Haar- und Kopfhautpflege

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Gepflegtes Haar ist nicht nur sehr anziehend, durch die richtige Haar- und Kopfhautpflege lassen sich oft auch Haar- und Kopfhauterkrankungen verhindern.

Schuppen sind ein lästiges Ärgernis, hinter dem Jucken und Schuppen können auch Krankheiten stecken. Durch die richtige Haar- und Kopfhautpflege lassen sich Haar- und Kopfhauterkrankungen oftmals vermeiden. Kommt es dennoch zu Problemen, wie etwa Juckreiz oder Schuppenbildung, ist die richtige Behandlungsstrategie entscheidend, um eine Besserung zu gewährleisten. Unbehandelte Kopfhauterkrankungen können zu schweren Infektionen führen.

 

Haarpflege

Vor der Haarwäsche, die nur mit alkalifreien Markenshampoos mit haarpflegenden Substanzen (z.B. Kräuterextrakte, Jojoba oder Panthenol) durchgeführt werden sollte, ist es von Vorteil, etwaige Reste eines verwendeten Haarsprays sorgfältig auszubürsten. Das Haar wird mit lauwarmem Wasser angefeuchtet, dann eine kleine Portion Shampoo mit kreisenden Bewegungen in die Kopfhaut einmassiert.

Anschließend sollte das Haar zumindest eine Minute lang mit klarem Wasser gründlich ausgespült werden, wobei dieses ebenfalls lauwarm sein sollte. Danach kann eine Pflege- oder Cremespülung angewendet werden. Fettiges Haar kann jeden bis jeden zweiten Tag mit einem passenden Präparat gewaschen werden, trockenes Haar hingegen nur einmal pro Woche, denn zu häufiges Waschen lässt Haare und Kopfhaut spröde werden.

Zum Trocknen sollte das Haar in ein Handtuch eingeschlagen, aber nicht trocken gerubbelt werden, anschließend mit einem grobzahnigen Kamm vorsichtig entwirrt. Fönhitze – ein Fön lässt Temperaturen bis zu 100°C entstehen – sollte vermieden werden, ebenso die Hitze elektrischer Lockenwickler, denn überhitztes Metall kann die Hornschicht der Haare zerstören.

Es sollte auch nicht unter direkter Sonnenbestrahlung getrocknet werden, da diese das Haar (und die Kopfhaut) austrocknet, -bleicht und auch schädigen kann. Bei der Kopfhaut kann dies wiederum zu Juckreiz, Hautirritationen, Entzündungen und in der Folge zu Schuppen führen.

Beim Sonnenbaden kann Haaröl oder ein Tuch guten Schutz bieten, Haaröl schützt auch beim Baden in Chlor- oder Salzwasser. Dennoch sollte das Haar danach immer gründlich mit Süßwasser ausgewaschen werden.

Bei erkranktem Haar sollte auf Haarbehandlungen wie Färben oder Dauerwellen aufgrund der starken Belastung verzichtet werden, zum Styling werden am Besten Marken-Haarfestiger angewendet, Haarspray hingegen nur sparsam. Zu häufiges oder auch zu seltenes Bürsten, sowie eng anliegende Kopfbedeckungen können die Talgproduktion anregen und so zu fettigem Haar führen. Stramm zusammengebundenes oder hochgestecktes Haar kann durch die mechanische Belastung zu Haarausfall führen.

 

Kopfhautpflege

Juckende und gereizte Kopfhaut ist relativ weit verbreitet, die häufigste Ursache sind Hefepilze. Der eigentlich harmlose Pilz setzt sich auf der gesunden Kopfhaut fest und ernährt sich von den fetthaltigen Absonderungen der Talgdrüsen, bei der Verdauung entstehen Substanzen, die den Juckreiz hervorrufen.

Durch intensives Kratzen, das oft reflexartig die Folge ist, wird jedoch die Kopfhaut verletzt und wird anfälliger für Infektionen, wobei die Infektionsherde mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Die Kopfhaut bildet rascher neue Hautzellen und stößt alte frühzeitig ab – Schuppen entstehen. Wirksam gegen trockene und juckende Kopfhaut sind Harnstoff(Urea)-haltige Präparate zur Kopfhautpflege.

In bestimmten Konzentrationen wirkt der Harnstoff bakterientötend, außerdem ist er Juckreiz mindernd und hält durch seine polare Struktur Wasser in der Haut fest, wodurch ihr Glätte und Geschmeidigkeit bewahrt werden. Daher wird er sehr gerne als feuchtigkeitsbindende Substanz in kosmetischen Präparaten verwendet.

 

Seborrhoische Kopfekzem

Das seborrhoische Kopfekzem ist ein häufig anzutreffendes Problem und schwierig für die Kopfhautpflege. Besonders bei Männern mittleren Alters verbreitet, der Grund dafür dürfte eine vermehrte Talgproduktion aufgrund männlicher Geschlechtshormone (Androgene) sein. Diese können bei entsprechender Veranlagung auch die Ursache für anlagebedingten Haarausfall sein.

