Dr. Hans-Reimer Rodewald, Prof. Dr. Jürgen Wienands (Präsident DGfI)Quelle: Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI)

v.l.: Simone Grätz (Celgene GmbH), Prof. Dr. Hans-Reimer Rodewald, Prof. Dr. Jürgen Wienands
(Präsident DGfI)

Für besonderes Aufsehen sorgte sicherlich die Entdeckung eines Zellstadiums, aus dem sich die sogenannten Mastzellen entwickeln; eine immer noch rätselhafte Immunzelle, die maßgeblich an vielen allergischen Reaktionen beteiligt ist. Lange hatte die Wissenschaft eine solche Vorläufer-Mastzelle vergeblich gesucht. Ebenso bedeutsam war die Entschlüsselung von Signalnetzwerken, die die Entwicklung von T-Lymphozyten im Thymus steuern. Diese bahnbrechenden Arbeiten führten nicht nur zu einem besseren Verständnis der Hämatopoese, also der Bildung von Blutzellen aus Stammzellen, sondern lieferten auch neue und unerwartete Erkenntnisse über die Entstehung von T-Zell-Leukämien. In seinen jüngsten Projekten ist es Hans-Reimer Rodewald sogar gelungen, die Hämatopoese durch den geschickten Einsatz einschaltbarer fluoreszierender Farbstoffe sichtbar zu machen.

 

Bahnbrechenden Arbeiten aus dem Rodewald-Labor

Nicht überraschend haben schon jetzt die Entdeckungen von Hans-Reimer Rodewald Eingang in die Lehrbücher der Immunologie gefunden. „Die bahnbrechenden Arbeiten aus dem Rodewald-Labor basieren auf wissenschaftlichem Scharfsinn und experimentell-methodischer Exzellenz, die wegweisend auch für andere Wissenschaftszweige ist“, urteilt Jürgen Wienands, und fügt hinzu, dass „mit Hans-Reimer Rodewald ein Vorbild für den wissenschaftlichen Nachwuchs geehrt wird“.
Herr Prof. Hans-Reimer Rodewald leitet seit 2010 die Abteilung Zelluläre Immunologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Er ist stellvertretender Sprecher des Forschungsschwerpunkts Tumorimmunologie und seit 2016 EMBO Mitglied.

Der Deutsche Immunologie-Preis wird durch die großzügige Unterstützung der Celgene GmbH ermöglicht.

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