Ginkgo biloba hält mit seiner Wirkung auf das Gehirn

Ginkgo biloba © Hadrian / shutterstock.com

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Ginkgo biloba soll das Gehirn unterstützen und mit seiner Wirkung als Heilpflanze Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Konzentration, Lernfähigkeit sowie die Reaktion fördern.

Der Ginkgo-Baum mit seinen fächerartigen Blättern ist besonders für Senioren interessant, wobei aber auch Menschen, die geistig gefordert sind, von seiner Wirkung auf das Gehirn profitieren können. In einer aktuellen Metaanalyse von sieben Studien mit knapp 1000 Patienten mit Alzheimer Demenz zeigte Ginkgo biloba eine zuverlässige Wirksamkeit. Das pflanzliche Mittel verbesserte die kognitive Funktion und Gedächtnisleistung sowie den klinische bewerteten Allgemeinzustand der Studienteilnehmer. Die Anwendung war schließlich auch gut verträglich und sicher. Eine Tiermodell-Untersuchung mit einem chinesischen Ginkgo biloba-Blattextraktpräparat lässt schließlich auch eine positive Wirkung gegen die Parkinson-Krankheit vermuten. Schließlich gibt es auch Vermutungen, dass Ginkgo biloba bei Schlaganfall die Behandlung und Genesung unterstützen kann.

 

Ginkgo biloba

Ungewohnt ist die Rechtschreibung von Ginkgo. Auf das harte K der ersten Silbe folgt ein weicher Mitlaut, das G. Das geht auf einen Druckfehler zurück. Im Japanischen gin-kyo bedeutet gin Silber und kyo Marille. Das y wurde für ein g gehalten.

Die Lebensgeschichte des Ginkgo beginnt vor 280 Millionen Jahren auf dem eurasischen Großkontinent. Seine Heimat in geschichtlicher Zeit ist Ostasien und er wird erst wieder im 18. Jahrhundert in Europa in Parks und Gärten als solitäre Erscheinung kultiviert. Er gehört jedenfalls zu den ältesten Pflanzen auf der Erde.

Beim männlichen Ginkgo biloba-Baum überwiegt die Säulenform, im weiblichen Geschlecht die ausladende Kronenform. Der Baum kommt frühestens im Alter von zwanzig Jahren zur ­ersten Blüte. Seine Heilkraft liegt in den Blättern.


Gedächtnisverlust bremsen durch gesunde Ernährung

Quelle: Fun Way Illustration / shutterstock.com
Gedächtnisverlust © Fun Way Illustration / shutterstock.com

Männer, die auf eine gesunde Ernährung achten, können dadurch ihr Gehirn schützen und einem Gedächtnisverlust effektiv entgegenwirken. Mehr dazu siehe https://www.medmix.at/gedaechtnisverlust-gesunde-ernaehrung/


 

Ginkgo biloba-Baum: Wirkung auf das Gehirn und mehr

Blattextrakte des Ginkgo biloba haben eine schützende Wir­kung für die Gehirnnerven entfaltet. Aufmerksamkeit, Konzentra­tion, Lernfähigkeit und Reaktions­geschwindig­keit sowie die Gedächtnisleistung werden ebenso gefördert.

Die Durchblutungssteigerung von Ginkgo biloba bringt ­Hilfe bei Gehörsturz (Tinnitus), Schwindel und peripheren Verschlusskrankheiten. Im Arzneibuch der chinesischen Medizin sind nicht die Blätter, dafür aber die Samen angeführt.

Dort setzt man ihn auch ein, wenn eine übermäßige Verschleimung der Bronchie besteht. Zudem sind eine Inkontinenz (unwillkürlicher Harnabgang und Harndrang) sowie trüber Scheidenfluss bewährte Anwendungsgebiete.

 

Ginkgo Biloba gegen leichte kognitive Beeinträchtigung (Mild Cognitive Impairment) und früher Alzheimer-Krankheit

Jedenfalls bringt die Anwendung von Ginkgo biloba potenziell Vorteile. Und zwar für die Verbesserung der kognitiven Funktion des Gehirns. Das zeigte beispielsweise eine rezente systematische Überprüfung und Metaanalyse von mehreren randomisierter kontrollierter Studien. Zudem zeigten sich auch gesteigerte Aktivitäten des täglichen LebensAllgemein verbesserte Ginkgo biloba bei Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung oder Alzheimer-Krankheit die globale klinische Bewertung.