Beim seborrhoischen Kopfekzem finden sich sichtbare Entzündungsherde – gerötete Stellen der Kopfhaut – auf denen sich Schuppen befinden. In den meisten Fällen ist dieses Ekzem mit Juckreiz verbunden. Auslöser ist der Hefepilz Pityrosporum ovale. Zur Behandlung werden daher spezielle Antipilz-Lösungen und Shampoos zur Kopfhautpflege eingesetzt, gegen die Schuppen kommen Salicylsäurehaltige Präparate zum Einsatz.

 

Neurodermitis

Ein anderer Grund für juckende Kopfhaut kann Neurodermitis (atopisches Ekzem) sein. Durch einen genetischen Defekt werden juckende, schuppige und nässende Entzündungen hervorgerufen. Da die Krankheit oft vererbt wird, kann sie nicht in ihren Ursachen, sondern nur in ihren Erscheinungsformen bekämpft werden. Die Krankheit ist selten nur auf die Kopfhaut begrenzt (Bei Babys: Milchschorf) Bei leichter Ausprägung können bei der Kopfhautpflege Oliven- oder Avocadoöl, ebenso wie Salz aus dem Toten Meer Linderung schaffen. Schuppenablösende Präparate (wie Salicylsäurehaltige Öle) können kurzfristig angewendet werden, zur Unterstützung helfen hypoallergene Shampoos und milde Pflegeshampoos, ebenso wie kortisonhaltige Lösungen und Kombinationspräparate.

 

Kopfhautpflege und Schuppen

Die gesamte Kopfhaut wird innerhalb eines Monats erneuert, indem Hornzellen von der Kopfhaut abgestoßen werden. Wird das Haar längere Zeit nicht gebürstet oder gewaschen, lösen sich weniger Zellen von der Haut ab, sie verklumpen zu hunderten mit dem Talg der Kopfhaut und werden so zu einer sichtbaren Schuppe.

Vermehrte Schuppenbildung, die sich durch regelmäßige Haarwäsche nicht beseitigen lässt, kann zwar nur ein harmloses, aber störendes Phänomen sein, aber auch Zeichen einer Hautkrankheit, etwa der bereits Erwähnten, oder etwa für Schuppenflechte. Von der nicht als Hautkrankheit im eigentlichen Sinn einzustufenden gewöhnlichen Kopfschuppen (Pityriasis simplex capitis) sind viele Personen – besonders mittleren Alters – betroffen. Diese entstehen durch eine Überproduktion von Hornzellen, ausgelöst durch nur mit dem Mikroskop erkennbare Entzündungsherde der Kopfhaut.

Die Ursache hierfür kann eine vermehrte Keimbesiedelung aufgrund einer höheren Talgproduktion (Seborrhoe) sein. Problematisch hierbei: Die äußere Kopfhaut wird durch den vermehrten Zellverlust dünner und somit empfindlicher und anfälliger für Juckreiz und Rötungen, die oft mit der Schuppenbildung einhergehen. Durch Lichteinfluss im Sommer kommt es häufig zu einer spontanen Besserung, in der licht­ärmeren Zeit hingegen zu einer Verschlechterung.

 

Effektive Therapeutika

Bei der Kopfhautpflege wird versucht, die Schuppen abzulösen und gleichzeitig die Hornzellen-Abstoßung zu vermindern. Wirksamer Bestandteil eines Shampoos gegen Schuppen ist z.B. Salicylsäure zur Lösung der Schuppen, ein pilzhemmender Wirkstoff (Piroctone Olamin) gegen den Hefepilz Pityrosporon ovale ist manchmal ebenfalls enthalten.

Antimykotische Mittel zur Kopfhautpflege mit hochdosierten Pilzhemmstoffen oder Selenhaltige Kopfhauttherapeutika können alternativ oder auch als Ergänzung angewendet werden. Salicylhaltig Öle, Lösungen oder Gele können vorab als Behandlung von festhaftenden oder dicken Schuppen sinnvoll sein.

Bei Schuppenflechten können apothekenpflichtige Teerpräparate unterstützend eingesetzt werden, die den vermehrten Talgfluss regulieren, einer Besiedelung der Kopfhaut mit Bakterien und Pilzen entgegenwirken und die übersteigerte Bildung von Hornzellen normalisieren.

Nach Ende der Behandlung kommt es des Öfteren zu einer erneuten Verschlechterung. Daher ist eine Dauertherapie sinnvoll, wobei der Patient selbst herausfinden sollte, welche Anwendungshäufigkeit für ihn ausreichend ist. Manchmal werden auch spezielle Präparate zur Weiterbehandlung angeboten.

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