Gutes Sehen ist keine Selbstverständlichkeit

Gutes Sehen ist für die meisten Menschen von größter Bedeutung, aber nicht selbstverständlich. © Lukas Gojda / shutterstock.com

Gutes Sehen wird mit höherem Alter oft durch die recht weit verbreiteten Augenerkrankungen Grüner Star, Makuladegeneration und Grauer Star beeinträchtigt.

Für viele Menschen ist gutes Sehen eine Selbstverständlichkeit, doch Experten gehen davon aus, dass zukünftig immer mehr Menschen unter Augenerkrankungen leiden und auch immer häufiger Erblindungen auftreten werden. Vor allem die Bluthochdruck-Patienten und Diabetiker, deren Zahl stetig zunimmt, haben ein höheres Risiko für schwere Augenerkrankungen.

Die Grundlagen für gutes Sehen werden oft bereits im Kindesalter gelegt, im Säuglings- und Kleinkindalter wird das Sehen erst richtig gelernt. Dennoch haben etwa drei bis vier Prozent aller Kinder eine behandlungsbedürftige Sehstörung.

Meist liegt zwar nur um leichte Störungen wie ein schielendes Auge vor. Unbehandelt kann so eine Fehlsichtigkeit aber auch beispielsweise zu einem Verlust des räumlichen Sehens führen. Rund 60 Prozent der Sehstörungen bei vierjährigen Kindern werden nicht erkannt, ohne Korrektur der Fehlsichtigkeit kann sich das Sehorgan des Kindes dann aber nicht mehr richtig entwickeln.

Auch Kurz- und eine Weitsichtigkeit können die Entwicklung des Kindes deutlich beeinträchtigen. Mancher vermeintliche Legastheniker kann in Wirklichkeit einfach nicht richtig sehen.

 

Grüner Star, Makuladegeneration und Grauer Star

Bei Erwachsenen gehören vor allem Grüner Star, die Makuladegeneration und Grauer Star zu den häufigsten Augenerkrankungen. Wobei man viele Störungen bei rechtzeitigem Erkennen unkompliziert behandeln kann.

Grüner Star. Deshalb sollte jeder Erwachsene auch nach Vollendung des 40. Lebensjahres regelmäßig zum Augenarzt gehen und sich auf Grünen Star hin untersuchen lassen. Schließlich geht Grüner Star mit einem zu hohen Augeninnendruck einher, der infolge den Sehnerv irreparabel schädigt.

Makuladegeneration. Relativ häufig ist auch die Makuladegeneration. Dabei geht die zentrale Sehschärfe beim Patienten teilweise oder ganz verloren. Der Patient kann noch Dinge erkennen, ­allerdings ist die zentrale Sehschärfe unter Umständen so gemindert, dass der Betroffene Blindenhilfe benötigt. Zwar ist in einigen Fällen die Behandlung mittels Lasertherapie gegen die Erkrankung effektiv. Allerdings lehnen die meisten Patienten das ab.

Grauer Star. Grauer Star – eine Eintrübung der Linse – zeigt eine gänzlich andere Situation. Dabei werden jährlich Tausende Operationen erfolgreich durchgeführt, bei der die Patienten eine künstliche Linse erhalten, und so der Erkrankung Grauer Star ihren Schrecken nimmt.

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