Hagebutte als altbekannte Heilpflanze bei Gelenkbeschwerden

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Lena Abensberg
Lena Abensberg
MEDMIX-Redaktion, AFCOM Digital Publishing Team

Am bekanntesten sind Hagebutte-Tee, der auch die körpereigenen Abwehrkräfte stärken soll, sowie Hagebuttenpulver. Auch bei Arthrose soll Hagebutte helfen.

Die Hagebutte wächst am Strauch der Heckenrose, die man auch Heinzerlein und Hiefenstrauch sowie Wilde Heide-Hain-Hag- und vor allem Hundsrose nennt. Als Hagebutten bezeichnet man die ungiftigen Sammelnussfrüchte der Rosenarten, die als Urformen der zahlreichen Zuchtrosen gelten. Jedenfalls blühen die Heckenrosen in den Sonnemonaten Juni und Juli. Wir sammeln dann die Hagebutte zu Herbstbeginn im September und Oktober. Man trocknet dann die Hagebutte-Früchte schonend in dünnen Schichten und lagert sie etwa ein Jahr lang. Bekannte Darreichungsformen sind Hagebutte-Tee und Hagebuttenpulver.



Hagebutte-Tee, Hagebuttentee

Am bekanntesten ist wie oben erwähnt der Hagebutte-Tee. Der ist vor allem bekannt dafür, dass man ihn vorbeugend gegen zahlreiche Erkrankungen trinken kann. Das gilt allen voran für Beschwerden in der kalten Jahreszeit. Denn die Hagebutte unsere Abwehrkräfte kräftigen und unterstützen. Deswegen wenden wir ihn auch zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten an.

Hagebutte  soll weiter die Blutbildung unterstützen und eine schwache harntreibende und abführende Wirkung haben. Dafür sollen großen Mengen an Pflanzensäuren und Pektiden verantwortlich sein. Übrigens verwendet man dazu die getrocknete Schale der Hagebutte. Denn die eignet sich hervorragen zur Zubereitung eines vitaminreichen Aufgusses.

Topisch – sprich äußerlich – angewendet wird der Absud von Hagebutten in der Zahngesundheit: bei Zahnschmerzen und auch Zahnfleischbluten.

Zu den Inhaltsstoffe der Hagebutte zählt man Flavonoide, Vitamine – vor allem Vitamin C, aber auch Vitamin A, B1 und B2 –, Pflanzensäuren, Pektin, Gerbstoffe, Zucker sowie das Galaktolipid GOPO®.

Die frischen Früchte der Hagebutte werden zu Mus, Marmeladen und Gesundheitsweinen verarbeitet und sollen so auch Appetit anregend wirken. Neben klassischen Mehlspeisen und süßem Gebäck kommt die Hagebutte im Lebensmittelbereich auch als Bestandteil von Saucen zu Wildgerichten zur Anwendung, in Skandinavien wird eine süß-saure Hagebutten-Suppe serviert.

 

Mit Hagebutte Gelenkbeschwerden lindern

Arthrose ist die mit Abstand häufigste Gelenkserkrankung – mit schmerzhaften Abnutzungserscheinungen der Gelenke und der Wirbelsäule. Alltägliche Arbeiten sowie Hobbys fallen den Betroffenen immer schwerer. Sie können sie oft auch nicht mehr schmerzfrei ausführen. Diese Probleme vermindern die Lebensqualität und häufig auch die Lebensfreude. Oftmals gehen mit der Krankheit auch Steifheit am Morgen sowie Schlafstörungen einher.



Je früher Patienten diese Prozess ­stoppen beziehungsweise verlangsamen, umso größer ist der zu erwartende Therapieerfolg. Viele glauben sich mit den Folgen von Arthrose – Gelenkschmerzen, Unbeweglichkeit, Schlafstörungen, Steifheit am Morgen und zunehmender Inaktivität – als Alters­erscheinung abfinden zu müssen. Obwohl bis heute nicht vollständig heilbar, verbessern sich die Arthrosesymptome durch verschiedene Behandlungsmethoden. Schließlich wirken diese positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken und unterstützen Lebensqualität sowie Vitalität bis ins hohe Alter.

Die Behandlungspalette reicht von Knorpelschutzpräparaten, Antirheumatika, über physikalische Therapien bis hin zu Massagetechniken, Packungen, Ultraschall, Magnetfeld- sowie Elektrotherapien. Für viele Menschen interessant sind aber auch pflanzliche Behandlungs­alternativen durch den Einsatz von Heilpflanzen, die als pflanzliche Entzündungshemmer wirken.

 

Das Hagebuttenpulver Galaktolipid

Mittlerweile gibt es einige wissenschaftlich belegte Untersuchungsergebnisse zur unterstützenden Wirkung von Hagebuttenpulver. Es soll vor allem deswegen nützlich sein, da man dann weniger Schmerzmittel benötigt. Die Studien bestätigen die Verbesserung bei schmerzhaften Gelenkarthrosen und daher bietet das Hagebutten-Pulver durchaus eine pflanzliche Ergänzung zu herkömmlichen Behandlung von Arthrosen.

Dänische Forscher entdeckten vor mehr als im Jahr 2003 den in wilder Hagebutte vorkommenden aktiven Inhaltsstoff Galaktolipid. Der kann bei Temperaturen über 40 Grad Celsius nicht überleben. In zwei Studien entdeckten die Forscher nach der Einnahme von 5g Hagebuttenpulver eine Senkung des C-reaktiven Proteins. Zudem erhöhte sich die Beweglichkeit des Hüftgelenks. Und außerdem kam es zur bereits erwähnten Reduktion des Verbrauchs von Schmerzmitteln, Der Rückgang betrug vor allem 44%.

Dadurch werden Schmerzen gelindert und die Beweglichkeit verbessert. Sehr positiv war der erzielte Langzeiteffekt. 2004 wurden die positiven Effekte durch die Anwendung von Hagebuttenpulver bestätigt. Schließlich sollen allgemein große Mengen an Leukozyten in das betroffene Gelenk einwandern, um dort den gesunden Knorpel zu schützen.



 


Literatur:

Inés Mármol, Cristina Sánchez-de-Diego,2 Nerea Jiménez-Moreno, Carmen Ancín-Azpilicueta, María Jesús Rodríguez-Yoldi. Therapeutic Applications of Rose Hips from Different Rosa Species. Int J Mol Sci. 2017 Jun; 18(6): 1137. Published online 2017 May 25. doi: 10.3390/ijms18061137

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