Halitosis – Mundgeruch aus der Mundhöhle

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Mundgeruch bzw. Halitosis ist ein bei den Betroffenen mit viel Scham und Ängstlichkeit behaftetes Tabuthema, an dem sehr viele Menschen leiden.

Früher dachte man, dass Mundgeruch – medizinisch als Halitosis bezeichnet – auf Probleme des Magentraktes zurückzuführen ist. Doch aktuelle Erkenntnisse zeigen, dass sich in 9 von 10 Fällen Mundgeruch in der Mundhöhle der betroffenen Person entwickelt.

 

Ursachen für Mundgeruch

Die Auslöser für Mundgeruch sind häufiger Medikamenteneinnahme, vermindertem Speichelfluss, mangelhafter Mundhygiene, Rauchen, schlechte Ernährung sowie Drogen- und Alkoholkonsum. Während nicht-orale Ursachen am häufigsten im Nasen-Rachen-Raum zu finden sind, spielt im Bereich der Mundhöhle die durch gram-negative anaerobe Bakterien gesteuerte Zersetzung organischen Materials die Hauptrolle in der Geruchsentstehung.

Die Bakterien finden durch mangelhafte Mundhygiene, Plaquebildung, Pilzinfektionen, Zungenbelag, Karies oder offene Wurzelkanäle ideale Bedingungen zur Nahrungsaufnahme vor, die die erwähnten Zersetzungsprozesse zur Folge haben. Somit entwickeln die Bakterien Mundgeruch, indem sie Speisereste, Zellen, Blut oder Eiweiß zersetzen und dabei flüchtige, übel riechende Schwefelverbindungen, so genannte »volatile sulphur compounds« (VSC) freisetzen. Konkret entstehen diese flüchtigen Schwefelverbindungen durch den bakteriengesteuerten Abbau schwefelhaltiger Aminosäuren – wie Cystein und Methionin – aus Nahrungsresten, abgestorbenen Epithelzellen und Speichelbestandteilen. Vor allem auf der Zungenoberfläche sind die für den Mundgeruch verantwortlichen Erreger anzutreffen. Wenn sich Zungenbelag über einen längeren Zeitraum manifestiert, kommt es zu übermäßiger Bakterien-Besiedelung der Zunge.

 

Maßnahmen gegen Mundgeruch

Die Beseitigung der Schwefelverbindungen, die Zerstörung der erwähnten VSC-Verbindungen sowie Entfernung bzw. Verringerung der Anzahl der geruchsbildenden Keime und deren Nahrungsgrundlagen sind wichtige Maßnahmen gegen Halitosis.

Plaquebildung und andere Ablagerungen lassen sich durch eine professionelle Mundhygiene nebst genauer Zahnreinigung sowie ein speziellen Parodontose-Behandlung reduzieren. Hierbei sind vor allem auch die Zahnzwischenräume eine wichtige Location, wo sich Bakterien satt essen können. Die gründliche Entfernung der Zungenbeläge kann Mundgeruch ebenfalls sehr reduzieren.

Wichtig für die optimale Mund- und Zahnreinigung sind diverse passende Zahncremen, Mundspülungen, die richtigen Bürsten – auch für die Zwischenräume. Hier sind unzählige Präparate und Hilfsmittel verfügbar. Der Zungenbelag lässt sich mit sogenannten Zungenreinigern effektiv entfernen. Diese sind häufig flach und mit Noppen oder Lamellen ausgestattet, um die belegte Zunge von bakteriellem Belag zu befreien.

Weitere Informationen: https://medlineplus.gov/badbreath.html

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Lena Abensberg

MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

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