Grippale Infekte bei Kindern

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Grippale Infekte bei Kindern äußern sich durch Fieber, Halsweh, Schnupfen und Husten, wobei die passenden Medikamente für Linderung sorgen können.

Erkältungsviren sind derzeit allgegenwärtig, grippale Infekte bei Kindern sind weitaus häufiger als bei Erwachsene. Wenn Kinder unter Fieber, Halsweh, Schnupfen und Husten leiden, können die passenden Medikamente für Linderung sorgen. Bei der Selbstbehandlung ist die Verträglichkeit von großer Wichtigkeit, in verschiedenen Fällen muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Grippale Infekte bei Kindern sehr häufig

Ein noch nicht vollständig ausgereiftes Immunsystem führt dazu, dass Kinder zehn- bis fünfzehnmal im Jahr krank sind, was kein Grund zur Beunruhigung ist. Grippale Infekte bei Kindern sind in der Winterszeit fast immer harmlos. Mit rezeptfreien Präparaten aus der Apotheke lassen sich die Symptome wie Halsweh, Schnupfen, Husten und Fieber gut bekämpfen. Bevorzugt werden meist natürliche und sanfte Mittel, Phytotherapeutika kommen am häufigsten zum Einsatz. Diese sind normalerweise gut verträglich und effektiv. Eltern sollten sich vor dem Griff in die Hausapotheke bezüglich altersgerechter Dosierung und zu Neben- und Wechselwirkungen informieren lassen.

Halsweh und Schnupfen

Grippale Infekte bei Kindern aber auch Erwachsenen kündigen sich meist mit Halsweh an. Sollten die jungen Patienten bereits Präparate lutschen können, so leisten derartige Mittel mit reizstillenden Stoffen aus Malve, Eibisch oder Isländisch Moos gute Dienste, Salbei lindert die Entzündung.

Ältere Kinder im Schulalter können auch mit Kochsalzlösung spülen, gurgeln oder – unter Aufsicht – auch inhalieren. Eine wichtige Maßnahme ist es, den Hals warm zu halten und die Schleimhäute regelmäßig zu befeuchten. Hier bietet sich regelmäßiges Trinken von Wasser und ungesüßten Kräuter- oder Früchtetees an. Generell sollten Kinder bei Erkältungen viel trinken, doch Vorsicht bei Milch und Säften: die können die Beschwerden oft eher verstärken.

Bei Schnupfen helfen für das jeweilige Alter verfügbare abschwellende Nasentropfen oder -sprays, die man allerdings höchstens dreimal täglich und nicht länger als eine Woche anwenden soll. Bevorzugt sollten konservierungsmittelfreie Präparate werden, um die Gefahr von Reizungen, Allergien und zusätzlichen Nebenwirkungen bis hin zur dauerhaften Beeinträchtigung der Nasenfunktion zu vermeiden, alternativ können salzhaltige Nasensprays eingesetzt werden. Macht ein Schnupfen Babys beim Trinken zu schaffen, kann man das Nasensekret mit einem Nasensauger aus der Apotheke entfernen. Bei älteren Kindern verhindern schleimlösende Kombipräparate, dass der Schnupfen chronisch wird.

Husten und Fieber

Husten dient der Selbstreinigung der Schleimhäute. Gegen den Hustenreiz stehen Säfte, Tropfen oder Lutschbonbons mit Spitzwegerich, Isländisch Moos, Malve oder Eibisch zur Verfügung. Präparate mit Primel lösen den Schleim. Extrakte aus Efeu und Thymian wirken schleimlösend, reizstillend und entkrampfend. Weitere wertvolle Heilpflanzen sind Fenchel, Anis und Süßholz. Balsame zum Einreiben mit ätherischen Öle dürfen nie im Gesicht angewendet werden. Vor allem jene mit Kampfer, Menthol und Minzöl sind für Babys, Kleinkinder und Kinder mit Keuchhusten, Pseudokrupp oder Asthma grundsätzlich tabu, weil sie einen Atemstillstand auslösen können.

Grippale Infekte bei Kindern sind oft mit Fieber vergesellschaftet, wobei der Körper mittels Temperaturanstieg die eingedrungenen Erreger bekämpft. Daher sollte man das Fieber nur senken, wenn der Nachwuchs sehr schlapp und quengelig ist oder die Temperatur über 39 Grad Celsius steigt. Bewährt haben sich dafür Zäpfchen oder Saft mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Paracetamol. Die Dosierung muss sich stets nach dem Körpergewicht richten und die vorgeschriebenen Zeitabstände beachten, weil z. B. Paracetamol bei Überdosierung oder längerer Einnahme die Leber schädigen kann. Generell ungeeignet für Kinder ist Acetylsalicylsäure. Wenn allerdings ein Säugling Fieber hat oder bei älteren Kindern das Fieber länger als drei Tage anhält, oder Fieber über 40 Grad Celsius steigt und/oder das Kind nichts trinken will, so muss umgehend ein Arzt konsultiert werden. Die Temperatur sollte grundsätzlich regelmäßig kontrolliert werden.

Empfohlen: zuhause bleiben und auskurieren

Kranke Kinder sollten möglichst zu Hause bleiben, bis der Infekt vollkommen auskuriert ist. Das bewahrt nicht nur Mitschüler, Erzieher oder Freunde vor Ansteckung, sondern senkt auch das Risiko einer bakteriellen Zweitinfektion, die beispielsweise zu einer Mittelohrentzündung führen kann. Frühestens nach zwei fieberfreien Tagen können Kinder wieder die Schule oder den Kindergarten besuchen.

Grippale Infekte bei Kindern vermeiden

Vorbeugen ist besser: Die wichtigste Maßnahme gegen gripalle Infekte bei Kindern ist häufiges und gründliches Händewaschen, womit sich die Ansteckungsgefahr beträchtlich senken lässt. Weiters hilft viel Trinken und ausreichende Luftfeuchtigkeit – z. B. durch nasse Tücher auf der Heizung. Dadurch bleiben die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Bereich warm und feucht und sind weniger anfällig für Erreger. Viel Bewegung an der frischen Luft in geeigneter warmer Kleidung – vor allem die Füße sollten nie nass oder kalt werden – stärkt auch das Immunsystem. Dasselbe gilt für eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse.

Quelle:

Sächsische Landesapothekerkammer, Interview mit Göran Donner, Löwen-Apotheke, Kirchplatz 2,
01744 Dippoldiswalde, Vizepräsident und Pressesprecher der Sächsischen Landesapothekerkammer

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