Gesundheitsrisiken und Wohlstandsrisiken

Must Read

Wenn die Finger schmerzen – Ursachen frühzeitig abklären

Wenn die Finger schmerzen, sollte ihr Arzt rasch den Grund dafür herausfinden. Denn die effektive, frühzeitige Behandlung ist sehr...

Telomere spielen im Alterungsprozess eine zentrale Rolle

Menschen, bei denen die Telomere kürzer sind, haben ein erhöhtes Risiko im Alterungsprozess, Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs zu entwickeln. Telomere...

Osteoporose beeinträchtigt die Lebenserwartung erheblich

Osteoporose-Patientinnen haben eine geringere Lebenserwartung. Nur jede zehnte erhält eine wirksame Therapie, was ebenfalls das Risiko erhöht, frühzeitig zu sterben. Im Grunde...
Rainer Muller
Rainer Mullerhttp://www.afcom.at
MEDMIX-Redaktion, Projektleiter, AFCOM Digital Publishing Team

Die Reduktion von Gesundheitsrisiken und Vorbeugung sind seit Jahrzehnten die Eckpfeiler der Maßnahmen, mit denen Wohlstandsrisiken begegnet werden soll.

Im Grunde genommen könnten Österreicher, Deutsche und Schweizer sowie andere Menschen der hochentwickelten Länder im Durchschnitt fünf Jahre länger gesund bleiben. Wenn sie ihre Gesundheitsrisiken senken würden – mit weniger rauchen, sich besser ernähren und mehr bewegen. Die wichtigsten Risikofaktoren sind demnach in den Industrieländern das Rauchen, zu hoher Blutdruck, exzessiver Alkoholgenuss sowie zu hohe Choles­terin-Werte.

In Nordamerika und Westeuropa sterben Millionen von Menschen an den Folgen von Fettleibigkeit. Dagegen rangieren in den ärmsten Ländern Untergewicht, ungeschützter Sex sowie schlechte Sanitär- und Hygienebedingungen an erster Stelle der Gesundheitsrisiken. Die weltweit zehn wichtigsten Faktoren zu Gesundheitsrisiken sind nach Angaben der WHO für fast 50 Prozent der jährlichen Todesfälle verantwortlich.

 

Schockierender Unterschied zwischen Arm und Reich

Besonders schockierend ist der Unterschied zwischen armen und reichen Menschen. Einerseits gibt es weltweit an die 200 Millionen Kinder mit Untergewicht. Andererseits leiden über eine Milliarde Erwachsene an Übergewicht, ein Drittel davon sind fettleibig.

Die WHO kritisiert in diesem Zusammenhang seit vielen Jahren den exzessiven Verzehr von zu fetten, zu süßen und zu ­salzigen Nahrungsmitteln. Ohne durchgreifende Verhaltensänderungen wird nach Schätzungen der WHO die Zahl der Toten in Folge des Rauchens jährlich auf rund 9 Millionen bis zum Jahr 2020 ansteigen.

Weiters werden dann jährlich etwa 5 Millionen Menschen an den Folgen von Fettleibigkeit und Übergewicht sterben. Zu hoher Blutdruck führt jährlich zum Tod von etwa 8 Millionen Menschen. An den Folgen eines zu hohen Cholesterinspiegels sterben jährlich etwa 5 Millionen Menschen.

Als Konsequenz haben Experten von der Politik unter anderem ein generelles Verbot der Tabakwerbung, verschärfte Warnhinweise auf Zigarettenschachteln sowie hohe Steuern auf Tabakprodukte gefordert. Ein Großteil dieser Forderungen ist mittlerweile umgesetzt.

 

Ernährung gegen Herz- und Gefäßkrankheiten

Um den Anteil an Herz- und Gefäßkrankheiten zu senken, sollten Lebensmittel­produkte nach Empfehlung von Experten einen geringeren Salzanteil ­enthalten. Ebenfalls wird seit langem gefordert, dass die Menschen mehr Obst, Gemüse und ungesättigte Fettsäuren essen und sich mehr bewegen sollten.

Latest News

Der Verdauungstrakt in der Geschichte der Medizin

Der Verdauungstrakt war in der Geschichte der Medizin Ziel zahlreicher lokaler und systemischer – teils zweifelhafter – therapeutischer Maßnahmen. Zur...

Die organisch depressive Störung

Eine organisch depressive Störung tritt bei zahlreichen Erkrankung auf und kann deren Verlauf negativ beeinflussen sowie Krankenhausaufenthalte verlängern. Depressionen beeinflussen den Verlauf zahlreicher körperlichen Krankheiten und verlängern...

Hustenstiller und Hustenlöser sollte man richtig kombinieren

Husten beginnt meist als trockener Reizhusten und geht dann in einen Husten mit Auswurf über – der richtige Einsatz von Hustenstiller und Hustenlöser kann Abhilfe...

Neues Zentrum zum Plasmaspenden von BioLife in Wien eröffnet

Anfang November 2019 eröffnete in Wien das modernste Zentrum BioLife-zum Plasmaspenden in der Operngasse. Plasmaspenden haben eine wichtige Rolle. Denn Plasma ist ein wertvoller Rohstoff, ohne...

Auch leicht erhöhte Schilddrüsenwerte können bereits gefährlich sein

Bereits leicht erhöhte Schilddrüsenwerte scheinen gefährlich zu sein und könnten das Risiko für Demenz, Schlaganfall und Herztod erhöhen. Leicht erhöhte Schilddrüsenwerte durch eine Überfunktion der Schilddrüse erhöhen...

More Articles Like This