Händehygiene gegen Noro-Viren wichtig

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Da Noro-Viren über Stuhl und Erbrochenem ausgeschieden werden, ist wegen der hohen Ansteckungsgefahr die sorgfältige Händehygiene sehr wichtig.

Erbrechen im Schwall oder Strahl sowie Durchfall sind die wichtigsten Symptome einer Norovirus-Infektion, – dem Hauptverursacher von Magen-Darm-Erkrankungen. Im Grunde genommen nehmen zwar Noro-Viren-Infektionen in der kalten Jahreszeit zu. Jedoch es ist nicht geklärt, warum Noro-Viren – ebenso wie Grippe-und andere Viren – gerade im Winter stärker verbreitet sind. Es könnte daran liegen, dass die Abwehrkraft des Körpers dann schwächer ist, oder die trockene Luft in geheizten Räumen die Schleimhäute die Viren empfänglicher macht.

 

Beliebte Orte der Noro-Viren

Hochansteckende Noro-Viren sind vor allem an Orten gefährlich, an denen sich viele Menschen aufhalten – etwa Alten- und Pflegeheime, Schulen, Kindergärten oder auch Bürogebäude. Berüchtigt sind Noro-Viren als Plage auf Kreuzfahrtschiffen, deren Gäste und Besatzungsmitglieder ­immer wieder von Magen-Darm-Epidemien heimgesucht werden.

Warum das Norovirus, von dem bislang etwa 50 Stämme bekannt sind, die typischen Beschwerden auslöst, ist unklar. Man nimmt an, dass die Erreger die Zellen der Dünndarmwand befallen und dort heftige Entzündungsreaktionen verursachen. Rotaviren, die ähnliche Symptome hervorrufen, reizen den Organismus mit einem toxische Protein. Für die später entdeckten Noro-Viren ist die Produktion solcher Toxine nicht nachgewiesen.

 

Symptome

Die durch Noro-Viren verursachte Symptome treten zehn bis etwa 48 Stunden nach der Infektion häufig schlagartig auf – ganz plötzlich setzen Erbrechen und/oder Durchfall ein. Hinzu kommen oft krampfartige Bauchschmerzen, Muskelschmerzen, Mattigkeit und auch leichtes Fieber.

Ausreichend Ruhe ist für betroffene Patienten ebenso wichtig wie ausreichend Flüssigkeit und Mineralien, wobei die Noro-Viren-Erkrankung etwa nach zwei bis drei Tagen wieder abklingt bzw. sehr nachlässt. Die Infektion ist somit sehr unangenehm, bei gesunden aber nicht lebens­bedrohlich.

Bei geschwächten und auch sehr alten Menschen können durch Noro-Viren aber auch Todesfälle auftreten. Vor allem Angehörige und Ärzte müssen eine Erkrankung dann sehr ernst nehmen.

Hände­hygiene ist auch gegen Noro-Viren das Wichtigste

Wegen der hohen Ansteckungsgefahr sollten Patienten während der Erkrankung den Kontakt zu anderen Personen so gering wie möglich halten. Da die Noro-Viren über Stuhl und Erbrochenem ausgeschieden werden, ist vor allem eine sorgfältige Hände­hygiene etwa nach dem Gang zur Toilette wichtig. Beim Erbrechen können die feinen Viruspartikel auch in der Luft vorkommen. Infolge dessen bleiben sie dann an Oberflächen haften, wo sie meist mit Händen in Kontakt kommen.

Experten betonen daher immer wieder, dass Hände­hygiene die wichtigste präventive Maßnahme darstellt. Die Verwendung von Desinfektionsmitteln in privaten Haushalten wird allerdings nicht empfohlen.

Erbrochenes sollte mit Handschuhen entfernt und Bettwäsche sowie Handtücher bzw. andere betroffene Textilien bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Auch nach der Genesung bleiben die Patienten noch mehrere Tage bis sogar Wochen lang ansteckend, weswegen die Hygiene und vor allem auch die Händehygiene auch noch für einen längeren Zeitraum wichtig ist – auch wenn die Symptome schon längst abgeklungen sind.


Quelle: https://www.cdc.gov/features/norovirus/

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About Author

Dr. Darko Stamenov

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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