Der Nutzen von Ginkgo biloba für die Behandlung einer Demenz bleibt einerseits umstritten. Andererseits war in einer anderen rezenten Metaanalyse die tägliche Einnahme von 240 mg eines Ginkgo biloba-Extrakts bei der Behandlung von Demenz wirksam und sicher.

Normaler Tee wäre zu schwach, hochdosierter ist gefährlich. Vorsicht vor den Ginkgolsäuren.

Ein normaler Teeauszug aus den Blättern wäre zu schwach. Außerdem ist zu wenig bekannt, dass das Blatt von Ginkgo biloba auch Giftstoffe enthält. Diese müssen durch kunstvolle Verfahren erst abgesondert werden.

Hochdosierte Tees haben ein großes Problem. Sie setzen so genannte Ginkgolsäuren frei, die in jedem Ginkgoblatt enthalten sind.

Bei Ginkgolsäuren handelt sich um Alkyl- und Alkenylphenolsäuren. Diese sind zwar nur sehr schwer wasserlöslich. Sie aber dennoch in hohen Mengen in die fertig aufgebrühte Tasse Tee über. Und das ist gefährlich. Denn Ginkgolsäuren können zu Allergien führen. Schließlich können sie auch das Erbgut und die Nervenzellen schädigen.

Deswegen werden bei der Produktion von Arzneimitteln mit Ginkgo diese Ginkgolsäuren dem Ginkgo vorher entzogen.

Im Europäischen Arzneibuch ist übrigens die zulässige gesamte Dosis von Ginkgolsäuren, die am Tag aufgenommen werden darf, 5 parts per million (Teilchen pro Millionen, ppm). Gängige Präparate enthalten zwischen 0,6 und 1,2 µg Ginkgolsäure in einer Tagesdosis.

Allerdings gelten diese Vorschriften nur für Arzneimittel. Denn Tees, aber auch Nahrungsergänzungsmittel sind davon nicht betroffen. Speziell der Gehalt an Ginkgolsäuren schwankt in Teemischungen sehr stark, was eben die Gefahr darstellt.

 

Ginkgo biloba Extrakt und seine Wirkung

Beispielsweise verfügen Gingkoflavon-Glykosiden der Flavonoide über gute radikalbindende Eigenschaften. Bedeutsamer ist aber die Fähigkeit von „Bilobalid“ und der Ginkgolide, die die Mitochondrien als Kraftwerk der Zelle zu stabilisieren. Sie üben auch auf die Mitochondrien eine indirekte Schutzwirkung aus und können die Chlorid-Ionenkanäle modulieren.

Ginkgolid A beeinflusst jedenfalls die Aktivierung von Thrombozyten . In diesem Sinne ist die Substanz bekannt für seine entzündlichen und immunologischen Wirkungen. Unter dem Strich ist das Ginkgolid A eine der wichtigsten therapeutischen Verbindungen in Ginkgo biloba. Mit positiven Wirkungen bei kardiovaskulären, hepatologischen und neurologische Erkrankungen.

Im Grunde genommen ist das pharmakologische Profil von Ginkgo biloba jedenfalls sehr breit angelegt. Einerseits sind das den erwähnten schützenden Wirkungen auf das Gehirn. Andererseits bestehen positive Eigenschaften auf die Organe und die Blutgerinnung. Zudem konnte die Forschung für Ginkgo biloba auch eine antiapoptotische Wirkung zeigen, die den programmierten Zelltod hemmt. Sogar positive Effekte auf das Haarwachstum untersuchen Forscher aktuell in Tierstudien.

Schließlich sind spezielle Extrakte mit Ginkgo biloba auch am Erhalt synaptischer Kontakte beteiligt. Wobei es hierzu mitochondriale Defekte behebt. Spezielle Ginkgo biloba Extrakte besitzen zeigen eine gute Wirkung gegen Demenz und Alzheimer.


Welche Wirkung der Ginkgo biloba Extrakt bringen soll


Fazit

Im Grunde genommen entfaltet die regelmäßige, konsequente Einnahme von Ginkgo biloba positiv Wirkungen in verschiedenen Anwendungen. Und zwar wie Mild Cognitive Impairement, Demenz und sogar auch bei Parkinson. Unter dem Strich zählt aber nicht nur die Menge an Inhaltsstoffen, sondern auch der Grad an Reinheit. Denn wie oben erwähnt ist Ginkgo jedenfalls nicht gleich Ginkgo.

Übrigens erzielte die gleichzeitige Anwendung von Ginkgo biloba Extrakt EGb761 und Donepezil eine bessere Wirkung gegen das Vergessen. Und zwar in einer rezenten Studie im Tiermodell.


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Quellen:

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http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=ginkgo+biloba

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