Grippale Infekt – Erkältung symptomatisch behandeln

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Der grippale Infekt ist in der Regel harmlos und verschwindet meist wieder von selbst, wobei symptomatische Therapien die Beschwerden lindern helfen.

Der grippale Infekt »betrifft« die Menschen in unseren Breiten durchschnittlich 2- bis 3-mal und tritt häufig gemeinsam mit Schnupfen, Husten, Hals- und Rachenproblemen. Doch ähnlich einer Grippe können auch – wenngleich eher leichtes – Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Energielosigkeit, Müdigkeit und Abgeschlagenheit symptomatisch sein. Deswegen werden Erkältung und Grippe ab und an miteinander verwechselt.

Eine »richtige« Grippe verursacht aber normalerweise viel stärkere Beschwerden, beginnt meist sehr plötzlich mit wesentlich heftigere Beschwerden – wie hohes Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen bis hin zu Schüttelfrost. Grippe wird auch von anderen Virustypen ausgelöst.

Infekte der oberen Atemwege kommen vor allem im Herbst und Winter vor. Ursache sind sogenannte Erkältungsviren, die durch Husten oder Niesen bereits Infizierter sowie durch Schmierinfektion auf die körpereigenen Schleimhäute kommen, wobei meist der Rachenraum Hauptort des Krankheitsgeschehen ist.

Der grippale Infekt tritt vor allem bei Kindern sehr oft auf – mit sechs bis zehn Erkältungen pro Jahr.

 

Welche Symptome der Grippale Infekt einschließt

Der Grippale Infekt, eine Erkältung, ist ein Oberbegriff, der verschiedene, durch Infektionen der oberen Atemwege verursachte Symptome einschließt. Meist präsentiert sich der Grippale Infekt mit einem langsamen, schleichenden Beginn, der sich mehrere Tage lang hinziehen kann.

Zu Beginnen äußern sich meisten Beschwerden im Hals und Rachenraum, in Folge beginnt die Nase zu rinnen und sich zu verstopfen. Diese anfänglichen Symptomen verschwinden aber oft innerhalb von einer Woche wieder, wenngleich auch das länger dauern. Doch Husten ist wesentlich lästiger und hartnäckiger. Hier ist auch eine Dauer von drei Wochen keine Seltenheit.

 

Selbstbehandlung bei Erkältung

Häufig besorgen sich betroffene Patienten in Apotheken NSAR wie Acetylsalicylsäure (Aspirin, ASS) und Ibuprofen sowie Paracetamol – alle Wirkstoffe oft als Kombinationen, auch mit Vitamin C – mit folgenden Wirkungen:

  • fiebersenkend (antipyretisch)
  • entzündungshemmend (antiphlogistisch beziehungsweise antiinflammatorisch
  • schmerzstillend (antianalgetisch)

Hier muss aber beachtet werden, dass die NSAR Überempfindlichkeiten auslösen können (wie das bekannte Aspirin-Asthma), das Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Trakt erhöhen und allgemein die Blutungsneigung steigern. Paracetamol kann ebenfalls allergische Reaktionen auslösen und vor allem in hohen Dosierungen die Leber schädigen.

Oft werden auch Sympathomimetika (gegen Schnupfen, meist als Nasenspray, aber auch systemisch eingesetzt), Antihistaminika (für die Schleimhäute) und Expektorantien (Hustenlöser) sowie Antitussiva (gegen den Hustenreiz).

Sehr beliebt sind pflanzliche Erkältungsmittel gegen Schnupfen und Husten sowie Hals- und Rachenbeschwerden. Weiters versuchen heute wieder immer mehr Menschen, beliebte und altbekannte Erkältungsmittel einzusetzen.

Wie der grippale Infekt – die Erkältung – bekämpft wird

Zahlreiche rezeptfreie aber auch rezeptpflichtige Arzneimittel bieten Hilfe gegen Erkältung. © Africa Studio / shutterstock.comQuelle: Africa Studio / shutterstock.com

Zahlreiche rezeptfreie aber auch rezeptpflichtige Arzneimittel bieten Hilfe gegen Erkältung. © Africa Studio / shutterstock.com

Im Frühstadium kann der Grippale Infekt sehr oft effektiv mit NSAR und Paracetamol bekämpft werden. Mit Nasenspray, Hustenlöser und Hustenstiller, Lutschpastillen (-bonbons) oder Lutschtabletten sowie Gurgellösungen und Rachensprays kann man effektiv die unterschiedlichen Beschwerden lindern, wobei hier sowohl synthetische als auch pflanzliche Mittel Vorteile bringen.

Aber auch zahlreiche Hausmittel, Tee trinken sowie vorbeugende Maßnahmen wie Händewaschen sollten in ihrer Wirksamkeit nicht unterschätzt werden.

Wer sehr unter den Symptomen leidet, sollte verschiedene kombinierte Maßnahmen in Erwägung ziehen.

CAVE: Grundsätzlich ist auch bei der Selbstbehandlung die Meinung des Experten gefragt, das kann Arzt oder Apotheker sein. Wenn sich der grippale Infekt aber mit starken Symptomen zeigt, sollte unbedingt der Arzt konsultiert werden. In manchen Fällen kommen in den Atemwegen zur eigentlichen Infektion mit Viren später Bakterien dazu und eine sogenannte Superinfektion kann entstehen, die mit verschreibungspflichtigen Antibiotika behandelt werden sollte.

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Dr. Darko Stamenov

MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

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