Gonorrhöe, Gonorrhea, vermeiden, wenn die Bakterien Neisseria gonorrhoeae kein Zink aufnehmen kann

Neisseria gonorrhoeae © Giovanni Cancemi / shutterstock.com

Neisseria gonorrhoeae © Giovanni Cancemi / shutterstock.com

Wenn man neisseria gonorrhoeae – Krankheitserreger der Gonorrhöe, Gonorrhea – unterbindet, Zink aufzunehmen, kann man Infektionen vermeiden.

Einer rezenten Studie des Institute for Biomedical Sciences der Georgia State University zeigt, dass man die weit verbreitete sexuell übertragbare Gonorrhöe-Infektion stoppen kann.  Und zwar kann man die sogenannte Gonorrhea vermeiden, indem man dem Krankheitserreger Neisseria gonorrhoeae die Fähigkeit nimmt, das Spurenelement Zink aufzunehmen. Die Ergebnisse könnte man infolge nutzen, um Impfstoffe gegen Gonorrhöe zu entwickeln.

Die sexuell übertragbare Geschlechtskrankheit Gonorrhö (umgangssprachlich Tripper, Gonorrhea) ist nach wie vor weit verbreitet. Der Krankheitserreger der Gonorrhö, Neisseria gonorrhoeae, gilt weltweit als große Bedrohung. Denn das Bakterium hat mittlerweile gegen nahezu jedes Antibiotikum Resistenzen entwickelt, die eine Heilung sehr erschweren.

 

Schwere, chronische Gesundheitsprobleme durch Gonorrhöe

Unter dem Strich kann eine unbehandelte Gonorrhö bei Frauen und Männern schwere und dauerhafte Gesundheitsprobleme verursachen. Wobei die meisten Frauen keine Symptome haben.

Bei Frauen kann die unbehandelte Gonorrhoe entzündliche Erkrankungen des Beckens verursachen, die zu Unfruchtbarkeit und lebensbedrohlichen Eileiterschwangerschaften führen.

 

Gonorrhea vermeiden, wenn die Bakterien Neisseria gonorrhoeae nicht genug Zink bekommen

„Unsere Ergebnisse sind signifikant, da Neisseria gonorrhoeae sterben wird, wenn es nicht genug Zink bekommt“, erklärte Dr. Cynthia Nau Cornelissen, leitende Autorin der Studie und Direktorin des Zentrums für Immunologie am Institut für biomedizinische Wissenschaften am Georgia State. „Die Studienergebnisse zeigen eine Möglichkeit auf, das Wachstum dieser sexuell übertragbaren Infektion im Körper des Wirts zu stoppen.“

Im Grunde genommen ist Neisseria gonorrhoeae schwer zu bekämpfen und zu behandeln. Denn das Bakterium hat ein Arsenal verschiedener effektiver Abwehrstrategien. Es besiedelt bevorzugt die Schleimhaut der Harnröhre des Mannes und der Zervix der Frau. Mesitens kommt es zu lokalen Entzündungen. Allerdings können sich diese auch innerhalb des Körpers ausbreiten. Dadurch können systemische Infektionen entstehen, die dann zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Arthritis, Endokarditis, Meningitis und Lungenentzündung führen können.

Die Ergebnisse der Studie und auch von früheren Arbeiten zur Zinkaufnahme von Neisseria gonorrhoeae sollen nun dabei helfen, einen Impfstoff gegen den Erreger zu entwickeln. Damit soll dem Bakterium die notwendigen Nährstoffe Zink und Eisen entzogen werden. Das könnte dann verhindern, dass die Bakterien sich weiter vermehren und möglicherweise den Wirtsorganismus infizieren.


Literatur:

Stavros Maurakis, Kayla Keller, C. Noel Maxwell, Kevin Pereira, Walter J. Chazin, Alison K. Criss, Cynthia Nau Cornelissen. The Novel Interaction Between Neisseria gonorrhoeae TdfJ and Human S100A7 Allows Gonococci to Subvert Host Zinc Restriction. PLoS Pathogens . Published: August 1, 2019. https://doi.org/10.1371/journal.ppat.1007937


Quelle: GEORGIA STATE UNIVERSITY

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